Gedanken zum Thema "Freier Wille"

Seit einiger Zeit verfolge ich mit Interesse in unserer Blog-Welt eine sehr interessante und intensive, bisher fast ausschliesslich männlich geführte Diskussion über den freien Willen, bei der ich aus diesen oder jenen Gründen nicht weiter mitkommentieren möchte. Doch nun bin ich angeregt, selbst über dieses Thema nachzusinnen, und selbst neugierig, was dabei herauskommt.
Als Frau nähere ich mich diesem Thema eher gefühlsmässig, obwohl ich nicht weiss, ob das jetzt typisch ist.
Ich persönlich für mich glaube schon, daß so etwas wie ein freier Wille existiert, aber ich finde den Begriff selbst etwas unglücklich gewählt, ich würde es eher als "Möglichkeit der freien Entscheidung" bezeichnen. Wenn ein Mensch mit ALLEN Konsequenzen (auch den unbequemen und unangenehmen)begreift, daß er immer die Wahl hat, daß er durch EIGENE Entscheidungen seinem Leben Richtung und Farbe gibt, kann er sich von dem hilflosen Gefühl, eine fremdbestimmte Marionette zu sein, abkoppeln. Ich weiss, daß dies eine grosse Ehrlichkeit vor allem sich selbst gegenüber erfordert, und eine grosse Liebe für sich selbst auch. Die liebevolle Annahme seiner ganz eigenen persönlichen Geschichte, das Bewusstsein der eigenen Einmaligkeit, nicht in Wettbewerb gestellt mit all den anderen, einmaligen Geschichten, sondern eingereiht in deren Vielfalt; man hat, finde ich, schon die Wahl, eine Hölle oder ein Paradies aus seinem Leben zu machen, selbst in sehr schwierigen, schmerzhaften Situationen, die von aussen zu kommen scheinen.
Ich zum Beispiel habe im Moment durchaus das Gefühl, mich, im Rahmen der mir gegebenen Bedingungen, und auch darüber hinaus, frei entscheiden zu können. Ich kann bitter, unglücklich und hoffnungslos sein, oder ich kann versuchen, das Beste aus meiner Situation zu machen. Ich kann mich gegen die Schmerzen wehren, oder ich kann durch sie lernen. Ich kann anderen Leuten das Leben zur Hölle machen, oder ihnen Liebe schenken. Ich kann den ganzen Tag jammern, oder ich kann irgendjemandem eine Freude machen. Ich kann niemandem anderen sagen, was er tun soll, aber ich kann einfach gut zu mir selber sein.
Ich denke oft, mein Leben könnte viel, viel kürzer sein, als ich ahne, und es erscheint mir für mich immer mehr verschwendete Zeit, mich über andere Menschen aufzuregen. Ich habe mich dafür entschieden, es nicht zu tun, vielleicht auch nur aus dem eitlen Wunsch, in guter Erinnerung zu bleiben, wenn ich gehen muss.
Der freie Wille, den ich immer in mir spürte, mein Eigensinn, hat mich in meinem Leben zu vielen wunderbaren Orten geführt, zu vielen Überraschungen, zu bereichernden Erfahrungen, zu bewundernswerten Menschen. Die Zwänge und Beschränkungen in meinem Leben sehe ich als Lernaufgabe, als Herausforderung, als Wachstumschancen, für die ich dankbar bin, ebenso wie für all die phantastischen Möglichkeiten, die mir mein Leben immer wieder angeboten hat. Es ist meine Entscheidung, dankbar dafür zu sein, und mich im Gegenzug immer zu bemühen, mein Bestes zu geben.
Der freie Wille ist für mich wie ein Muskel, den ich trainieren kann, ein manchmal schmerzhaftes, aber lohnendes Training.
Das Trainingsprogramm kann ich vielleicht nicht frei wählen, da hab ich, wie wohl jeder, meine Vorgaben, die zu akzeptieren für mich der vielleicht schwierigste Schritt war.
Irgendwann sind bei mir die Kerzen umgestellt worden, es ist noch gar nicht so lange her, und seitdem ist das Leben wirklich lebenswert geworden, trotz und gerade im Bewusstsein aller Misstände und Entsetzlichkeiten in unserer Welt.
Meine eigene, kleine, im Grossen sicher unbedeutend wirkende, freie Entscheidung ist, mein Leben mit allem was darin ist, anzunehmen und zu lieben, und diese Liebe weiterzugeben. Ich fühle mich nicht machtlos, sondern reich und beschenkt.

Ich möchte noch mal betonen, daß dies nur meine eigene Sichtweise ist, und ich jedwelcher anderen Sichtweise Respekt zolle!
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Überreizungsphänomene

Ganz seltsam ist das heute. Es begann schon gestern, da war ich wie in Watte gepackt den ganzen nebligen Tag. Ich sehe mich um, und frage mich, wo ich hier eigentlich bin, ich gucke in den Spiegel und erkenne mich nicht. Ein wacher, lebens-und liebeshungriger Geist, gefangen in einem erschöpften, rebellierenden Körper. In Vollzeit damit beschäftigt, aus dem Dschungel zu finden.
Jedenfalls, ein Trick von mir ist, wenn es mir wirklich so richtig dreckig geht, meine Phantasie spielen zu lassen, und mir Menschen vorzustellen, denen es ähnlich geht wie mir. Und dann welche, denen es schlechter geht, wie mir. Mir vorzustellen, wie jemand ganz lieb zu ihnen ist, und dann, wie irgendjemand ganz lieb zu mir ist. Wenn ich mir das eine Weile vorgestellt habe, bin ich zwar todtraurig, aber auch von Liebe und Mitgefühl erfüllt, und damit geht es dann wieder weiter.
In den letzten 2 Tagen haben sich diese Phantasien irgendwie verselbstständigt. Da wieder mal viel zuviel auf einmal passiert, laufen Empfang und Verarbeitung auf Hochtouren, und diese Gleichzeitigkeit von potenzierten Sinneseindrücken hat sich auch meiner Phantasie bemächtigt.
Sicherlich vermischt mit einer guten Portion Empathie, habe ich das so richtig seltsame Gefühl, ich kann in meinem Geist überall auf der Welt sein, überall gleichzeitig, bzw. springend, beamend von Ort zu Ort, Mensch zu Mensch, Situation zu Situation, ich kann es mir vorstellen und kann es fühlen. Und ich kann Freude und Leid fühlen, und all die vielen Abstufungen dazwischen. Ich kann mich zum Teil soweit darin versenken, daß ich riechen und hören kann.
Das hört sich wahrscheinlich ziemlich durchgeknallt an, vielleicht ist es ja langsam soweit mit mir...
Jedenfalls, ich hatte sowas schon öfter, nur diesmal ist es intensiver, bunter, und macht fast richtig Spass, ist jedoch auch ein klein wenig beängstigend.
Da ich mich an meine Träume leider selten erinnern kann, sucht sich mein Geist vielleicht eine Art Ausgleich?

So. Hab mich wieder etwas beruhigt.
Kann heute nicht mal an der Freitagssession teilnehmen, und schaue dafür zu, wie das Imperium zurückschlägt. Immer wieder schön!!!

Möge die Macht mit Euch sein!!!
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Herbsttag

Damit diejenigen unter Euch, die heute nur grau und nass und kalt hatten, auch ein paar schöne Seiten dieses Tages haben können, hier ein paar Impressionen vom Land:

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Man beachte den Raben in der rechten Bildhälfte



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Kennt jemand diesen Pilz???



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Den hier kenn ich. Das ist ein Pimmelpilz!

Und die hier hab ich auch schon mal irgendwo gesehen:

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Kopf hoch, morgen soll das Wetter schon wieder besser werden!
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Die Schlacht in meinem Körper

Trotz meiner wiedergewonnenen Freude an dämlichem Humor,

Der böse Virus und seine Kumpels (händereibend):
HAH! So schnell lassen wir uns hier nicht vertreiben, los Jungs, FESTKRALLEN !!!Denen treten wir in die Eier...!

muß ich gestehen, daß ich im Moment ein jämmerliches Bündelchen Angst bin, das sich schier die Seele aus dem Hals hustet. Wieder und wieder muss ich mich in solchen Momenten der Angst stellen, die immer dann besonders gern kommt, wenn ich mich so schwach fühle und so starke Schmerzen habe, dann höre ich wieder das leise Flüstern des Todes, das leise Rascheln seiner schwarzen Kutte an meiner linken Schulter, sein so begehrliches Freundschaftsangebot.
Ich glaube, wenn ich wirklich leben will, muß ich mich an ihn da, an meiner linken Schulter, gewöhnen, denn er wird mir keine Ruhe lassen , ist ja schliesslich sein Job!
Ja, ich glaube, es wirklich eine Frage der Sichtweise, und ich habe gerade Zeit und Gelegenheit, verschiedene Sichten auszuprobieren.
Wenn ich an all die Menschen denke, die gerade JETZT völlig hoffnungslos und allein in einem Krankenhausbett liegen, und im Leben nichts mehr als Leiden und Schmerzen vor sich haben, dann bin ich einfach nur dankbar, daß ich da noch nicht bin. Selbst, wenn meine Hoffnung in manchen Momenten schwächelt,

HOFFNUNG: Boa, echt, was ist das denn für eine miese Arbeitsstelle hier, 1 1/2 Jahre Full Power, ey Leute, ich brauche mal Urlaub.....


und selbst, wenn mich derzeit jedesmal der Schlag trifft, wenn ich in den Spiegel schaue, und ich mich in den schlimmeren Zeiten nicht mal mehr an meinen Augen erkennen kann,
kann ich sagen, daß ich ganz viel Gück habe, denn ich darf warm und kuschelig auf meinem Sofa sitzen, und habe viele Möglichkeiten, mich kreativ zu beschäftigen, und muss dafür nur ein Paar Fingerchen krumm machen. Ich soll jeden Tag in meiner Praxis anrufen und berichten, und die sind wirklich sehr nett, und beruhigen mich ein bisschen. Es scheint aber eine wirklich schlimme Infektion zu sein, da diese Erstverschlimmerung bei mir ziemlich extrem verläuft, und noch gar keine Besserung eingetreten ist.

Der böse Virus und seine Kumpels: Loooooos, Schutzschirme aktivieren, alle schön auf Eurem Posten bleiben, wenn sie Krieg wollen, können sie ihn haben!!!!
Grosshirn: Looooooos, Ataaaaaaackeeeee! Der Feind hat unseren Angriff entdeckt, haut rein, Jungs, jetzt keine Müdigkeit vorschützen, keine Sorge, die Wirtin sitzt eh schon, AAAAAUUUUUUF SIEEEEEEEEEE MIT GEBRÜLL!!!

Und das mir als Pazifistin!

Doch ich sag Euch was: So wie es jetzt ist, ist es viel besser als vorher! Diesem Feind kann man leichter ins Auge blicken, als dem verschleierten, schuldbeladenen Schatten einer psycho-somatischen Erkrankung, selbst wenn auch er letztlich ein Abgesandter meiner eigenen Seele ist.

Mone an Grosshirn (Bitte an alle weiterleiten): Order von ganz oben, die Sache hat oberste Priorität, ich wiederhole, OBERSTE PRIORITÄT, konzentriert Euch, nicht aufgeben, Jungs, ihr habt meine volle moralische Unterstützung. Alle sekundären Systeme ausschalten und alle Energiereserven auf Eure Aufgaben lenken, ich komme hier oben schon klar...
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Momentaufnahme

Grosshirn an Nerven: O.K. Jungs, gut gemacht, jetzt die Intensität in den Synapsen bitte langsam drosseln, sonst klappt uns unsere Wirtin noch zusammen, und das wollen wir doch alle nicht, oder?
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Zahlenmagie vom Tage

Hui, heute ist mein 100. Tag in diesem Weblog, und lustigerweise habe ich bis genau jetzt 100 Beiträge geschrieben, dies hier ist Nr. 101! Ich habe 98 Bilder gepostet und 294 mal wurde kommentiert (wobei da viel Senf von mir dabei ist).
Ich bin selbst überrascht, daß laut der von mir erst kürzlich entdeckten Counter-Statistik doch recht viele Leute hier reinlesen. Freut mich natürlich ungemein, zumal ich wirklich gerne schreibe.
Weiss natürlich, daß diese Statistik nichts darüber aussagt, wieviele Leute mich doof finden, aber darum geht es mir eigentlich auch nicht.
Was ich schreibe, kommt direkt aus meinem Herzen.
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Mone´s Katzengeschichten

Jetzt wo ich schon dabei bin, kann ich Euch ja mal auf eine Reise in meine Katzenwelt mitnehmen. Bei der Durchsicht meiner Foto´s hab ich mich selbst wieder ein bisschen erinnert, was ich in meinem Leben schon alles mit Katzen erlebt habe, und da sind viele Lustige Sachen dabei, aber auch traurige.
Das Beste war dieser Wurf von 6 kleinen, völlig bunten Katzen, die eine verzweifelte Katzenmutter in einen alten Stall auf meiner Finca gelegt hat.

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Lea, Padme, Lisa, Lilou, Frodo und Daphne!

Ich fand sie, als sie ca.2 Wochen alt waren, die Mutter hatte sie verlassen, aber 2 halbwilde Kater (Ernie und Bert) schienen auf sie aufzupassen. Daß beide Kater waren, fand ich erst raus, als ich sie zum Sterilisieren brachte, ich dachte nämlich, es sei ein Päärchen, und ich hatte keine Mutter gesehen, die war wahrscheinlich wild und hat sie nach 2 Wochen nicht mehr säugen wollen. So musste ich die, wahnsinnig gefährliche, Raubtierfütterung selbst übernehmen:

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2x am Tag die Schlacht am kalten Buffet. Schade, daß Ihr das Gemaunze und Geknurre aus 6 kleinen Katzenkehlen nicht hören könnt!

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Jedes Einzelne hatte einen ganz eigenen Charakter, aber am Anfang hingen sie meistens in einem Haufen zusammen.

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Die kleine Padme war von Anfang an menschenfreundlich,

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und schlief von Anfang an gerne auf dem Stuhl neben der Tür,

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aber auch mal gern einfach auf Jemandes Schuh...


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während die kleine Lea gerne auf dem Türstopper döste...

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oder mit Lisa genau da einschlief, wo sie gerade noch wild gespielt hatten.

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Ihr könnt sehen, ich hatte jede Menge Spass...

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und es gab immer...
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eine Handvoll Katze zum Kraulen!


FORTSETZUNG FOLGT!
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Guten-Morgen- Katzenkind

Weil´s so schön war, gleich noch eins!
Ganz wach war die kleine Elsa da noch nicht.



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Gute-Nacht-Katzenkinderhaufen

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Na los, Mone, geh pennen und mach endlich das Licht aus!!!

Naaaa guuuuut!

Schlaft schön, Ihr alle!!!
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Momentaufnahme

Heute habe ich ein neues Wort gelernt, und auch gleich am eigenen Leib erfahren.
Es heisst: Erstverschlimmerung bei Behandlung mit Homöopatie.
Hübsch, nicht?
Es soll bedeuten, daß es einem noch mal ganz schlecht gehen kann, bevor es einem besser geht. Es ist sogar ein gutes Zeichen, wenn es einem erst mal schlechter geht, also bin ich gerade guter Hoffnung, denn nach meinem ersten Behandlungstag kann ich nurmehr kriechen. Bin gestochen, und mit Photonen und mit Rotlicht bestrahlt, mit Infusionen und Wasser abgefüllt und knacksend eingerichtet worden heute, und habe im Moment nichts als meine Zuversicht und meinen guten Glauben, daß es mir tatsächlich auch mal wieder besser gehen könnte. Immerhin sind es dieselben Symptome wie immer, die gerade verstärkt rüberkommen, was auch ein gutes Zeichen dafür sein soll, daß es die richtige Medikation ist.
Man kann sich immer viel einbilden, aber ich meine zu spüren, wie es in meinem Körper jetzt arbeitet, und ich versuche es mir auch bildlich vorzustellen, was möglicherweise auch zur Heilung beitragen kann.
Ungefähr so:
Grosshirn an ALLE: Hey, Jungs, da kommt neuer Stoff!
ALLE: Oh, prima, ökologische Borrelienrausekelplörre, beste Qualität, prima, damit kann man doch mal ganz anders arbeiten, als mit dem ganzen Chemie-Scheiss! Also Chef, wie packen wir´s an?
Grosshirn: Hm, mal sehen,(Grübel), O.K., ich hab´s!
Grosshirn an Nerven: So Jungs, nun legt noch mal einen Zahn zu, hier gibt´s bald neue Info´s zum Weiterleiten, pustet noch mal die Rohre ordentlich durch, damit sie schön sauber sind.
e.t.c, e.t.c.......

Der gute Otto Walkes hätte sicher seine Freunde daran, wenn er wüsste, daß seine Witze immer noch gerissen werden.

Und schon kann ich wieder lachen!
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Bunt, Bunter, Buntest !!!

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Unendliche Weiten...

Jetzt hat es sich was mit dem Gejammere um zu wenig Speicherplatz!
Trotz aller lieben Tips von freundlichen Mitbloggern bräuchte ich zu deren Verwirklichung einen wesentlich klareren Kopf, als ich ihn derzeit habe, und mehr Zeit, die mich von meinem ungeheuren Schreibbedürfniss wegziehen würde, und das ist es doch, was mich derzeit irgendwie immer weiterträgt, also hab ich mich hier einfach mal fest eingemietet, und hab jetzt einen RIESEN-Raum, an dessen Wände ich Zettelchen und Bilder hängen kann, und Ihr auch. Ist das nicht schön?
Als ich das vor 98 Tagen angefangen habe, hätte ich nicht gedacht, was ich da Schönes für mich angefangen habe.
Und ich hätte nicht gedacht, daß so viel aus mir herauswill, daß ich einiges zu sagen habe, und teilen möchte, woran ich alleine platzen würde. Ich hätte nie geglaubt, daß schreiben so glücklich machen kann.
Hihi!
Also, auf zu den Sternen!!!
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Test

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Schreiben gegen das Würgen

Es ist ein seltsames, menschliches Phänomen, daß es mit der Geduld vorbei ist, je näher ein ersehntes Ereigniss rückt. Ein ferner, fast unerreichbarer Wunsch mobilisiert die heilenden Kräfte der Geduld, der stillen Zuversicht, des Wartenkönnens, doch je näher, je realer, je sicherer die Erfüllung eines Wunsches in Reichweite kommt, desto quälender wird plötzlich das Dasein, und desto stärker brechen alle Mankos, alle Sehnsüchte, alle Enttäuschungen, alle Bitterniss und Wut, alle ungelebten, weil auf das Gleis der sich mühsam erkämpften Demut geschobenen, dringenden Wünsche, wieder über einen herein.
Man spürt, daß das Leben einen wieder in seine Mitte ziehen will, und gerät in Panik. Man hatte sich in einen einigermassen kuscheligen Platz inmitten Leid und Schmerz eingeschaukelt, man hat sich daran gewöhnt, damit so gut wie allein zu sein, man fand das irgendwann fast normal, man war sogar stolz, so gut damit fertigwerden zu können, und plötzlich, wo man zu ahnen beginnt, was für eine Freiheit einen da draussen erwartet, wo man sich erinnert, wie es ist, sich gesund fühlen zu können, steigt plötzlich eine unglaubliche Wut hoch, weil einem plötzlich klar wird, daß man hätte wesentlich weniger leiden müssen, hätte man ein paar mehr mitfühlende Menschen an seiner Seite gehabt.
Dieses Hätte-Hätte-Wenn ist an sich ein müßig Ding, und ich empfinde es auch als völlig unnötig, irgendjemandem konkret im Nachhinein irgendwelche Vorwürfe zu machen,
was ich damit sagen will, ist, daß mich diese 1 1/2 Jahre (und es ist noch nicht vorbei!), von Grund auf verändert und für den weiteren Rest meines Lebens geprägt haben. Meine Sicht der Dinge hat sich verändert, vertieft, vereinfacht, verkompliziert, Gedankenlosigkeit hat sich in Verständniss verwandelt, Ahnungen in Gewissheiten, Realität ist in eine andere Dimension eingetreten.
Ich werde nie mehr wegsehen können, wenn jemand leidet. Ich werde viel, viel dankbarer für Gesundheit sein, als zuvor, aber ich werde mich nie wieder unsterblich fühlen.
In dem, was mir selbst in der langen Zeit des Krankseins so sehr gefehlt hat, kann ich sehen, was uns allen fehlt, was wir alle so nötig brauchen, was uns das Leben und unsere eigene Realität leichter machen könnte, wenn alle nur ein bißchen über ihren Tellerrand lugen könnten.
Über meine Wut, meine Bitterkeit und Enttäuschung muss ich selber hinwegkommen, ich tue es gerade: Das Schreiben tut mir gut!
Ich habe eine so lange Zeit fast alle meine Wünsche unterdrückt, sogar zum Teil aufgegeben, ich habe meine Gefühle kontrolliert, betäubt, verloren, gemässigt, und nun kommen sie alle wieder, alle auf einmal, wie das bei mir halt so üblich ist.
Mone kommt mal wieder in eine Überreizung.
Die Energie, die ich für die Erhaltung eines einigermassen erträglichen seelischen und mentalen Zustands, die Bewahrung meiner Contenance und der Verteidigung meiner eigenen Wahrnehmung aufbringen musste, wird jetzt frei, ich merke es an der steigenden Intensität meiner Schönheitswahrnehmung, es ist, als hätte ich in mir plötzlich noch mehr Platz für die Schönheit gewonnen, mehr Speicherplatz, und als seien meine Rezeptoren feiner geworden, nachdem die von altem Müll gereinigt worden sind, und der Himmel hat mir diesen Herbst geschickt, damit seine Schönheit mich heile.
Und da draussen so schön die Sonne scheint, und ich mich wieder ein bisschen ins Gleichgewicht geschrieben habe, schnapp ich jetzt mich, Brasky, und mein magisches Auge, und gehe in Schönheit.

Euch einen sonnigen Sonntag!!!
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WG-Logbuch

Derzeit ist hier alles etwas durcheinander geraten (Haha, noch mehr?).
Nein, ich rede nicht von der Küche, die ist eh immer durcheinander, sondern von dem gewohnten Wochenablauf mit dem kulinarisch-musikalischen Freitagabend. In den letzten Wochen fiel auf, daß Donnerstagabend alle schon so von der Woche geschafft sind, daß sie sich lechzend hier einfinden, und sofort am Bass, am Schlagzeug, am Piano oder an der Gitarre kleben, und stundenlang nicht mehr davon wegzubewegen sind, höchstens durch Tauschhandel. Das ist zwar generell so hier, sobald Leute da sind, wird auch gejammt, und da fast immer Leute da sind, wird auch fast immer gejammt, aber psychologisch fühlten sich diese Woche alle am Donnerstag schon wie Freitag, weil dieser Freitag ein Feiertag war, niemand wusste, wer eigentlich mit Kochen dran wäre, und als der ermittelt wurde, war es schon zu spät zum Einkaufen. Also wurde am Freitagabend, nach gemeinsamer, sehr produktiv verlaufender und relativ rasch beendeter Diskussion feierlich bei unserem Lieblingspizzaversand eine Party-Pizza bestellt, wobei die Einigung über den Belag der Pizza einer lebendigen Fragestunde in einem überfüllten Kindergarten glich, aber doch überraschend schnell erledigt war, weil alle Kohldampf hatten.
Der Schwede kochte Kaffee, und die Wartezeit wurde auf´s Feinste verjammt. Die nach einer halben Stunde eingefahrene Pizza war gar nicht mal so lecker, und alle waren sich darüber einig, jedenfalls froh sein zu können, daß der Schwede sie nicht zubereitet hatte.
Da das Verzehren einer, bereits liebevoll in runterschlinggefällige Stücke geschnittenen Pizza kaum meßbare Zeit beansprucht, sassen alle ganz schnell wieder an den Instrumenten, um die Restzeit an, von den Nachbarn gerade noch so tolerierten freitagabendlichen Lärms auch voll auszunutzen, wobei ich auch mal wieder meine Djembe gestreichelt habe.
Leider musste ich gestern ziemlich schnell die Waffen strecken, weil Hustenanfälle mich dauernd aud dem Takt brachten, und mein Kopf die Grösse und Konzistenz eines Medizinballes (die alten, schweren,ledernen..) angenommen hatte.
Da meine Räumlichkeiten der Ort im Haus sind, an dem man die, mit Absicht produzierten, vielfältigen Geräusche, die man aus einem Zimmer voller Musikinstrumente erwarten kann, als Zweitbestes empfangen kann (der beste Ort befindet sich UNTER mir, und man nennt es Tonstudio), muss ich entweder Ohrstöpsel reintun, oder selbst laute Musik machen, was in Anbetracht der eh überstrapazierten Toleranz unserer Nachbarn nicht in Frage kommt.
ABER: Gestern konnte ich endlich meinen Geburtstagsgutschein (Im Juni von der Invasionsystems überreicht) einlösen und meinen First-Class DT 990 PRO-1. Sahne-Kopfhörer mit silberfarbener Samt-Ohrpolsterung entgegennehmen.


Okt08-012


So gut abgedichtet, konnte ich solange das Gefühl, über einer Techno-Disco zu wohnen, vergessen und in eigenen Klangsphären schweben, bis sich die da unten endlich ausgetobt hatten.
Ich wäre lieber bei ihnen gewesen, aber ich hätte alle nur aus dem Takt geniest, und so habe ich dafür das schöne Geschenk genossen!
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Achtung: Neue Bilder!

Frisch ausgetauscht: Neue Eindrücke von einem wunderschönen Herbsttag, zu finden in untenstehender Herbstgalerie!
(Ich weiß, ich weiß,flickr. und so, aber ich denke da oft: Wieso einfach, wenn es auch umständlich geht? Ich glaube, das ist ziemlich typisch für hochsensibel, und wenn ich nicht weiss wie etwas geht, oder keine Zeit habe, es zu lernen, erfinde ich eben schnell etwas, vielleicht bin ich deßhalb immer eine Dilettantin geblieben, weil es so dann auch ganz gut ging...) ;-)))
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Momentaufnahme

Also ich krieg mich grad gar nicht mehr ein, vor lauter Schönheit da draussen, ich hatte das wirklich fast vergessen.
Die Millionen Farbschattierungen von Grün bis Rot, die Wassertropfen, die wie Edelsteine aussehen, und jedes Objekt, das sie bedecken, in einen glitzernden Zaubergegenstand verwandeln. Die scharfgeschnittene Klarheit und würzige Frische der Luft, die Düfte nach Äpfeln, Pilzen, Erde und vermodernden Blättern, nach Verfall und Wandel, das klare und doch melancholische Licht, und das ewig wechselhafte Spiel von Sonne, Wolken und Regen, in einem glücklichen, staunenden Moment in einem Regenbogen vereint.
Ich hatte vergessen, wieviele schöne Geschenke ein waschechter Schwarzwälder Herbst jedes Jahr vorbeibringt.
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Schade, ich habe hier...
Schade, ich habe hier früher oft gelesen und bin gerade...
Geitelde - 2024/12/05 18:19
Ah super, da bin ich...
Ah super, da bin ich beruhigt, vielen Dank :-)!
Rössle - 2018/05/31 19:35
Das kann ich beantworten,...
Das kann ich beantworten, denn ich habe beide Blogs...
NeonWilderness - 2018/05/31 19:32
Ich hoffe du hast mitbekommen,...
Ich hoffe du hast mitbekommen, daß twoday heute seine...
Rössle - 2018/05/31 19:28
Liebe Grüße... :-)
Liebe Grüße... :-)
Thiara - 2016/04/07 09:31
Vielen lieben Dank für...
Vielen lieben Dank für Ihre Worte!
momoseven - 2016/02/07 08:38
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Liebe Momoseven, ich höre aus Ihren Worten die tiefsitzende...
Heinrich.Sch - 2016/02/01 16:50
Herzlichen Dank für Deine...
Herzlichen Dank für Deine Worte. Ja, so ist es, alles...
momoseven - 2016/01/19 23:09
Hey, schön, dass du mal...
Hey, schön, dass du mal wieder ein paar Zeilen zum...
Hoffende - 2016/01/14 02:27
Dankeschön, ebenso :-)
Dankeschön, ebenso :-)
momoseven - 2016/01/07 22:45

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