Impressionen
Die letzten Tage waren eine Achterbahnfahrt der Gefühle.
Freude über den baldigen Umzug, vor allem, als ich morgens in die WG-Küche kam, abgewechselt von tiefster Frustration über den destruktiven, papierverschwendenden Einfallsreichtum der unbeliebtesten Behörde, die es sich scheinbar zur Aufgabe gemacht haben, eh schon demoralisierte Menschen gründlich zu verunsichern, und mit schier unerfüllbaren Aufgaben zu belegen, um sie dann beim nächsten Besuch, wieder in Sicherheit wiegen zu lassen, während sie sich die nächste Quälerei ausdenken. Ich habe vor 2 Monaten ALGII beantragt, bin postalisch mit Formularen geradezu überschüttet worden, habe aber noch keinen einzigen Job angeboten bekommen, ja noch nicht mal meinen Arbeitsberater kennengelernt, geschweige denn Geld bekommen, da mein Antrag noch immer nicht genehmigt ist.
Die Vermutung kommt auf, daß die dort beschäftigten Beamten speziell nach der Fähigkeit ausgesucht werden, nicht lächeln zu können, und die Fähigkeit aufweisen müssen, durch an der Grenze des Zulässigen an Formular- und Nachweisforderungen Zeit zu schinden, mit dem durchschaubaren Ziel, Leute so zu frustrieren, daß sie die Antragsstellung aufgeben, wobei ich, wieder mal auf dem Gang wartend eine erstaunliche Szene miterlebte: Eine der Angestellten sprach SEHR freundlich zu einem der Wartenden, beruhigte ihn in irgendeiner Angelegenheit, und als er sich schon zum Gehen wenden wollte, wollte sich die Dame mit einem Händedruck verabschieden, was den armen Mann sichtlich aus der Fassung und aus dem Gleichgewicht brachte, man sah ihm an, daß er mit SOWAS in diesen Gemäuern nicht gerechnet hatte, und er wäre fast gestolpert.
Diese ist wohl eher leider die Ausnahme.
Auf dem Klo machte sich der ganze Frust und Hass in wütenden Parolen auf der Klowand breit, leider hatte ich meine Kamera nicht mit, da stand zwischen übelsten Beschimpfungen und Obszönitäten ganz klein hingekrakelt: " Ich hasse Deutland", und anders als das andere, wüste Geschreibsel strahlte es Traurigkeit und Verzweiflung aus.
Ich selbst konnte dann, wieder Erwarten doch einigermassen erfolgreich diese Hallen erleichtert verlassen, wobei mir sonnenklar ist, daß eine mündliche Zusage, daß alles in Ordnung sei, nicht sehr viel wiegt, immerhin bin ich aber auf der Schikanierstufe bereits durch eisernes Durchhalten und unerschütterliche Freundlichkeit etwas weiter nach oben gerutscht, wo das Die-halten-wir-hin-bis-sie-weich-wird-Etikett wieder abgezogen wird, und die Bürokratie ihren gewohnt langsamen Schneckengang weitergeht, es sei denn, denen fällt noch irgendwas ein.
Mit dem Gefühl, Schwerstarbeit geleistet zu haben, gehe ich nun in das Wochenende, welches hauptsächlich aus Kisten packen, Aussortieren, Zeitungsannoncen wälzen und Bewerbungen schreiben bestehen wird.
Jaja, die faulen Arbeitslosen...
Freude über den baldigen Umzug, vor allem, als ich morgens in die WG-Küche kam, abgewechselt von tiefster Frustration über den destruktiven, papierverschwendenden Einfallsreichtum der unbeliebtesten Behörde, die es sich scheinbar zur Aufgabe gemacht haben, eh schon demoralisierte Menschen gründlich zu verunsichern, und mit schier unerfüllbaren Aufgaben zu belegen, um sie dann beim nächsten Besuch, wieder in Sicherheit wiegen zu lassen, während sie sich die nächste Quälerei ausdenken. Ich habe vor 2 Monaten ALGII beantragt, bin postalisch mit Formularen geradezu überschüttet worden, habe aber noch keinen einzigen Job angeboten bekommen, ja noch nicht mal meinen Arbeitsberater kennengelernt, geschweige denn Geld bekommen, da mein Antrag noch immer nicht genehmigt ist.
Die Vermutung kommt auf, daß die dort beschäftigten Beamten speziell nach der Fähigkeit ausgesucht werden, nicht lächeln zu können, und die Fähigkeit aufweisen müssen, durch an der Grenze des Zulässigen an Formular- und Nachweisforderungen Zeit zu schinden, mit dem durchschaubaren Ziel, Leute so zu frustrieren, daß sie die Antragsstellung aufgeben, wobei ich, wieder mal auf dem Gang wartend eine erstaunliche Szene miterlebte: Eine der Angestellten sprach SEHR freundlich zu einem der Wartenden, beruhigte ihn in irgendeiner Angelegenheit, und als er sich schon zum Gehen wenden wollte, wollte sich die Dame mit einem Händedruck verabschieden, was den armen Mann sichtlich aus der Fassung und aus dem Gleichgewicht brachte, man sah ihm an, daß er mit SOWAS in diesen Gemäuern nicht gerechnet hatte, und er wäre fast gestolpert.
Diese ist wohl eher leider die Ausnahme.
Auf dem Klo machte sich der ganze Frust und Hass in wütenden Parolen auf der Klowand breit, leider hatte ich meine Kamera nicht mit, da stand zwischen übelsten Beschimpfungen und Obszönitäten ganz klein hingekrakelt: " Ich hasse Deutland", und anders als das andere, wüste Geschreibsel strahlte es Traurigkeit und Verzweiflung aus.
Ich selbst konnte dann, wieder Erwarten doch einigermassen erfolgreich diese Hallen erleichtert verlassen, wobei mir sonnenklar ist, daß eine mündliche Zusage, daß alles in Ordnung sei, nicht sehr viel wiegt, immerhin bin ich aber auf der Schikanierstufe bereits durch eisernes Durchhalten und unerschütterliche Freundlichkeit etwas weiter nach oben gerutscht, wo das Die-halten-wir-hin-bis-sie-weich-wird-Etikett wieder abgezogen wird, und die Bürokratie ihren gewohnt langsamen Schneckengang weitergeht, es sei denn, denen fällt noch irgendwas ein.
Mit dem Gefühl, Schwerstarbeit geleistet zu haben, gehe ich nun in das Wochenende, welches hauptsächlich aus Kisten packen, Aussortieren, Zeitungsannoncen wälzen und Bewerbungen schreiben bestehen wird.
Jaja, die faulen Arbeitslosen...
momoseven - 2009/03/20 17:33
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