Erinnerungen

Erinnerungen

Neulich habe ich wieder mal mit Entsetzen festgestellt, daß ich mich an bestimmte Begebenheiten in meinem Leben oder im Leben mir nahestehender Menschen überhaupt nicht mehr erinnern kann, bzw. daß meine Erinnerungen sehr, sehr lückenhaft sind. Bis ca. zu meinem 35. Lebensjahr, besonders aber in der Zeit zwischen 7 und 25 habe ich eine sehr selektive Erinnerung, und manches ist komplett weg. Hauptsächlich scheinen es ungute Erinnerungen zu sein, aber nicht alle davon sind gelöscht, das ist das Seltsame. Vielleicht liegt es tatsächlich daran, daß von einigen Zeiten Fotos existieren, und daher die Erinnerung aktiviert blieb, denn ich ticke einfach sehr visuell.
Spätestens seit ich dieses Blog führe, habe ich eine Art Tagebuch für mich geschaffen, das viel besser und eindringlicher funktioniert, als jedes der vielen Büchlein, die ich vollgeschrieben habe, und zu meinem Glück kann ich zwar auf schwierige, aber auch sehr schöne Jahre zurückblicken. Durch meine beständige Postung hat sich natürlich eine große Menge angesammelt, weshalb ich heute Morgen mal ein bißchen aufgeräumt habe.
Da ich nun morgen schon zum 4. Mal die große Freude habe, nach Hamburg zu Eugene zu fahren und auch dieses Mal wieder Frau Araxe und ihr nicht mehr ganz so kleines Monster treffen darf, habe ich jetzt mal eine Extra Hamburg - Rubrik angelegt, um die denkwürdigen Treffen auf einem Haufen zu haben. Die Reisen dorthin bedeuten mir viel und haben schon viel Gutes in mein Leben gebracht, und ich finde, das ist eine eigene Rubrik wert!

So, und jetzt - Packen!!!

:-)
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Vergangenheitsbewältigung

Eine seltsame Sache geschieht gerade mit mir. In dem Maße, indem ich hier langsam in der Gegenwart ankomme, verarbeite ich derzeit meine Vergangenheit. Nicht nur die Nähere (mein Leben auf der Insel) sondern meine gesamte Vergangenheit. Vielleicht hat das tatsächlich was mit dem Fokus auf mein Alter zu tun, welches ich vor einigen Tagen gezwungen war, mal wieder verstärkt zu beachten. Diese Zahl zu sehen - 49 - mir das in gelebten, hinter mir liegenden Jahren wirklich mal bewusst zu machen, ist ein sehr, sehr seltsames Gefühl. In den letzten 4 Jahren habe ich mich körperlich sehr verändert. Der Zahn der Zeit nagte gefräßig an mir, der Unterschied, den ich früher all die Jahrzehnte kaum bemerkt hatte, ist nun für mich deutlich zu sehen und zu fühlen. Damit klarzukommen, es zu akzeptieren ist im Moment meine Hauptaufgabe. Im Sein ankommen ist erst möglich, wenn man all diese Unterschiede annimmt, wenn es einem möglich wird, im Fluß der Zeit zu leben und weiterzuschwimmen. Gut und auch gerne. Denn die Veränderung wird immer deutlicher, immer kontinuierlicher, man wird sie nicht mehr los, vielmehr erkennt man, daß sie schon immer ein Teil von einem war.
Seltsam, daß ich gerade vor einigen Tagen ein Fotoalbum entdeckte, welches ich meinen Eltern vor 12 Jahren schenkte, mit Fotos von mir zwischen 7 und 37 Jahren. Es passt genau in diese Thematik und hilft mir, den Wandel mit offenen Augen zu betrachten, und mein Jetzt mit neuen Augen zu sehen.
Wie hübsch ich einmal war, wie makellos mein Körper (im Vergleich zu heute), aber auch wie verrückt, wie unreif, wie unglücklich ich war. Wenn ich das heute sehe und nachfühle, dann kann ich spüren, daß ich alles gar nicht so schlecht gemacht habe, daß ich auf einem gar nicht so schlechten Weg bin. Denn das ist es, war es immer, ein Weg, auch wenn ich manchmal dachte, daß es so IST, daß ich an einem ORT bin, und nicht auf einem Weg.
Im Jetzt ankommen bedeutet, nicht mehr von der Vergangenheit eingefangen zu sein, sie nicht mehr zurückwünschen, nicht mehr wiederaufleben lassen zu wollen. Und genauso bedeutet es, nicht mehr an die Zukunft denken zu müssen, sich keine Sorgen mehr darüber zu machen, was in Zukunft sein wird. Ich bin noch lange nicht an diesem Punkt, aber ich bewege mich immer mehr darauf zu, es wird mir bewusster, daß dies möglich ist, manchmal.
Daß es irgendwann nicht mehr nötig sein wird, etwas loslassen zu müssen, weil man nichts mehr festhalten muss.
Und daß man nicht mehr nur das Resultat seiner eigenen Vergangenheit sein muss, sondern zu etwas wird, das aus der Summe all der vielen Jahre zu einem Neuen und Ganzen werden kann. Etwas Neuem.
Vielleicht ist es das, was uns diese körperliche Veränderung, die das Altern darstellt, schenkt, daß man andere, neue Werte finden kann, die man früher nicht mal im Ansatz erahnen konnte, weil einem sein scheinbar unsterblicher, so lange unveränderter Körper im Wege stand, und festhielt.
Und es ist doch schön, zu erkennen, daß man nicht nur etwas verliert, sondern auch etwas gewinnt.
Und auch entdecken kann, daß es Unveränderliches in einem gibt, was schon immer da war, das ureigene Wesen, das Unverwechselbare, nicht Austauschbare.

Ich entdecke dieses langsam, und merke, daß ich das an mir wirklich lieben kann!


10-Juni11-013


Ein Schönes Wochenende wünsche ich Euch!

:-)
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2 in 1

Ich träume sehr selten, und wenn doch einmal, dann scheinen die meisten Träume aus tiefen Schichten meines Unterbewusstseins zu kommen. Heute Nacht verquickten sich, aus 2 ganz verschiedenen Lebensjahren kommende, unangenehme bis traurige Erinnerungen in einer einzigen Traumhandlung, und obwohl da Draussen so wunderbares Wetter ist, kann ich im Moment die Schwere und Traurigkeit nur schwer abschütteln.
Im Prinzip passen die Träume zu meiner derzeitigen Stimmung (weswegen ich zur Zeit auch nichts posten kann), irgendetwas arbeitet in mir, und nimmt meinen Tagen im Moment die Leichtigkeit, die dem Frühlingserwachen da Draussen entspräche.
Die große Liebe, lange schon tot, an dessen Grab ich vor Jahren schon den wirklichen Abschied vollzogen zu haben glaubte, verletzte mich einmal mehr, wie früher so oft, und das Ganze in Räumlichkeiten, in denen ich als Kind ganz dunkle Stunden erlebt hatte, und ich bin heute nicht gerade gut aufgewacht.
Das wird wieder vergehen, aber wundert Euch einfach nicht, wenn ich gerade eher wenig von mir hören lasse.....
:-/
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Reminiszenzen

Wie ich gestern irgendwo in den Kommentaren zu meinem letzten Beitrag schrieb, das Betrachten alter Bilder löst bei mir oft eine Flut an Erinnerungen aus, die ich zuvor zwar nicht vergessen hatte, die aber einfach in irgendeiner Schublade vor sich hingeschlummert haben. Und oft lösen die einen Erinnerungen dann die nächsten aus, die, die noch tiefer in der Schublade stecken, manche in der hintersten Ecke, und manchmal mit gutem Grund.
So hatte ich mich an den Namen meines Lieblingsteddybärs erinnert, und daß er mir, mit noch anderen Stofftieren als Kopfkissen diente, und damit kam wieder diese Erinnerung:
An das dunkle, langgezogene Dachzimmer, mit dem kleinen Kämmerchen in der Schräge, dessen Tür manchmal durch Luftzug wie von Geisterhand aufging, und in dem es Nachts stockdunkel war, es sei denn, der Mond schien, und in dem ich mich oft so gruselte, daß ich nicht einschlafen konnte. Deßhalb lagen alle diese Stofftiere auf meinem Kissen - Um mich zu beschützen, und damit ich in der langen Nacht nicht allein war, und mit ihnen reden konnte.
Hier der Versuch, das Ganze zu malen:
19-Oktober09-016

Es ist keine schöne Erinnerung, noch immer nicht, und ich kann Dachwohnungen nur leiden, wenn sie schöne grosse Fenster haben, und ich kann nicht gut schlafen, wenn es stockdunkel ist, weswegen ich in meinen Schlafzimmern gerne so Leuchtsternchen aufklebe, und auch nie den Rolladen ganz runtermache.

Na, ich weiß wenigstens, woher das kommt....
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Klein-Mönchen

Also wirklich toll, was es inzwischen alles an technischen Geräten so gibt. Vor allem an solchen, die eine Verbindung zwischen alten, ja veralteten Geräten und neuer Technologie ermöglichen. Gerade bei den bildgebenden Geräten, die sich in den letzten Jahrzehnten so sehr weiterentwickelt haben. Wieviele Leute haben wohl den Schrank voller Dias und gäbe es nicht den genialen Dia-Scan könnte man mit diesen Fotos wenig anfangen.
Mein Vater hat mir gestern auf einer kleinen Chipkarte fast 1000 Fotos zu unserer Familie zukommen lassen, Fotos, die ich zum Teil noch nie sah (auch weil ich noch gar nicht auf der Welt war), von unseren früheren Wohnorten, und vor allem von unseren herrlichen Camping-Urlauben, die zu meinen allerfrühesten Erinnerungen zählen.
Da war ich 2 oder 3 Jahre, und ich sehe alles sehr deutlich vor mir, und riesengroß.
Gestern habe ich fast den ganzen Tag damit verbracht, in diesem Schatz zu stöbern, der auch ein interessantes Dokument der damaligen Mode und der Autos ist.
Ab und zu werde ich mal eins, zwei dieser Bilder hier zwischenschieben.

Hier also Klein-Mone und ihr Lieblingsteddy:

Baba-187
Dieser da hieß Jean-Luc, ich schlief mit dem Kopf auf seinem Bauch, und trug ihn gewöhnlich, in dem ich seine Nase zwischen meine Zähne nahm, und hatte ihn bestimmt, bis ich 10 Jahre alt war. (Ich hatte noch einen kleineren Teddy, und die hieß Bukka, und dann noch ca 10 andere Stofftierchen, die zu bestimmtem Zeiten Alle auf meinem Kopfkissen lagen.)


Baba-067
Und hier in meinem coolen Kinderwagen irgendwo beim Camping. Ich hatte die Angewohnheit, mein Essen, das ich nicht mehr runterschlucken wollte, weil ich satt war, wie ein Hamster in meine Backen zu stecken, und später weiter zu essen (Uääärgs!)

Und zuletzt ein Schlafmonchen
Baba-065
in einer Hängematte entweder beim Campen, oder auf Balkon oder Garten. (Schnorchel)

:-)
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Kashmir

Verrückt, wie manchmal die Vergangenheit plötzlich wieder aktiviert wird, und superverrückt, daß man dann SOFORT im Internet rumrecherchieren kann, und Sachen herausfindet, die man noch gar nicht wusste.
Sah eben in einem Post dieses Video:




Was ich dazu weiß ist, daß ich diesen Song LIVE auf der Bühne des Mannheimer Eishockeystadions gesehen habe, am 2. oder 3. Juli 1980. Ich war gerade 18 geworden, total verliebt und das Leben war toll. Was ich nicht wusste, ist, daß es eines des letzten Konzerte überhaupt vor dem Tod John Bonhams war.

Es war auf jeden Fall gigantisch, und besonders "Kashmir" hat sich mir unvergesslich vor allem visuell eingebrannt, weil beim ersten Schlag auf beiden Seiten der Bühne 2m hohe Feuersäulen gezündet wurden.

Yo!!!

:-)
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Thiara - 2016/04/07 09:31
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