Aua versus Juchu
Sorry, heute abend muss ich das mal alles ausspucken.
Ich habe wirklich viel geschafft in der letzten Zeit, finde ich.
Ich bin im letzten Jahr 2x umgezogen.
Ich musste ein ganzes Leben hinter mir lassen.
Ich habe mich einer Therapie unterzogen.
Ich bin umgefallen, wieder aufgestanden, wieder umgefallen und WIEDER aufgestanden, obwohl ich doch schon so müde war.
Ich bin 100x über meinen Schatten gesprungen.
Ich war allein, und hab mich rausgewagt, immer wieder.
Ich habe es geschafft, Hartz 4 zu bekommen.
Ich schaffe es jeden Tag mit dem Hund auf die Wiese.
Ich bin immer sauber, ich bin immer freundlich, und ich kämpfe gegen meine Depressionen, ich lasse sie zu, ich überwinde sie, ich gebe nicht auf. Nein!
Aber was mich fertigmacht, sind die immer wiederkehrenden Schmerzen, die mich nun seit 2 Jahren begleiten. Manchmal sind sie so stark, daß ich heulen muss, manchmal fast weg, meistens spürbar, so daß sie ich nie ganz vergessen kann
Es war keine Borreliose, da hat sich ein Naturheilkundler noch ein bisschen gesünder an mir verdient, es ging mir eine Weile besser, vielleicht allein durch die Kraft meines Glaubens, aber seit 4 Wochen hat es wieder angefangen, erhöhte Blutsenkung, Blut im Urin, Fieberschübe und Schmerzen. Schmerzen, die bohren und brennen, und mich immer wieder zurückkatapultieren in diesen hilflosen, panischen Zustand, die meine Lebenslust fressen, mich in eine Ecke werfen, aus der ich immer schwerer rausfinde.
Ich war bei so vielen Ärzten im letzten Jahr. Ich habe mir alles mögliche anhören müssen:
Kehren Sie Ihren Eltern den Rücken.
Keine Ahnung, warum ihr Oberschenkel taub ist.
Es gibt Menschen, die haben immer erhöhte Blutwerte, warum, weiss ich nicht. 2 von 1000 haben sowas.
Ich halte es für unwahrscheinlich, daß sie eine Pilzinfektion haben.
Tja, wenn sie diese Schmerztabletten nicht nehmen wollen...
Sie sind eine schwierige Patientin.
Kommen sie in 4 Wochen wieder.
Gehen Sie trotzdem noch mal zum Orthopäden, das sind sicher nur Rückenschmerzen.
LENK DICH AB!
REISS DICH ZUSAMMEN!
Kann jemand verstehen, warum ich langsam verzweifle?
Ich habe ein ziemlich klar umreissbares Schmerzbild, aber kein Arzt hat mich jemals gefragt, wie fühlt es sich an? WAS für ein Schmerz ist es? Wann tritt er auf? Was bewirkt er in Ihnen?
ICH bin die, die in diesem Körper steckt, und die Ärzte drücken auf mir herum, es tut weh, ich zucke zusammen, ich erzähle meine Geschichte, ich versuche zu erklären, daß ich wenigstens wissen möchte, SICHER wissen, was es ist, damit ich damit arbeiten kann. Ich bin mehr als bereit dazu. Ich bin weder Hypochonder, noch habe ich das Münchhausen Syndrom, ich möchte einfach gesund sein, oder wenigstens den Namen meines Feindes kennen.
Und nur weil ich keine Privatpatientin bin, soll ich jetzt Buscopan und Paracetamol möglichst eng aneinander ( in Zäpfchenform, weil mich die Nebenwirkungen über den Magen sonst völlig ausschalten) nehmen, ich kann bis zu 8 nehmen, aber wie soll das weitergehen?
"Kommen Sie in 4 Wochen wieder."
Natürlich verstärkt sich das alles, wenn man damit allein ist.
Die Angst kommt hoch, daß es was Schlimmes sein könnte, unentdeckt, bis es sich unwiederbringlich bemerkbar macht.
Man nichts mehr tun kann. Solche Storys gibt es.
Wenn es wahrscheinlich erscheint, daß ich zu den wenigen Personen gehöre, deren Blutwerte ständig erhöht sind, dann ist alles möglich.
Von 5000 Menschen einmal Hufeisenniere, der Blinddarm nach innen gewachsen und 3x so lang, Linkshänderin, warum soll dann alles andere unwahrscheinlich sein???
Ich hab mir den Mund fusselig geredet in den letzten 2 Jahren.
Für mich gekämpft, beredt meine Sache vertreten.
Ich möchte so gern zur Tagesordnung zurückkehren.
Leben. Arbeiten. Lieben.
Geben.
Wenn mir jemand definitiv sagen würde: Sie haben dies und das, sie müssen lernen damit zu leben, dann wüsste ich Bescheid.
Ich würde NOCH MEHR in meinem Leben ändern, ich wäre tapfer und würde mich darüber freuen, was ich habe.
Aber im Ungewissen bleiben zu müssen, weil die Allgemeinmedizin nicht fähig ist, über ihren Tellerrand hinauszuschauen, weil das System es den Minderbemittelten kaum gestattet, kostenlose Alternativen wahrnehmen zu können, immer zu warten, zu hoffen,
DAS MACHT MICH FERTIG!
Ich kenne mich und meinen Körper mittlerweile gut genug, um unterscheiden zu können, was psychosomatisch ist, und was nicht.
Ich durfte heute wieder erfahren, das die Anwesenheit eines verständnissvollen Menschen die Schmerzen von der psychosomatischen Komponente, die alles verstärkt, befreien kann, und trotzdem bleiben die Scheissschmerzen bestehen.
Ich bin nicht doof, ich bin nicht arbeitsscheu, ich bin kein Opfer, daß sich nicht anders zu helfen weiss, als auf seinem Leiden zu bestehen, damit es ein bisschen Aufmerksamkeit bekommt.
VERDAMMT!
Ich bin hochsensibel, all das, was ich zur Zeit durchlebe, ist eine Folge davon, WIE ICH BIN.
Die Information des Schmerzes, den ich durchlebe, beeinträchtigt mein Sein nachhaltig.
Verzeiht mir, ich musste das mal in der Form los werden.
ich habe sogar überlegt, das alles in GROMOLO zu schreiben, aber ich hab Euch immer so viel von mir erzählt, ich werde damit jetzt nicht aufhören, und schön tun, weil, es ist nicht schön.
Ich möchte so gerne da raus finden, so gerne mein wunderbares Potential entfalten, und was Gutes, Tolles in der Welt lassen, wenn nicht Kinder, dann was Anderes, Tolles. Nützliches.
Ich bin ein unbedingter Mensch.
Ich bin sehr streng mit mir selbst, und meine Ethik ist klar umrissen.
Ich kann nicht anders.
Schmerz macht mich zum Wurm.
Das ist das Schlimme!
Ich habe wirklich viel geschafft in der letzten Zeit, finde ich.
Ich bin im letzten Jahr 2x umgezogen.
Ich musste ein ganzes Leben hinter mir lassen.
Ich habe mich einer Therapie unterzogen.
Ich bin umgefallen, wieder aufgestanden, wieder umgefallen und WIEDER aufgestanden, obwohl ich doch schon so müde war.
Ich bin 100x über meinen Schatten gesprungen.
Ich war allein, und hab mich rausgewagt, immer wieder.
Ich habe es geschafft, Hartz 4 zu bekommen.
Ich schaffe es jeden Tag mit dem Hund auf die Wiese.
Ich bin immer sauber, ich bin immer freundlich, und ich kämpfe gegen meine Depressionen, ich lasse sie zu, ich überwinde sie, ich gebe nicht auf. Nein!
Aber was mich fertigmacht, sind die immer wiederkehrenden Schmerzen, die mich nun seit 2 Jahren begleiten. Manchmal sind sie so stark, daß ich heulen muss, manchmal fast weg, meistens spürbar, so daß sie ich nie ganz vergessen kann
Es war keine Borreliose, da hat sich ein Naturheilkundler noch ein bisschen gesünder an mir verdient, es ging mir eine Weile besser, vielleicht allein durch die Kraft meines Glaubens, aber seit 4 Wochen hat es wieder angefangen, erhöhte Blutsenkung, Blut im Urin, Fieberschübe und Schmerzen. Schmerzen, die bohren und brennen, und mich immer wieder zurückkatapultieren in diesen hilflosen, panischen Zustand, die meine Lebenslust fressen, mich in eine Ecke werfen, aus der ich immer schwerer rausfinde.
Ich war bei so vielen Ärzten im letzten Jahr. Ich habe mir alles mögliche anhören müssen:
Kehren Sie Ihren Eltern den Rücken.
Keine Ahnung, warum ihr Oberschenkel taub ist.
Es gibt Menschen, die haben immer erhöhte Blutwerte, warum, weiss ich nicht. 2 von 1000 haben sowas.
Ich halte es für unwahrscheinlich, daß sie eine Pilzinfektion haben.
Tja, wenn sie diese Schmerztabletten nicht nehmen wollen...
Sie sind eine schwierige Patientin.
Kommen sie in 4 Wochen wieder.
Gehen Sie trotzdem noch mal zum Orthopäden, das sind sicher nur Rückenschmerzen.
LENK DICH AB!
REISS DICH ZUSAMMEN!
Kann jemand verstehen, warum ich langsam verzweifle?
Ich habe ein ziemlich klar umreissbares Schmerzbild, aber kein Arzt hat mich jemals gefragt, wie fühlt es sich an? WAS für ein Schmerz ist es? Wann tritt er auf? Was bewirkt er in Ihnen?
ICH bin die, die in diesem Körper steckt, und die Ärzte drücken auf mir herum, es tut weh, ich zucke zusammen, ich erzähle meine Geschichte, ich versuche zu erklären, daß ich wenigstens wissen möchte, SICHER wissen, was es ist, damit ich damit arbeiten kann. Ich bin mehr als bereit dazu. Ich bin weder Hypochonder, noch habe ich das Münchhausen Syndrom, ich möchte einfach gesund sein, oder wenigstens den Namen meines Feindes kennen.
Und nur weil ich keine Privatpatientin bin, soll ich jetzt Buscopan und Paracetamol möglichst eng aneinander ( in Zäpfchenform, weil mich die Nebenwirkungen über den Magen sonst völlig ausschalten) nehmen, ich kann bis zu 8 nehmen, aber wie soll das weitergehen?
"Kommen Sie in 4 Wochen wieder."
Natürlich verstärkt sich das alles, wenn man damit allein ist.
Die Angst kommt hoch, daß es was Schlimmes sein könnte, unentdeckt, bis es sich unwiederbringlich bemerkbar macht.
Man nichts mehr tun kann. Solche Storys gibt es.
Wenn es wahrscheinlich erscheint, daß ich zu den wenigen Personen gehöre, deren Blutwerte ständig erhöht sind, dann ist alles möglich.
Von 5000 Menschen einmal Hufeisenniere, der Blinddarm nach innen gewachsen und 3x so lang, Linkshänderin, warum soll dann alles andere unwahrscheinlich sein???
Ich hab mir den Mund fusselig geredet in den letzten 2 Jahren.
Für mich gekämpft, beredt meine Sache vertreten.
Ich möchte so gern zur Tagesordnung zurückkehren.
Leben. Arbeiten. Lieben.
Geben.
Wenn mir jemand definitiv sagen würde: Sie haben dies und das, sie müssen lernen damit zu leben, dann wüsste ich Bescheid.
Ich würde NOCH MEHR in meinem Leben ändern, ich wäre tapfer und würde mich darüber freuen, was ich habe.
Aber im Ungewissen bleiben zu müssen, weil die Allgemeinmedizin nicht fähig ist, über ihren Tellerrand hinauszuschauen, weil das System es den Minderbemittelten kaum gestattet, kostenlose Alternativen wahrnehmen zu können, immer zu warten, zu hoffen,
DAS MACHT MICH FERTIG!
Ich kenne mich und meinen Körper mittlerweile gut genug, um unterscheiden zu können, was psychosomatisch ist, und was nicht.
Ich durfte heute wieder erfahren, das die Anwesenheit eines verständnissvollen Menschen die Schmerzen von der psychosomatischen Komponente, die alles verstärkt, befreien kann, und trotzdem bleiben die Scheissschmerzen bestehen.
Ich bin nicht doof, ich bin nicht arbeitsscheu, ich bin kein Opfer, daß sich nicht anders zu helfen weiss, als auf seinem Leiden zu bestehen, damit es ein bisschen Aufmerksamkeit bekommt.
VERDAMMT!
Ich bin hochsensibel, all das, was ich zur Zeit durchlebe, ist eine Folge davon, WIE ICH BIN.
Die Information des Schmerzes, den ich durchlebe, beeinträchtigt mein Sein nachhaltig.
Verzeiht mir, ich musste das mal in der Form los werden.
ich habe sogar überlegt, das alles in GROMOLO zu schreiben, aber ich hab Euch immer so viel von mir erzählt, ich werde damit jetzt nicht aufhören, und schön tun, weil, es ist nicht schön.
Ich möchte so gerne da raus finden, so gerne mein wunderbares Potential entfalten, und was Gutes, Tolles in der Welt lassen, wenn nicht Kinder, dann was Anderes, Tolles. Nützliches.
Ich bin ein unbedingter Mensch.
Ich bin sehr streng mit mir selbst, und meine Ethik ist klar umrissen.
Ich kann nicht anders.
Schmerz macht mich zum Wurm.
Das ist das Schlimme!
momoseven - 2009/05/22 22:56
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