Feste Feiern
Früher habe ich ja immer in Kleinstbetrieben gearbeitet, und kannte so etwas wie eine Betriebsfeier gar nicht. Da hat man höchstens vor dem Urlaub mal ein Gläschen Sekt miteinander getrunken.
Bei uns im Kino lerne ich das jetzt mal richtig kennen. Schon letztes Jahr wurden wir alle in die nächste Stadt verfrachtet, dort besuchten wir zunächst das dortige Kommunale Kino und wurden dann bei einem chinesischem Buffet mit dem Beamer fotografisch durch´s vergangene Arbeitsjahr geführt.
Dieses Jahr nun blieben wir in unserer Stadt, bekamen aber dafür einen interessanten Blick hinter die Kulissen des größten Kinos bei uns. Dagegen sind unsere Räumlichkeiten winzig (dafür ist die Lage sehr schön!).
Ziemlich frappiert war ich über diese Sache mit den 3-D-Brillen.
Als "Avatar" herauskam, kaufte ich mir eine solche, im Vertrauen, daß ich die nun fürderhin weiterbenutzen könne. Inzwischen hat sich aber die Technik wieder "verfeinert", was bedeutet, daß man sich jetzt wieder neue Brillen kaufen muss. Auf meine Frage an den Kinoleiter, ob man nicht die alten Brillen zurückgerufen hat, um sie wiederzuverwerten, oder versucht hat, die neuen Brillen nur zu verleihen, und danach zu reinigen, bekam ich die Antwort, das wäre viel zu umständlich, und da hätte man ja extra Arbeitskräfte einstellen müssen. Was bedeutet, daß für den Profit wieder einmal Berge von nicht kompostierbarem Müll entstanden sind, aus einem Rohstoff, der uns demnächst ausgeht, was man lieber in Kauf nimmt, als ein paar mehr Arbeitsplätze zu schaffen, für jene, denen man vorwirft, sie lägen dem Staat nur auf der Tasche. Der Kinofred konnte ja direkt auch nichts dafür, muss er doch einer großen Kinokette Rechenschaft ablegen, aber mir ging da irgendwie das Messer in der Tasche auf...
Nach diesem nachdenklich machenden Ausflug in die große Unterhaltungsindustrie waren wir alle in den Kellersaal einer, mit dem Kino eng verbundenen Kneipe geladen. Dort steht nämlich unsere alte Digital-Anlage, und kommt 2x im Monat mit speziellen Filmen zum Einsatz. Gestern aber stand da ein überaus rundlicher Koch, der uns ein WAHNSINNS-Buffet vorbereitet hatte, mit Kokossüppchen, verschiedenen Klößchens und Teigtäschchens mit Sößchens, Qichenen, Salaten und einem 2-gängigem Desert aus einer sensationellen Zimtmousse mit Pflaumenkomplott und einem Epos von einer Creme Bruléé. Ausserdem gab es Getränke satt und Geschenke aus einem großen Schrottwichtelsack (die nachher fleissig getauscht wurden), einen gebeamten Jahresrückblick, Gruppenfotos, Karaoke, bei dem wir uns heiser sangen und viele, viele nette Gespräche. Das Ganze ging dann ungefühlt flugs bis halb Eins, und um halb Zwei schlief ich endlich ein, und mit Unterbrechung (GRR;-) bis morgens, um wieder an meinem Platz im Büro zu sitzen.
Auch wenn unser kleines Kino wie alle Betriebe schauen muss, wie es überleben kann, und wie ein richtiges Geschäft funktionieren muss, so ist es doch ein zutiefst menschliches Umfeld (nicht zuletzt, weil die Menschlichkeit von ganz "oben" verwirklicht und vorgelebt wird), in dem so viele verschiedene Menschen Platz finden können, auch solche, die es zuvor in ihrem Leben nicht so gut geschafft haben, Fuß zu fassen.
Ich für meinen Teil freue mich wirklich sehr, ein Teil davon zu sein!!!
:-)))
Bei uns im Kino lerne ich das jetzt mal richtig kennen. Schon letztes Jahr wurden wir alle in die nächste Stadt verfrachtet, dort besuchten wir zunächst das dortige Kommunale Kino und wurden dann bei einem chinesischem Buffet mit dem Beamer fotografisch durch´s vergangene Arbeitsjahr geführt.
Dieses Jahr nun blieben wir in unserer Stadt, bekamen aber dafür einen interessanten Blick hinter die Kulissen des größten Kinos bei uns. Dagegen sind unsere Räumlichkeiten winzig (dafür ist die Lage sehr schön!).
Ziemlich frappiert war ich über diese Sache mit den 3-D-Brillen.
Als "Avatar" herauskam, kaufte ich mir eine solche, im Vertrauen, daß ich die nun fürderhin weiterbenutzen könne. Inzwischen hat sich aber die Technik wieder "verfeinert", was bedeutet, daß man sich jetzt wieder neue Brillen kaufen muss. Auf meine Frage an den Kinoleiter, ob man nicht die alten Brillen zurückgerufen hat, um sie wiederzuverwerten, oder versucht hat, die neuen Brillen nur zu verleihen, und danach zu reinigen, bekam ich die Antwort, das wäre viel zu umständlich, und da hätte man ja extra Arbeitskräfte einstellen müssen. Was bedeutet, daß für den Profit wieder einmal Berge von nicht kompostierbarem Müll entstanden sind, aus einem Rohstoff, der uns demnächst ausgeht, was man lieber in Kauf nimmt, als ein paar mehr Arbeitsplätze zu schaffen, für jene, denen man vorwirft, sie lägen dem Staat nur auf der Tasche. Der Kinofred konnte ja direkt auch nichts dafür, muss er doch einer großen Kinokette Rechenschaft ablegen, aber mir ging da irgendwie das Messer in der Tasche auf...
Nach diesem nachdenklich machenden Ausflug in die große Unterhaltungsindustrie waren wir alle in den Kellersaal einer, mit dem Kino eng verbundenen Kneipe geladen. Dort steht nämlich unsere alte Digital-Anlage, und kommt 2x im Monat mit speziellen Filmen zum Einsatz. Gestern aber stand da ein überaus rundlicher Koch, der uns ein WAHNSINNS-Buffet vorbereitet hatte, mit Kokossüppchen, verschiedenen Klößchens und Teigtäschchens mit Sößchens, Qichenen, Salaten und einem 2-gängigem Desert aus einer sensationellen Zimtmousse mit Pflaumenkomplott und einem Epos von einer Creme Bruléé. Ausserdem gab es Getränke satt und Geschenke aus einem großen Schrottwichtelsack (die nachher fleissig getauscht wurden), einen gebeamten Jahresrückblick, Gruppenfotos, Karaoke, bei dem wir uns heiser sangen und viele, viele nette Gespräche. Das Ganze ging dann ungefühlt flugs bis halb Eins, und um halb Zwei schlief ich endlich ein, und mit Unterbrechung (GRR;-) bis morgens, um wieder an meinem Platz im Büro zu sitzen.
Auch wenn unser kleines Kino wie alle Betriebe schauen muss, wie es überleben kann, und wie ein richtiges Geschäft funktionieren muss, so ist es doch ein zutiefst menschliches Umfeld (nicht zuletzt, weil die Menschlichkeit von ganz "oben" verwirklicht und vorgelebt wird), in dem so viele verschiedene Menschen Platz finden können, auch solche, die es zuvor in ihrem Leben nicht so gut geschafft haben, Fuß zu fassen.
Ich für meinen Teil freue mich wirklich sehr, ein Teil davon zu sein!!!
:-)))
momoseven - 2011/12/13 22:20
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Nachtgezwitscher - 2011/12/14 21:00
Sowas denke ich mir bei meinem Betrieb / Chef auch... Klopf auf Holz, dass das anhält.
momoseven - 2011/12/14 22:00
scheint, als hättest du so ein feines plätzchen gefunden.
schön... richtig schön!
:-)