Die Schonzeit ist vorbei!
Das bisschen Gleichgewicht, welches ich in den letzten Wochen erlangt hatte, zerbröselt gerade zu Staub. Das liegt daran, daß alle Beteiligten des grossen, ewigen Theaters ab morgen wieder vollzählig auf die Bühne zurückkehren, und ich nun schon im Vorfeld meinen Text vergessen habe.
Angst, Herzklopfen, Spannung zum Zerreissen, Überreizung, Depression und kotzübel ist mir auch.
Nichts gelöst habe ich in den letzten Wochen, nur vor mir hergeschoben, wobei ich doch zumindest die eine oder andere neue Strategie entwickelt habe. 2 Stunden bin ich heute morgen mit dem Hund querfeldein gerannt, um nicht wieder komplett in meinem alten Reaktionsschema zu versinken.
Dennoch bin ich im Moment erst mal fassungslos, daß es mich so leicht wieder umhauen kann.
Durch den Wind nennt man das, und der pustet mir im Moment bretthart um die Ohren.
Ich weiss, daß ich dennoch vorwärtsgehe, auch wenn es sich gerade wirklich nicht so anfühlt. Immerhin habe ich zwischendurch Momente, in denen ich mir sagen kann: "Laß es auf Dich zukommen, und vertraue darauf, daß Du richtig reagieren wirst!"
Daran klammere ich mich gerade wie eine Ertrinkende.
Es hört sich in etwa genauso dramatisch an, wie es im Moment in meinem Inneren aussieht. Im Aussen ist gar nichts passiert, noch nicht, aber ALLE Alarmglocken schrillen, und es bedarf keiner hellseherischen Fähigkeiten, um zu wissen, DAß was passieren wird. Ist nur eine Frage der Zeit.
Aber sorgt Euch nicht! Das ist heisse Hysterikerinnenluft, das Schreiben hat mich gerade schon wieder etwas beruhigt. Ein bisschen mehr Vertrauen in mich selbst ist schon da, nur ist die Erinnerung an weniger noch zu frisch, deßhalb diese ganze Vorfeldpanik.
Ist alles nur halb so doppelt!
;-)
momoseven - 2009/10/20 19:15
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Fläzen:
Futtern:
Fischli:
:-)
momoseven - 2009/10/19 17:54
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um diese Zeit fand ich ein
OM auf der Wiese, und dieses Jahr fand ich ein MO:

(Mo ist einer meiner Spitznamen)
Nett, oder?
momoseven - 2009/10/19 16:54
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hatte ich dieser Tage vor, mal in der Zentrale der Wolkenproduzenten anzurufen, um mich zu beschweren, und denen vorzuschlagen, sie sollen mal ein paar Tage Urlaub machen.
Offenbar sind sie von ganz allein drauf gekommen, denn als ich eben noch mal den Hund lüften ging, erwartete mich ein unglaublich schöner, funkelnder Sternenhimmel.
Neumondnächte sind ja bekanntlich besonders dunkel, und draussen auf der Wiese konnte ich meine eigenen Füsse nicht mehr sehen, geschweigen denn, meinen Hund am Ende der Leine, aber dafür ein ehrfurchtgebietendes Firmament mit einer klaren Milchstrasse, einem strahlenden Jupiter, den Pleiaden, und ich konnte bereits die Schultern des Orion sehen, der gerade im Osten aufgeht, und uns durch die kalte Jahreszeit nun jede Nacht begleiten wird.
Gefrorenes Gras, das unter meinen Schritten knirschte, und über mir mein so lange vermisstes Sternengefunkele, und irgendwo im Finstern das vertraute Rascheln meiner kleinen Begleiterin.
Das war wunderbar!
Wie gut, daß ich den Weg auch im Dunkeln kenne.
Riechen konnte ich leider nichts, die Nase (wie im Übrigen auch die Ohren und der Hals) sind derzeit leider noch immer auf Erkältungsbetrieb), aber es war so kalt, daß ich das Erste Mal in diesem Jahr an den Augen fror, und nun bin ich ganz froh, wieder hier zu sein, im Kuschelhorst und so demnächst dann auch in meinem Kuschelbett.
Ich wünsche Euch allen eine wohlige Nacht, und einen guten Start in Eure neue Woche!!!
:-)
momoseven - 2009/10/18 23:10
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wurde gestern im BR mal wieder in voller Länge gewürdigt. Ich sah den Film schon einmal vor vielen Jahren, aber gestern sah ich ihn zum ersten Mal bewusst. Ich weiss, daß auch viele Kritiken um ihn laut geworden sind, und der Film ziemlich verherrlichend ist, aber er hat tief in mir viel angerührt. Dickköpfig, durch nichts zu korrumpieren, und selbst als lebendes Beispiel vorangehend, hat er der Armut und der Einfachheit Würde gegeben, und eine ganze Nation von der Kolonialmacht befreit.
Die Unterdrückung der heutigen Zeit ist subtiler, durch Werbung und die Verlockungen des Konsums werden ganze Völker korrumpiert, und geschwächt, denn es zählt immer mehr der Einzelne, und immer weniger die Gemeinschaft. Der Einzelne wird geschnappt, damit er ja nicht auf die Idee kommt, man könne mit Geld noch etwas anderes machen, als es für Konsumartikel auszugeben.
Die Nachricht, daß Hartz 4 Empfänger nun viele Erleichterungen bekommen sollen, hinterlässt bei mir keine grosse Freude. Sie sollen damit ja hauptsächlich wieder in die endlose Reihe der Konsumenten eingegliedert werden, deren Ideal Besitz ist, und denen eingetrichtert wird, daß sie all das Zeug, was sie kaufen sollen, auch dringend brauchen.
Auf der anderen Seite leiden EINE MILLIARDE Menschen an Hunger, und dieser Widerspruch sprengt mir manchmal das Hirn.
Ich schreibe selten über politische Themen, weil ich wenig bis gar keine Ahnung davon habe, ich erfasse nur manchmal intuitiv diesen Wahnsinn und die darin enthaltenen Widersprüche, und das muss mal raus.
Mich wundert es nicht, daß ich mich permanent so fühle, als sei ich im falschen Film.
Ich finde, die gewalttätigste Institution überhaupt ist die Industriegesellschaft, und es bedarf nicht nur eines, sondern vieler, vieler Menschen des Kalibers eines Ghandi, um den Kurs der Welt zu ändern.
Nachdenklich, heute.
momoseven - 2009/10/18 11:33
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Heute ist Namenstag von Lukas, der Neumond steht in der Waage, die Nieren sollten geschont werden und das Blumengiessen sollte lieber bis morgen warten. Steht zumindest im
Mondkalender.
momoseven - 2009/10/18 11:00
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Soeben fällt auf meine Dachfensterchen ein
Wetterphänomen hernieder, welches eindeutig zur allgemeinen Tagesfarbe passt.
Was für ein Glück, daß ich vorher alle meine Aussengänge erledigt hatte, und bereits wieder in meinem warmen Stübchen sitze, Tee in mich pumpend. Heute schlurcht es weniger, als daß es hustet, ist aber einigermassen erträglich, zumal meine morgendliche Weinerlichkeit nach einem sehr traurigen Traum auch wieder nachgelassen hat. Da traf ich einen Ex-Freund ( ein Mallorquiner, der mir Dutzende grauer Haare verpasst hatte) auf der Strasse wieder, und wir nahmen uns in die Arme und heulten wie die Schlosshunde.
Mit dem Traum kam die Erinnerung an unglückliche Liebe und Herzschmerz, und ich brauchte ein paar Stunden, bis ich mich wieder davon eingekriegt hatte. Puh! Irgendwie bin ich im Moment doch ganz froh, eine Singeline zu sein, auch wenn manchmal eine Schulter fehlt, und noch so einiges mehr.
Das kommt schon wieder irgendwann, spätestens dann, wenn ich es überhaupt nicht mehr vermisse...!
Ich wünsche Euch Allen ein Schönes Wochenende!!!
:-)
momoseven - 2009/10/17 14:40
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Nun hat es mich doch erwischt!
Schon gestern Nacht zitterte ich trotz neuer Fleece-Bettwäsche und Wärmflasche in meinem Bettchen, und heute fühle ich mich einfach wie ein warmer Waschlappen mit Stacheln im Hals, und einem bunten Ballon anstatt Kopf, (Wobei mir schon bewusst ist, daß ein Waschlappen weder Hals noch Kopf hat...)
Gerade eben stolperte ich ins Dorf, um meinen neuen Bürgerausweis abzuholen, mit dem ich als Hartz 4-Empfängerin bei einigen Stellen Ermässigung bekomme (Stadtbibliothek, Schwimmbad etc.), und da merkte ich, daß sich meine Beine in Pudding verwandelt haben.
Hm. Vielleicht hätte ich gestern Nacht doch nicht noch mal mit dem Hund rausgehen sollen...!
An meiner derzeit guten Laune hat das zum Glück nichts geändert.
Ich habe es warm in meinem Adlerhorst, ich habe ein gutes Buch am Start ( Walter Moers, Die Stadt der träumenden Bücher), der Kühlschrank ist voll, die Badewanne wartet schon und mein Hund scheint auch zufrieden, und Termine habe ich derzeit sowieso keine. Nachher wird noch die Teepumpe angeschmissen, und ordentlich durchgespült.
:-)
momoseven - 2009/10/16 10:38
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hat es ja echt in sich!
Von den subtropischen Temperaturen der vorletzten Woche zu einem Eiseskälteeinbruch mit echter Polarluft alles drin, plus Regen und Gewitter und in einigen Gebieten sogar Schnee.
Da wundert es nicht, wenn gerade soviele Menschen mit Erkältungen rumlaufen.
Ich bin zum Glück bisher davon verschont geblieben, bis auf ein leichtes Kratzen im Hals, und bin jeden Tag mit meinem kleinen Hund tapfer durch die Wiesen gestapft.
Da ich weiss, daß viele unter Euch aus Zeitmangel oder anderen Gründen nicht die Gelegenheit haben, herauszukommen, habe ich Euch wieder eine kleine Galerie zusammengestellt, mit meinen schönsten Augenblicken, für Euch auf meinem magischen Auge festgehalten:
Wohl einer der letzten Momente dieses wunderschönen Schmetterlings, der minutenlang, offensichtlich schon geschwächt, stillhielt, damit ich seine Schönheit zumindest fotografisch festhalten konnte

Da war wieder der mit dem roten Farbtopf unterwegs...

ein errötetes Glotzblatt zurücklassend

die letzten Pilze treffen sich zum Plausch

und endlich habe ich mal das Goldfischpaar im Teich erwischt

die Affentreter sind wieder unterwegs

um im Wald

und auf der Wiese
nach hübschen kleinen Details zu suchen:

wie eine Katze mit Durchblick
oder das seltene Ohreneichhörnchen
und natürlich die allgegenwärtigen, wunderschönen Wiesenjuwelen
die sich nun langsam in ihre kristalline Form verwandeln
Zeit, es sich Zuhause so richtig gemütlich zu machen
und sich für auswärtige Unernehmungen in meinen roten Kuschelschal zu hüllen
Haltet euch schön warm, macht´s Euch gemütlich und vergesst nicht ganz, daß auch die kalte Jahreszeit viele schöne Seiten hat.
:-)
momoseven - 2009/10/15 11:03
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Das Gruschteln und Wurschteln und Umräumen hat mich einige bereits länger vermisste Fotos wiederfinden lassen, was bei nichtdigitalen Fotos und meiner Menge an Gruscht und meiner grossen Begabung für Unordnung schon mal vorkommen kann.
(Wieder Sorry wegen der schlechteren Abfotografierqualität)
Mein Mini-Mausezahn, ca. 3 Monate alt
da hatte sie noch richtige Schlappöhrchen

die sich erst im Laufe der Zeit

so ca. während eines Jahres
genau wie ihre Körpergrösse

zu einer echten Hundini in Fuchsgrösse mit Fledermausohren entwickelten
Später drückten diese Ohren meistens Gemütsbewegungen wie keine gute Laune
schlechte Laune,
extrem ganz arg schlechte Laune
und auch Unwillen aus (Sie ist sehr wasserscheu!)
Im Moment kratzt es sie wenig, daß ich mir hier gerade einen Ast ablache...

Meine wundervolle Mausebacke!!!
Wir hatten schon immer
viel Spass miteinander!
Der hier war übrigens mein erster Hund:
:-)
momoseven - 2009/10/13 17:08
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In der letzten Woche war ich praktisch allein. Bis auf gelegentliche kurze Kontakte mit meinen Vermietern, die immer mal anfragen, wie es mir geht, und kleine Pläusche mit Hundebesitzern habe ich mit niemandem gesprochen, habe niemanden gesehen.
Und das hat mir eigentlich sehr gut getan.
Nach diesem ganzen Hin-und Hergependel der letzten Wochen, war mein Kopf erst ganz voll, und dann ganz leer. Daß der Kopf voll ist, das kenne ich ja zur Genüge, daß er leer ist, das ist für mich eher ungewohnt. Ich habe es für mich mit dem intensiven Erlernen einer Fremdsprache vor Ort verglichen, wie ich es mit dem Spanischen erlebt habe. Wenn man soweit in die Sprache eingestiegen ist, beginnt man, auch in der Fremdsprache denken zu wollen. Da man noch nicht soviel weiss, daß man "flüssig" denken kann, gerät man in einen seltsamen Zustand, in dem man nicht mehr richtig auf Deutsch, und noch nicht richtig in der neuen Fremdsprache denken kann, und es fühlt sich an, als sei der Kopf leer.
So ähnlich fühlt sich das im Moment bei mir an. Durch meinen bewussten, innerlichen Rückzug von bestimmten Leuten, die mich vorher sehr beschäftigt hatten, und Ursache vielen Grübelns waren, ist neuer, freier Raum in meinem Hirn entstanden, der sich erst nach und nach mit den neuen Inhalten, die ich gerade entwickle, füllt.
Die neuen Inhalte, das ist meine eigene, innere Stimme, die ich früher fast nicht hören konnte, weil alles übertönt war von den Stimmen derer, die mir sagen wollten, was ich zu tun, wie ich zu denken und zu fühlen hätte.
Ein netter Blognachbar hat das neulich in einem Kommentar ganz ähnlich beschrieben, und mir damit auch den Impuls gegeben, mir mal die Zeit und den Raum zu lassen, auf mich selber zu lauschen.
Eine andere liebe Nachbarin hat mir eine neue Arbeitsgrundlage geliefert, die mir hilft, mich selbst besser zu verstehen.
In den letzten Tagen saß ich oft herum, und wunderte mich über diese innere Leere, am Anfang fand ich es eher beängstigend, dann begann ich, diese Ruhe zu geniessen, und mich darüber endlich etwas zu entspannen. Gleichzeitig wurde eine Menge Energie frei, die mich ruhelos werden liess (was den angenehmen Nebeneffekt hatte, daß ich in meiner Wohnung weiterarbeitete, und sehr viel mit dem Hund unterwegs war, soweit meine Schmerzen es zuliessen).
Noch immer warte ich auf den Befund des Tropeninstitutes, der sich aufgrund eines Urlaubs des zuständigen Arztes verspätet. Inzwischen sind neue Symptome aufgetreten, und ich habe auch einen Verdacht, aber damit warte ich jetzt, bis der Bericht kommt, will mich nicht zuviel damit beschäftigen, solange keine Klarheit herrscht, und mich lieber auf andere Dinge konzentrieren.
Alles in allem fühle ich mich weniger machtlos als vorher.
Ich bin auf einem guten Weg, das weiss ich, und mache weiter meine kleinen Schrittchen, und lasse mich nicht mehr so durch die Ungeduld anderer Menschen aus dem Tritt bringen.
Einen Schönen Tag wünsche ich Euch!
:-)
momoseven - 2009/10/13 09:39
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Sehr verklärte Rahmen und Sperren, das Kletter:
Die Nonne liess sich an diesen Plagen eher schlicht kicken, auf Schlund des von Rosten aufschwommenen Erbskletters, welches auch die besten Feste des schwerlichen Kommers verwurgelte.
Die Rempeltastatur fiel von runter auf ganz runter, und wollte bis zum heutigen Plag nicht wieder aufstehen.
Binde (Schwark von Müden bis mittelwach von Orden) können in der Pracht aufmöbeln, verwischt von verlegentlichen Degenhauern, gegen Sorgen kann aber sogar die Nonne wieder aufkommen.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Schlusstag, und eine ruhmvolle Pracht!
momoseven - 2009/10/12 11:48
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