Los, Spatz! Ieren!!!

Eine liebe Blognachbarin machte mich neulich darauf aufmerksam, daß ich statt "Spazieren" immer "Spatzieren" schreibe.
Das kommt wahrscheinlich daher, weil es bei uns familienumgangssprachlich immer "Spatzen frisieren" heisst, und das hat sich mir wohl eingebrannt.
(Ich freue mich übrigens über rechtschreibtechnische Korrekturen, denn auch diese Rechtschreibreform ist, da ich im Ausland war, geradezu unbemerkt an mir vorübergegangen)

Der Wetterbericht gestern sagte eigentlich für weite Teile des Landes starke Schneefälle voraus, und inzwischen sieht es so aus, als könnte das hier langsam auch zutreffen, aber der grösste Teil des Tages erstrahlte heute in wunderbarem Sonnenschein

18-Dezember09-004

der das bisschen Grün, was noch übrig ist, zum Leuchten brachte

18-Dezember09-013

und aus dem ohnehin schönen Wald

18-Dezember09-015

wieder einen Zauberwald machte

18-Dezember09-017

und die beliebten Kobolde auf die Wiese zauberte

18-Dezember09-007


Auch im Wald weihnachtet es schon sehr

15-Dezember09-035
Da hat ein rühriger Mensch mitten im Wald einen Christbaum geschmückt (Ja, ich hab´s entdeckt), und das, so wie es am Besten ist, mit einem LEBENDEN Baum, mit richtig schönem Schmuck

15-Dezember09-038

Auch die Quelle ist inzwischen winterlich ummantelt

15-Dezember09-042

und verwandelt an ihrem Rand das Wasser zu klarstem Eis


15-Dezember09-057


15-Dezember09-052

während ihr beweglicher Teil unverändert sprudelnd funkelt

15-Dezember09-054

Der kleine Mausezahn

18-Dezember09-022
verköstigt sich inzwischen mit Apfeleis

und die grosse Maus ist inzwischen in ihrer dicken Winterkluft unterwegs
15-Dezember09-005
mit Thermounterwäsche und Doppelsocken, damit sie ihre Spazzzziergänge auch ganz unverfroren überstehen kann.

So, nun wünsche ich Euch Allen einen schönen Start ins Wochenende!!!
:-)
626 x aufgerufen und abgelegt unter Fotogalerien

Neues Experiment

Nein, diesmal geht es nicht um Bildchen, Geschichten oder Toastexperimente, sondern um mich selbst.
Ich habe ja nun eine Weile gar nicht mehr gross über meine tatsächliche Situation geschrieben, teils, weil ich hier kein Jammerblog haben will (den Vorwurf gab es) und auch, weil ich bei dem vielen "Roten Alarm", der in den letzten Monaten so oft schrillte, nicht "die Mücken scheu machen" wollte, sprich, niemanden unnötig beunruhigen (den Vorwurf gab es auch).
Was ich in den letzten Monaten gelernt habe, ist, den Wunsch loslassen zu können, von jedermann verstanden zu werden. Dieser Wunsch resultierte aus meiner Verzweiflung über meine gesundheitliche Situation, und dem Bedürfniss, mich seelisch unterstützt zu fühlen. Das ist an sich sehr menschlich, kann aber in die Hose gehen, wenn die Unterstützung nicht so eintrifft, wie man sich das wünscht, aus welchen Gründen auch immer. Dann rennt man gegen Wände und tut hauptsächlich sich selber weh. In den letzten Wochen habe ich immer mehr begriffen, daß ich mich selber verstehen muss, und daß ich, wenn ich das tue, mich auch selber unterstützen kann. Daß ich sogar die einzige Person bin, die diese schwere Aufgabe tatsächlich adäquat erfüllen kann, da ich doch selbst am Besten weiss, was los ist, und als Einzige im Besitz ALLER für mich wichtigen Fakten bin. Diese Art, zu denken, hat mir in der Zeit einiges erleichtert, und mich befähigt, einige Entscheidungen zu treffen, die mir aus einer langanhaltenden Unbeweglichkeit wieder zu neuer Bewegung verholfen haben.
Fakt ist, daß ich trotz eingehender, weitgehend ergebnissloser Untersuchungen und trotz grosser Bemühungen meinerseits, was gesunden Lebensstil und innere Arbeit betrifft, weiterhin unter denselben Beschwerden leide, die mich nun seit mehr als 2 Jahren begleiten, wozu auch eine immer wieder auffallende Blutbildveränderung gehört, welche eben auch den Roten Alarm ausgelöst hat. Derzeit sind alle Ärzte mit ihrem Latein am Ende, und für mich ist jeder weitere Arztbesuch nur noch eine frustrierende Angelegenheit. Ich stehe unter regelmässiger Beobachtung, aber eine Diagnose ist derzeit nicht in Sicht, was also ist zu tun?
In den letzten Monaten lernte ich, mit Hilfe meiner Therapeutin, besser mit der ganzen Situation umgehen zu können, d.h. meinen Focus nicht mehr ausschliesslich auf die Beschwerden zu richten, sondern auf das, was es sonst noch Positives in meinem Leben gibt, und das ist zum Glück sehr viel, nicht zuletzt unser kleines Bloggerdorf.
Meinen Unterhalt, also die allerwichtigsten Sachen wie Wohnen und Essen beziehe ich zum Glück derzeit aus dem Hartz 4-Programm, es ist knapp, aber möglich, und ich bin froh, daß es diese Möglichkeit für mich gibt. Was mich aber die ganze Zeit sehr belastet hat, ist das Gefühl, nichts Sinnvolles, Regelmässiges, Strukturiertes tun zu können, und gewissermassen zu Hause angebunden zu sein, was ja bei einer Neigung zu Depressionen nicht unbedingt förderlich ist. Ich habe zwar inzwischen sehr viel Disziplin entwickelt, was Struktur im Alltag angeht, aber es ist einfach was anderes, als wenn man jeden Tag rauskommt und unter Menschen ist, und eine Arbeit hat.
Ich hätte mir gern schon lange "probeweise" einen Minijob besorgt (Vollzeit zu arbeiten ist bei meiner derzeitlichen Befindlichkeit trotz Motivation einfach nicht drin), das Problem dabei ist, daß ich damit meinen Grundunterhalt komplett verlieren könnte, und auch nicht guten Gewissens einen Arbeitsvertrag unterzeichnen könnte, weil ich mich ja nicht bei voller Kraft und komplett gesund fühle, und auch keine Diagnose und somit auch keine Behandlung habe. Gewissermassen eine Pattsituation.
Wunderbarerweise ist mein Problem in den vorhandenen Möglichkeiten und Gesetzgebungen schon vorgesehen, und es bedurfte meinerseits nur ein bisschen Mut und die Bereitschaft, überhaupt mal zu fragen, was ich für Möglichkeiten habe.
Ich habe tatsächlich das Glück, einen wirklich netten und verständnissvollen Arbeitsberater abbekommen zu haben, der mich in den letzten Monaten, in denen ich ständig auf irgendwelche Untersuchungsergebnisse warten musste, immer wieder von der Bewerbungspflicht zurückgestellt hatte, und mich niemals gedrängt hat, und nachdem ich absehen konnte, daß sich die ganze Chose weiter hinziehen wird (Kommen Sie in 4 Wochen wieder...), habe ich ihn um einen Termin gebeten, und ihn gefragt, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, in irgendeiner zeitlich begrenzten Massnahme meine Belastbarkeit auszuprobieren, ohne daß ich gleich aus dem ganzen Stützgerüst rausfalle und siehe da: Es gibt sie!
Nun stehe ich also auf der Liste für einen sogenannten 1 Euro-Job, gestern stellte ich mich bei der zuständigen Stelle vor, und sprach mit einer sehr netten und feinfühligen Frau, die mir, unter Berücksichtigung meiner Neigungen und Fähigkeiten, aber auch meiner derzeitigen gesundheitlichen Einschränkungen bereits für Anfang Januar einen 20 Stunden-Job in einer sozialen Einrichtung in Aussicht gestellt hat. Und entweder wird sich mein Zustand durch die Herausforderung, und die neue Alltagsstrukturierung verbessern, und ich kann ganz genau herausfinden, ob mein Zustand nun tatsächlich durch die psychosomatische Komponente der langen Arbeitslosigkeit so schlecht geblieben ist (wie von einigen, ansonsten ratlosen Ärzten behauptet), ODER es geht mir weiterhin tatsächlich schlecht, oder schlechter, und ich kann wieder "begründet" auf eine weitere Diagnosesuche gehen, zumal dann genug Zeit verstrichen ist, um bestimmte Untersuchungen zu wiederholen.
Jedenfalls hat dieser schwebende Zustand der Ungewissheit und Hilflosigkeit ein Ende, und ich kann meinem Wunsch, aktiv etwas verändern zu wollen, endlich wieder Ausdruck verleihen.
Tatsächlich bekomme ich dann durch die sog. Mehraufwandsentschädigung ein wenig mehr Geld, was zudem eine Erleichterung und eine gewisse Befriedigung beinhaltet.
Nun kann ich also tatsächlich, nach langer Zeit mal wieder sagen, es geht voran, und es ist ein gewisses Erfolgserlebniss, daß ich selbst es vorangetrieben habe. Verlieren kann ich dabei nichts, nur Klarheit gewinnen, wie auch immer es weitergeht mit meiner Befindlichkeit.
Das ist, wie ich finde, ein sehr Schönes Weihnachtsgeschenk!
:-)
487 x aufgerufen und abgelegt unter Gesundheit

Willkommen

Du bist nicht angemeldet.

Bei mir

Schade, ich habe hier...
Schade, ich habe hier früher oft gelesen und bin gerade...
Geitelde - 2024/12/05 18:19
Ah super, da bin ich...
Ah super, da bin ich beruhigt, vielen Dank :-)!
Rössle - 2018/05/31 19:35
Das kann ich beantworten,...
Das kann ich beantworten, denn ich habe beide Blogs...
NeonWilderness - 2018/05/31 19:32
Ich hoffe du hast mitbekommen,...
Ich hoffe du hast mitbekommen, daß twoday heute seine...
Rössle - 2018/05/31 19:28
Liebe Grüße... :-)
Liebe Grüße... :-)
Thiara - 2016/04/07 09:31
Vielen lieben Dank für...
Vielen lieben Dank für Ihre Worte!
momoseven - 2016/02/07 08:38
Liebe Momoseven, ich...
Liebe Momoseven, ich höre aus Ihren Worten die tiefsitzende...
Heinrich.Sch - 2016/02/01 16:50
Herzlichen Dank für Deine...
Herzlichen Dank für Deine Worte. Ja, so ist es, alles...
momoseven - 2016/01/19 23:09
Hey, schön, dass du mal...
Hey, schön, dass du mal wieder ein paar Zeilen zum...
Hoffende - 2016/01/14 02:27
Dankeschön, ebenso :-)
Dankeschön, ebenso :-)
momoseven - 2016/01/07 22:45

Die Mondin

CURRENT MOON

Kontakt

tocalocamoätweb.de

Copyright

Alle in diesem Blog verwendeten Texte und Fotos unterliegen dem Copyright der Blogbetreiberin Momoseven und dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung weiterverwendet und vervielfältigt werden.

Suche

 

Status

Online seit 6122 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2024/12/05 18:19

Credits

Web Counter-Modul


A-Flashmob
Arbeit
Bären
Beiträge des alten momosevenblogs
Bloggerkram
Braskymmatics
Das Wetter
Eigene Videos
Ereignisse
Erinnerungen
Eugenie
Experimente
Feuer
Fotogalerien
Fotowettbewerb
Freitagstexter
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren