Soweit
scheint trotz des Zittern und Hechelns des kleinen Hundes alles im grünen Bereich zu sein. Das Hecheln ist eindeutig auf den plötzlichen Sommereinbruch im himmelsnahen Adlerhorst zurückzuführen, das Zittern kann zum Teil noch schmerzbedingt sein, aber auch eine verspätete Stressreaktion auf die Narkose. Auf ihren Appetit, und auf ihre Verdauung scheint das aber keinerlei Einfluss zu nehmen, und als sie vorhin dann das erste Mal seit der OP wieder mit dem Fischli im Maul angetippelt kam, war ich schon ziemlich erleichtert. Und vorhin waren wir dann draussen, in der kühlen Nacht, und zwar den ganzen üblichen Weg, ohne daß sie müde erschienen wäre.
Als ich auf die Strasse trat, fielen mir am westlichen Nachthimmel zwei nahe beieinanderstehende Sterne auf, der eine bläulich, der andere rötlich, eine Konstellation, die ich noch nie gesehen hatte. Ein Blick in mein Astronomie-Programm verriet mir später, daß ich ein gutes Auge bewiesen habe, denn der rötliche Stern ist unser Mars, der gerade das Sternbild des Löwen passiert und dabei gerade (scheinbar) nah am bläulich schimmernden Regulus vorbeizieht.
Mit diesem Blick zu den Sternen spürte ich mich selbst nach diesen Tagen, die ich um meinen Hund gebangt habe, langsam wieder auftauchen, langsam wieder in meine eigenen Bedürfnisse und leider auch Probleme eintauchen. Noch immer habe ich etwas vor mir, denn neben der, hoffentlich positiv verlaufenden Heilung meines Hundes muss ich mich nun in ein paar Tagen selbst einer Untersuchung unterziehen, deren Grund ein Schmerz ist, wegen dem ich bereits vor einem Jahr zur Untersuchung im Krankenhaus war, ziemlich genau um diese Zeit. Damals hat man nichts gefunden, mich als psychosomatischen Fall heimgeschickt. So viel habe ich in meinem Leben geändert in diesem Jahr, aber der Schmerz sitzt nach wie vor an der selben Stelle. Wer weiss, vielleicht ist da nach wie vor ein ungelöstes Problem, denn, um ganz ehrlich zu sein, so richtig glücklich bin ich hier ja derzeit noch nicht, habe nach meinem Burn-Out-Auf-der-ganzen-Linie den Wechsel vom Teenagerhaften Leben-Koste-es-Kraft-was-es-wolle- Hauptsache-Party zum Sich Schonen, wo man nur kann, noch nicht wirklich vollzogen, frage mich oft, in welchem komischen Film ich hier eigentlich gelandet bin.
Der komplette Wechsel der Welten, nicht nur kulturell, sondern vor allem für mich privat, damit komme ich einfach nicht so richtig klar.
Vorher war ich zwar auch oft allein, aber nicht so. Nicht dauernd. Nicht als "Normalzustand". Nicht dieses vereinsamte, manchmal wirklich furchtbare Dasein, dieses Nicht-Berührt, Nicht-Gesehen, Nicht-Gesprochen-Sein über Tage. Das kannte ich vorher so gar nicht. Und da hatte ich kein Blog, da hatte ich nicht mal Internet!!!
Natürlich hat das auch etwas mit fehlender körperlicher Nähe zu tun. Das ist auch einfach schon wieder viel zu lange her.
Und da hab ich jetzt dann auch noch so zugenommen, fühle mich in der Welt der flachen Bäuche und schmalen Schenkel fremd und unpassend und kann mir kaum vorstellen, daß mich ein Mann überhaupt attraktiv finden könnte.
Das Verrückte ist: Ich selbst finde mich eigentlich schon attraktiv, weil gar nicht so unwohl innerhalb meiner Rundungen.
In jenen ist nämlich dann doch so etwas wie Frühling ausgebrochen, und dieses Gefühl scheint sich einen Dreck darum zu scheren, daß das gängige Schönheitsideal nicht Barock sondern Bleistift ist. Denk ich zumindest, denn kein Mann scheint sich an mich ranzutrauen, und ich habe jetzt nicht etwa " BUUUUUH" gemacht.
Aber ich habe auch sonst nichts Spezielles gemacht, denn ich bin schüchtern, und zwar ganz schrecklich...!
So! Jetzt habe ich doch mal ziemlich tief in mein persönliches Nähkästchen gegriffen.
Es ist ja nicht so, daß es in meinem Leben nur Wald und Hund gibt. Auch wenn das sehr, sehr wichtig für mich ist, bin ich wach für alles, was um mich herum geschieht, und mache mir auch meine Gedanken dazu.
Aber ich bin nun mal nicht sehr politisch, kritisch, ironisch, auch nicht sarkastisch, und eigentlich auch nicht sehr kryptisch, sondern einfach eher offen und direkt (wenn es mir möglich ist), und auch, wenn ich viele Sachen sehe, wahrnehme, so halte ich doch bei den Meisten erst Mal einfach den Schnabel.
Ich bin intelligent, aber nicht intellektuell, und auch deshalb liest man eher wenig von mir, was Zeitgeist, Literatur und Ähnliches angeht.
Was nicht heisst, daß ich nichts mitbekommen würde, aber da ist so viel, was "nur" auf der gefühlsmässigen Ebene passiert, und das ist meist schwerer zu beschreiben.
So! Gut jetzt, genug für heute. Ein bisschen exibitionistisch war das jetzt schon, aber ich muss manchmal auch etwas mehr rauslassen hier. Ist halt doch nicht (wie mal vorgeworfen) ein reines Waldbildchen- und Kuschelblog, obwohl ich das nach wie vor schön finde.
Es ist eigentlich so, wie ich auch im wahren Leben bin. Manchmal reserviert, (leider noch viel zu oft), gelegentlich engagiert (zum Glück immer öfter), vor allem, was Natur und andere Menschen betrifft, und ab und zu kommt halt mal ein bisschen mehr auch über die eigenen Gefühle....
Und Jetzt:
Gute Nacht, Ihr Lieben!!!!!
:-)))
Als ich auf die Strasse trat, fielen mir am westlichen Nachthimmel zwei nahe beieinanderstehende Sterne auf, der eine bläulich, der andere rötlich, eine Konstellation, die ich noch nie gesehen hatte. Ein Blick in mein Astronomie-Programm verriet mir später, daß ich ein gutes Auge bewiesen habe, denn der rötliche Stern ist unser Mars, der gerade das Sternbild des Löwen passiert und dabei gerade (scheinbar) nah am bläulich schimmernden Regulus vorbeizieht.
Mit diesem Blick zu den Sternen spürte ich mich selbst nach diesen Tagen, die ich um meinen Hund gebangt habe, langsam wieder auftauchen, langsam wieder in meine eigenen Bedürfnisse und leider auch Probleme eintauchen. Noch immer habe ich etwas vor mir, denn neben der, hoffentlich positiv verlaufenden Heilung meines Hundes muss ich mich nun in ein paar Tagen selbst einer Untersuchung unterziehen, deren Grund ein Schmerz ist, wegen dem ich bereits vor einem Jahr zur Untersuchung im Krankenhaus war, ziemlich genau um diese Zeit. Damals hat man nichts gefunden, mich als psychosomatischen Fall heimgeschickt. So viel habe ich in meinem Leben geändert in diesem Jahr, aber der Schmerz sitzt nach wie vor an der selben Stelle. Wer weiss, vielleicht ist da nach wie vor ein ungelöstes Problem, denn, um ganz ehrlich zu sein, so richtig glücklich bin ich hier ja derzeit noch nicht, habe nach meinem Burn-Out-Auf-der-ganzen-Linie den Wechsel vom Teenagerhaften Leben-Koste-es-Kraft-was-es-wolle- Hauptsache-Party zum Sich Schonen, wo man nur kann, noch nicht wirklich vollzogen, frage mich oft, in welchem komischen Film ich hier eigentlich gelandet bin.
Der komplette Wechsel der Welten, nicht nur kulturell, sondern vor allem für mich privat, damit komme ich einfach nicht so richtig klar.
Vorher war ich zwar auch oft allein, aber nicht so. Nicht dauernd. Nicht als "Normalzustand". Nicht dieses vereinsamte, manchmal wirklich furchtbare Dasein, dieses Nicht-Berührt, Nicht-Gesehen, Nicht-Gesprochen-Sein über Tage. Das kannte ich vorher so gar nicht. Und da hatte ich kein Blog, da hatte ich nicht mal Internet!!!
Natürlich hat das auch etwas mit fehlender körperlicher Nähe zu tun. Das ist auch einfach schon wieder viel zu lange her.
Und da hab ich jetzt dann auch noch so zugenommen, fühle mich in der Welt der flachen Bäuche und schmalen Schenkel fremd und unpassend und kann mir kaum vorstellen, daß mich ein Mann überhaupt attraktiv finden könnte.
Das Verrückte ist: Ich selbst finde mich eigentlich schon attraktiv, weil gar nicht so unwohl innerhalb meiner Rundungen.
In jenen ist nämlich dann doch so etwas wie Frühling ausgebrochen, und dieses Gefühl scheint sich einen Dreck darum zu scheren, daß das gängige Schönheitsideal nicht Barock sondern Bleistift ist. Denk ich zumindest, denn kein Mann scheint sich an mich ranzutrauen, und ich habe jetzt nicht etwa " BUUUUUH" gemacht.
Aber ich habe auch sonst nichts Spezielles gemacht, denn ich bin schüchtern, und zwar ganz schrecklich...!
So! Jetzt habe ich doch mal ziemlich tief in mein persönliches Nähkästchen gegriffen.
Es ist ja nicht so, daß es in meinem Leben nur Wald und Hund gibt. Auch wenn das sehr, sehr wichtig für mich ist, bin ich wach für alles, was um mich herum geschieht, und mache mir auch meine Gedanken dazu.
Aber ich bin nun mal nicht sehr politisch, kritisch, ironisch, auch nicht sarkastisch, und eigentlich auch nicht sehr kryptisch, sondern einfach eher offen und direkt (wenn es mir möglich ist), und auch, wenn ich viele Sachen sehe, wahrnehme, so halte ich doch bei den Meisten erst Mal einfach den Schnabel.
Ich bin intelligent, aber nicht intellektuell, und auch deshalb liest man eher wenig von mir, was Zeitgeist, Literatur und Ähnliches angeht.
Was nicht heisst, daß ich nichts mitbekommen würde, aber da ist so viel, was "nur" auf der gefühlsmässigen Ebene passiert, und das ist meist schwerer zu beschreiben.
So! Gut jetzt, genug für heute. Ein bisschen exibitionistisch war das jetzt schon, aber ich muss manchmal auch etwas mehr rauslassen hier. Ist halt doch nicht (wie mal vorgeworfen) ein reines Waldbildchen- und Kuschelblog, obwohl ich das nach wie vor schön finde.
Es ist eigentlich so, wie ich auch im wahren Leben bin. Manchmal reserviert, (leider noch viel zu oft), gelegentlich engagiert (zum Glück immer öfter), vor allem, was Natur und andere Menschen betrifft, und ab und zu kommt halt mal ein bisschen mehr auch über die eigenen Gefühle....
Und Jetzt:
Gute Nacht, Ihr Lieben!!!!!
:-)))
momoseven - 2010/06/06 02:40
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