Das mit dem Schreiben
Eigentlich hätte ich viel zu schreiben, so jeden Tag, denn meine Tage sind angefüllt, und es passieren 1000 kleine Dinge, um mich herum, die ich in 1000 Gedanken zerteile, und von denen 1000 Bilder in meinem Kopf, 1000 Eindrücke in meiner Seele zurückbleiben.
Das ist das mit dem Hochsensibel sein, und in der letzten Zeit habe ich das Gefühl, es wird immer, immer stärker.
Dabei passiert nichts Großartiges, Weltbewegend nur in dem Sinne, daß sich meine kleine Welt bewegt, was so gut wie niemand sonst wirklich mitbekommt, weil ich nurmehr zu ganz wenigen Menschen darüber spreche, und das aus gutem Grund, denn ich habe das Gefühl, ich werde leider allzu oft und allzu leicht mißverstanden, und das, je mehr ich versuche, zu erklären.
Tatsächlich merke ich langsam, daß ich keine rechte Lust mehr auf Erklärungen und schon gar nicht mehr auf Rechtfertigungen habe, und das Gefühl, mich beweisen zu müssen. Sich beweisen müssen, das setzt einen Maßstab voraus, und wenn dieser von aussen kommt, dann kann es sein, daß man einfach tun kann, was man will, es würde nie genügen.
Es reicht ja zuweilen schon, daß ich selbst selten zufrieden mit mir bin, und ich habe genug damit zu tun, meinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.
Einer dieser Ansprüche war ja, immer alles richtig zu machen, und inwischen merke ich, daß mich genau das mit krank gemacht hat, und ich eigentlich noch immer versuche, mich davon zu erholen, zu genesen und besser mit mir umzugehen.
Oft befürchtet man, genau dann Probleme zu bekommen, und so war es auch oft bei mir.
Zumindest darf ich aber im Moment auch zum Teil mal ganz andere Erfahrungen machen, denn obwohl ich immer wieder am Schwächeln bin, (zur Zeit sind es zusätzlich 2 Tennisarme, was etwas fatal ist, weil ich leider nicht MEHR Arme habe, und es schweineweh tut), bekam ich von meinem Kino signalisiert, daß ich das, WAS ich leisten kann (redaktionelle Arbeit, Internetrecherche, Telefonkontakt) gut mache, und nun habe ich sogar nochmal eine Verlängerung bis Ende des Jahres bekommen. Für mich sehr wichtig, da schon noch im geschützten Raum, aber einen, der mich trotzdem fordert, auch dazu, selbst Grenzen zu setzen und STOP zu sagen, wenn ich nicht weiter kann. Und etwas mehr Zeit, meinen weiterhin bestehenden, gesundheitlichen Beschwerden auf den Grund zu gehen, denn es wird einfach nicht besser, obwohl ich bei mir alles umgekrempelt habe, und nun soll ich mal zu einem Rheumatest.
Denn ich möchte um alles in der Welt vermeiden, arbeitsunfähig erklärt zu werden, und so habe ich einen kleinen Aufschub.
Nun habe ich ja doch mal einiges geschrieben, nicht von allem, doch schon viel vom Drumrum.
Es gibt auch sonst viel Schönes, der Hund, das Nachbarskind, Freundinnen, der Wald, Pilze, überhaupt die Natur, die Sonne, der Herbst, Ihr hier und dieses Blog, Yoga, das Kino, etc.,
aber es gibt durchaus auch einiges, was mich sehr traurig macht, und dank meiner neuerworbenen Gefühlsschwemme vergeht kein Tag, an dem ich nicht weinen muß, aber ich empfinde das inzwischen als gesünder als wenn ich es runterschlucken würde.
Und auch wenn vielleicht einige Menschen meinen, ich würde als derzeitige Langzeitarbeitslose nichts leisten, so weiß ich doch eigentlich selbst schon, daß ich (mit meiner persönlichen Geschichte und mit meinen Anlagen) stolz auf mich sein kann, und auch froh, daß ich lebe, und daß ich nicht aufgebe, daß ich weiterhin Hoffnung habe, und mich selbst nicht hängen lasse.
Hätte auch anders kommen können, ganz anders....!
Euch Allen nun noch einen Schönen Abend und eine Gute Nacht!
:-)
Das ist das mit dem Hochsensibel sein, und in der letzten Zeit habe ich das Gefühl, es wird immer, immer stärker.
Dabei passiert nichts Großartiges, Weltbewegend nur in dem Sinne, daß sich meine kleine Welt bewegt, was so gut wie niemand sonst wirklich mitbekommt, weil ich nurmehr zu ganz wenigen Menschen darüber spreche, und das aus gutem Grund, denn ich habe das Gefühl, ich werde leider allzu oft und allzu leicht mißverstanden, und das, je mehr ich versuche, zu erklären.
Tatsächlich merke ich langsam, daß ich keine rechte Lust mehr auf Erklärungen und schon gar nicht mehr auf Rechtfertigungen habe, und das Gefühl, mich beweisen zu müssen. Sich beweisen müssen, das setzt einen Maßstab voraus, und wenn dieser von aussen kommt, dann kann es sein, daß man einfach tun kann, was man will, es würde nie genügen.
Es reicht ja zuweilen schon, daß ich selbst selten zufrieden mit mir bin, und ich habe genug damit zu tun, meinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.
Einer dieser Ansprüche war ja, immer alles richtig zu machen, und inwischen merke ich, daß mich genau das mit krank gemacht hat, und ich eigentlich noch immer versuche, mich davon zu erholen, zu genesen und besser mit mir umzugehen.
Oft befürchtet man, genau dann Probleme zu bekommen, und so war es auch oft bei mir.
Zumindest darf ich aber im Moment auch zum Teil mal ganz andere Erfahrungen machen, denn obwohl ich immer wieder am Schwächeln bin, (zur Zeit sind es zusätzlich 2 Tennisarme, was etwas fatal ist, weil ich leider nicht MEHR Arme habe, und es schweineweh tut), bekam ich von meinem Kino signalisiert, daß ich das, WAS ich leisten kann (redaktionelle Arbeit, Internetrecherche, Telefonkontakt) gut mache, und nun habe ich sogar nochmal eine Verlängerung bis Ende des Jahres bekommen. Für mich sehr wichtig, da schon noch im geschützten Raum, aber einen, der mich trotzdem fordert, auch dazu, selbst Grenzen zu setzen und STOP zu sagen, wenn ich nicht weiter kann. Und etwas mehr Zeit, meinen weiterhin bestehenden, gesundheitlichen Beschwerden auf den Grund zu gehen, denn es wird einfach nicht besser, obwohl ich bei mir alles umgekrempelt habe, und nun soll ich mal zu einem Rheumatest.
Denn ich möchte um alles in der Welt vermeiden, arbeitsunfähig erklärt zu werden, und so habe ich einen kleinen Aufschub.
Nun habe ich ja doch mal einiges geschrieben, nicht von allem, doch schon viel vom Drumrum.
Es gibt auch sonst viel Schönes, der Hund, das Nachbarskind, Freundinnen, der Wald, Pilze, überhaupt die Natur, die Sonne, der Herbst, Ihr hier und dieses Blog, Yoga, das Kino, etc.,
aber es gibt durchaus auch einiges, was mich sehr traurig macht, und dank meiner neuerworbenen Gefühlsschwemme vergeht kein Tag, an dem ich nicht weinen muß, aber ich empfinde das inzwischen als gesünder als wenn ich es runterschlucken würde.
Und auch wenn vielleicht einige Menschen meinen, ich würde als derzeitige Langzeitarbeitslose nichts leisten, so weiß ich doch eigentlich selbst schon, daß ich (mit meiner persönlichen Geschichte und mit meinen Anlagen) stolz auf mich sein kann, und auch froh, daß ich lebe, und daß ich nicht aufgebe, daß ich weiterhin Hoffnung habe, und mich selbst nicht hängen lasse.
Hätte auch anders kommen können, ganz anders....!
Euch Allen nun noch einen Schönen Abend und eine Gute Nacht!
:-)
momoseven - 2010/10/04 22:32
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