Momentaufnahme

Noch nicht völlig zurück, doch das graue Zimmer nurmehr in meinem Rücken. Habe mich heute konsequent mit exzessivem körperlichem Nichtstun beschäftigt, (deßhalb hat es leider wieder nicht bis zum Zimmeraufräumen gereicht...), stundenlang in meine Sternkarten und Blattfratzen gestarrt, dazwischen auch mal in die Glotze, den Hund ausgiebig bewegt (sie läuft derzeit in kilometerweiten Kreisen um mich herum, während ich mich in kleinen Kreisen von Blatt zu Blatt schleppe...), und ein schönes Telefonat mit meinen Eltern geführt, und noch ein anderes, eher unerwartetes, aber nicht unangenehmes, und an meinem Schal rumgestrickt. Meine Nieren scheinen von innen wie knallhart aufgeblähte Ballons an die Seiten zu drücken, aber auch das ist heute nicht mehr so quälend, eben, weil ich viel geruht habe, und mich warmgehalten habe, wie ein Ei im Brutkasten.
Und gerade eben noch mal in die Nacht gegangen, und einen Wahnsinns-Sternenhimmel angetroffen, der war da auch gerade zufällig unterwegs, und es war schön, ihn mal wieder zu sehen. Ein gestochen scharfer Beinahe-Halbmond, gerade frisch dem Horizont entstiegen, umtupft von glitzernden Sternen, den Plejaden, der Cassiopeia und dem grossen Bären, die beide den Polarstern umgarnen (das ist der, der immer NORDEN schreit), und sogar gemilchstrasst hat es heute mal wieder, wobei man sie heute umgekehrt genauso für eine Wolkenschliere, eine Dunstschwade, oder einen ausgelaufenen Kondensmilchstreifen hätte halten können.
Schon so frisch, die Nacht, daß ich bereits Handschuhe angezogen habe, was ich die letzten Jahre nie musste, (und eigentlich auch gar nicht leiden kann), und mir eine Ganzgesichts-Wärmemaske wünschte, denn da ist es mir zur Zeit am meisten kalt. Am schlimmsten ist es an den Augen. Der Rest ist flächendeckend vergoretextet, und wasserfest atmungsaktiviert, und fast so kuschelig wie mein Bett. In das selbe werde ich nun wieder willig, oder eher widerwillig einsinken, morgen früh komme ich wieder an den Tropf, und da muss ich fit sein, Haha!
Ich habe die überaus seltsame Empfindung, daß die Zeit gerade beginnt, schneller zu laufen, daß ich mich auf Ereignisse zubewege, auf sie vorbereite, ohne einen Schimmer, auf was genau ich mich eigentlich da vorbereite. Ist letztlich irgendwo egal, Hauptsache, ich bin GUT vorbereitet.
Denn noch immer kann ich nichts wirklich planen.
Stehe noch immer mit beiden Beinen in der Luft.
Das ist der Vorteil eines Schwebezustandes, man kann den Boden unter den Füssen nicht verlieren...

Irgendwo hatte ich wohl auch mal wieder eine kompletten Aussetzer meiner sowieso nicht wirklich engelshaften Geduld,
bin mit vollem WAAAAH-Ich-will-jetzt-aber-JETZT-JETZT-JEEEEETTTZZZTT-Schwung an die Mauer des tatsächlichen, enervierend zähen Zeitverlaufs geknallt, diese So-Kurz-Vor-Dem-Ziel-Panik, so wie man umgekehrt sich monatelang auf eine grosse Reise freut, und kurz vor dem Flug die volle Muffe kriegt.
Die menschliche Psyche ist schon eine seltsame Maschinerie, die Gesetze, nach denen sie funktioniert sind seltsam logisch, aber selten vernünftig.

Huh, genug gefaselt für heute. Muss mal meinen Schlaf suchen gehen, der hat sich wieder irgendwo ganz raffiniert versteckt.
Ich hoffe, Ihr habt den Euren schon gefunden.
E guuuds Nechtle ( wie die Schwaben zu sagen pflegen)
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Mone´s Glotzblattgalerie

Sie lassen mich im Moment nicht mehr los! Einmal den suchenden Blick aktiviert, sehe ich 1000 Gesichter überall, (leider hat dieses Verfahren bei essbaren Pilzen nicht ganz so gut funktioniert).
Ich neige schon immer dazu, überall Gesichter zu sehen, wo keine sein sollten, im Feuer, in Badezimmerkacheln, in Wolken und in Schatten. Als Kind gruselte ich mich deswegen oft sehr, das Mondlicht warf Monster auf den Teppich vor meinem Bett, die mich dann in meinen Träumen verfolgten.
Ich habe Teufel und Engel gesehen, und immer wieder ein Kindergesicht im Feuer.
Vielleicht ist meine derzeitige Manie eine Aufarbeitung dieses seltsamen Sinnes. In der Menge an Gesichtern, die mir im Moment entgegenblicken, lachen mich doch recht viele an, oder bringen mich zum Lachen, und das relativiert ein wenig die, nach wie vor, erscheinenden Monsterfratzen, die traurigen und unglücklichen Antlitze, die seltsam anrührenden Ausdrücke.
Hier noch mal eine kleine Auswahl:

16-10-08-074
Ein Brennesselgespenst


16-10-08-079
Und ein anderer Blattgeist.

16-10-08-071
Ein freundliches Blatt!

18-10-08-101
Verschleierte Schönheit mit zweifarbigen Augen!


16-10-08-016
Verschmitzt...


16-10-08-047
Verdutzt...


16-10-08-093
oder traurig...


16-10-08-082
lamentierend.


18-10-08-051
Ein verdatterter Blattling...


16-10-08-096
und eine scheue, zarte Schönheit.


18-10-08-048
Und worauf warten diese traurigen Herrschaften?


17-10-08-049
Vielleicht auf eine biologische Eva mit Schweiss auf der Stirne?


To be continued...
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Im grauen Zimmer

Es war zu spät und ich konnte es nicht mehr verhindern, im grauen Zimmer der Depression zu landen. Es passiert nicht mehr so oft, wie früher. Jetzt fühle ich wenig, bis auf die heissen Schmerzen in meinem Leib, und die depressionsübliche Unbehaglichkeit, Taubheit und Kälte, ein seltsames Summen,gepaart mit der Unfähigkeit, mich bewegen zu wollen oder mich wirklich konzentrieren zu können. Noch nie habe ich direkt, "live" in diesem Zustand hier rein geschrieben, und es kommt mir auch sehr unwirklich vor. Meine Sicht ist irgendwie wie eingeschränkt, und meine Kehle ist wie zugeschnürt von nicht herauskönnendem Weinen. Ich habe das Gefühl, würde ich mich bewegen, würde alles aufgewühlt, was in mir brodelt, und vor dem ich in dieses graue Zimmer geflohen bin, und ich würde zerschellen wie ein Glas, daß auf den Boden fällt. Ich weiss vage, daß ich den ganzen Tag Wut und Enttäuschung in mir spürte, und das nicht zulassen wollte/konnte. Wenn es kommt, kann ich es mittlerweile etwas vorher fühlen (die Herolde...), aber ich kann es noch immer nicht aufhalten, wenn es zu stark ist.
Ich bin schlagkaputt, und das wird mir hoffentlich helfen, bald einzuschlafen, mich auszuschalten.
Ich wünsche niemandem dieses ensetzliche Gefühl!
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Sternendepression

Heute morgen bin ich genauso aufgewacht, wie ich gestern eingeschlafen bin, mit starken Schmerzen. Gestern jedoch war ich wohlgemut und wähnte mich hoffnungsvoll auf dem Weg der grossen Besserung, während ich heute wieder mitten in der Krankheit aufgewacht zu sein scheine, verwirrt und ängstlich bin, mich einsam fühle und die Schmerzen kaum ertragen kann. Die Verwirrung und Angst kenne ich auch unabhängig von irgendeinem körperlichen Gebrechen, es sind die Herolde einer Depression, die sich langsam an mich rangeschlichen hat, um jetzt mit Pauken und Trompeten zuzuschlagen.
Da ich das alles schon gut kenne, hab ich mir angewöhnt, mich genau umzuschauen, um zu sehen, welcher Einfluss mir jetzt gerade wieder das Leben schwer machen könnte.
Zuerst gucke ich natürlich erstmal bei mir selber nach, und hätte ich gestern "gelumpt", hätte ich eine Flasche Wein getrunken, oder sonst irgendetwas, in meinem derzeitigen Zustand Unvernünftiges, getan, dann wüsste ich, warum es mir beschissen geht, und würde mich auch nicht beklagen, und auch nicht drüber schreiben.
Aber ich war gestern langweilig brav so wie immer in den letzten Wochen, habe ordentlich und vitaminreich gegessen, bewegte mich viel an der frischen Luft, blieb nachts im Bett, obwohl ich ewig nicht schlafen konnte, hielt mich warm, und versuchte mich mit erbaulicher Lektüre stillzuhalten, Irgendwo in Tibet.
Wenn ich es also nicht selbst verbockt zu haben glaube, gucke ich weiter, und irgendwann lande ich dann immer in meinem Astronomie-Programm. Ich interessiere mich zwar seit geraumer Zeit für Astrologie, bin aber über´s beobachtende Laienstadium noch nicht sehr viel weiter hinausgekommen und habe keine Ahnung über die Bedeutung der Planetenstellungen, und deren Einfluss auf die Lebewesen auf der Erde. Doch in meinem Astro-Programm (Die Beigabe beim Kauf meines Vaters eines fetten Teleskops) bewege ich mich jetzt schon seit einigen Jahren, denn ich gucke einfach gern in die Sterne. Im Laufe der Jahre sind mir dabei gewisse visuelle Gesetzmässigkeiten im Zusammenhang mit meinem Wohlgefühl aufgefallen, nämlich, daß z.B. an den Tagen, an denen mindestens 4 Planeten und die Sonne in einer Linie stehen, ich mich IMMER irgendwie unwohl fühle, und mir dann auch oft auffällt, daß alle Menschen irgendwie nervöser zu sein scheinen. Heute fand ich es bestätigt, gerade stehen nebeneinander, von links nach rechts, in relativ gleichem Abstand : Venus, Mars, Sonne, Merkur und Saturn.
Keine Ahnung, was genau das zu bedeuten hat. Solche hübschen Konstellationen, hübsch, weil sie geradezu geometrisch daher kommen, gibt es 1-2 mal im Jahr, manchmal öfter, manchmal stehen sie lange Zeit zusammen, und verändern sich sehr langsam, manchmal sind sie schon nach ein paar Tagen wieder in Unregelmässigkeit aufgelöst.
Falls es unter den werten Lesern astrologiebewanderte, auskunftsfreudige Zeitgenossen gibt, würde es mich mal sehr interessieren, ob es derzeit möglicherweise tatsächlich astrologisch ablesbare Tatsachen gibt, die solche Gefühle auslösen könnten, um eine Vergleichsmöglichkeit zu gewinnen,
denn wie gesagt, ich selbst beherrsche das System noch viel zu wenig, um daraus lesen zu können.
Diesen oben erwähnten Zusammenhang habe ich selbst schon ca.6 mal bei mir selbst, und anderen beobachtet, in diesen Zeiten war mein Leben und mein Befinden meist stark beinträchtigt, und ich konnte diese Missempfindungen nicht mit meinen sichtbaren Lebenseinflüssen unter einen Hut bringen. Ich bin kein Mensch, der dazu neigt, sein eigenes Elend immer im Aussen zu suchen, eigentlich suche ich gar nicht, was nützte es mir, einen Schuldigen zu finden, weiss ich doch, daß Schuld eine Erfindung des Menschen ist, und kein unbedingtes Naturgesetz.
Ich bin irgendwie sowas wie ein grosser Informationssammelpott, und auch ein Schwingungsempfänger, ob ich das nun will, oder nicht, und die Filterfunktion wurde bei mir damals leider nicht mitgeliefert, oder auch mit Absicht vergessen.
Was mir manchmal echt fehlt, sind Rückmeldungen, vor allem solche, die aus etwas anderem bestehen, als der kategorischen Negation meiner Wahrnehmungen. Ich suche nicht nach Bestätigungen, die mir beweisen, daß ich recht habe, sondern einfach nach Hinweisen, Wegweisern, nach gelegentlichen Hilfestellungen, um mit dem ganzen Kladderadatsch an meiner Backe ein bisschen besser klarzukommen.
Denn es ist wirklich schon auch schön, hochsensibel zu sein, eine Gnade, um genau zu sein, aber manchmal ist es auch der stressigste und einsamste Job auf der Welt. Denn jeder Mensch benötigt von Zeit zu Zeit die Bestätigung seiner Mitmenschen, das Gefühl, nicht allein ausserhalb stehen zu müssen, da bin ich keine Ausnahme. Wenn ich immer besser den Schnabel halten soll, um nicht an bequemen Positionen zu rütteln, verstumme ich irgendwann gegenüber diesen Menschen, wer redet schon gern, wenn ihm überhaupt nicht zugehört wird?
Ohne dieses Weblog wäre ich im letzten halben Jahr verstummt,
und ich glaube schon, daß das Schreiben eine Art Lebensrettungsmassnahme ist, weil mir klar geworden ist, daß ich den Schnabel aufmachen muss, weil ich sonst eingehe.
So. Es geht mir zwar nicht besser, aber ich habe zu meinem Realismus zurückgefunden, und das Vertrauen kehrt zurück, daß schon der nächste Schritt zu einer Besserung führen kann.
Mein nächster Schritt führt mich jetzt erst mal wieder auf die Wiese, Seite an Seite mit befreundeten Menschen und Hunden, alle Schotten aufgeklappt für die allesumfassende Schönheit eines sonnigen Herbsttages.
Euch einen wunderschönen Ebensolchen!!!
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Gesunder Geist in einem kranken Körper

Es geht tatsächlich aufwärts, die Behandlung scheint anzuschlagen, produziert aber nach wie vor Heilkrisen, so wie jetzt eine Echt-Aua-Supergemeine-Nierenbeckenentzündung. Damit hatte es auch angefangen, und vielleicht ist das jetzt das letzte Aufbäumen. Abgesehen von diesen verdammt-Scheisse-so-richtig-ekligen Schmerzen (Sorry, musste mal gesagt werden...), und daß ich wieder am Rande einer Überreizung herumtaumele, Juchuuu, und im Moment eher wie Spucke und Weissbier aussehe, geht´s mir ansonsten gar nicht mal so schlecht. Schlafe besser, habe mehr Energie, aber halt noch keinerlei Reserven. Sitze hier mit meiner Lap-Top-Heizung auf den Schenkeln, Brasky an meine Füsse geschmiert und trinke leckeres Rosensirupschorle.
Heute ist ja auch Freitag, und das WG-Logbuch ist heute hier mit drin. Micha hat jämmerlich schlechten Rindfleisch-Gemüseeintopf verbrochen, wer braucht denn bei dem Wetter schon einen heissen, kräftigen Eintopf? Mir persönlich war er etwas zu verpfeffert, aber ansonsten schön eklig, wie alles, was er zu kochen pflegt.
Hab ein bisschen auf dem Schlagzeug rumgehauen, was seine glückserzeugende Wirkung auf mich nie verfehlt, bin aber heute erschöpft, weil auch auf der Wiese kreuz und quer.
Bin zur Zeit auch wieder extrem emphatisch, das Alkoholfreiprogramm zieht den Nebel zurück und ein Haufen Leute auf einem Haufen ist für mich zur Zeit recht anstrengend. Bin aber immer wieder mal zum Ablachen runter, vorhin diskutierten sie wieder über Pizzabeläge, diesmal jedoch sowas wie
Pizza "Wald" mit Tannennadeln und echten Nacktschnecken...BÖRKS!!!
Na ja, Ihr könnt sehen, wo DAS bei mir herkommt...

Es ist echt verzwickt.
Ich bin ein an sich wahnsinnig geselliger Mensch, ich liebe Menschen einfach, und doch muss ich mich sehr oft total von ihnen befreien, sonst könnte ich nicht in ein Gleichgewicht kommen. Denn manchmal sind meine Wahrnehmungen anderer Emotionen sehr stark, und ich kann auch manchmal die Mauern zwischen Menschen fühlen, und das zu fühlen, macht mich immer traurig. Manchmal denk ich, gerade WEIL ich das fühle, kann ich Türen in die Mauern einbauen, oder Brücken drüber, so daß sich die anderen auch finden können. Sowas wie ein Geheimauftrag.
Agentin Momo7! Unterwegs in verbindender Mission! Freu Dich schneller! Gaaaagackag!!!
Ernst beiseite!
Eigentlich war ich schon immer so, aber früher wurde das eher so interpretiert, daß ich all die anderen Menschen brauche, weil ich nicht alleine klarkomme, und mich selbst bestätigen will. In meiner letzten Therapie haben die mir das erzählt, und sicher ist da ein grosser Teil Wahrheit dabei, denn, klar brauche ich auch andere Menschen, und es macht mich glücklich, sie glücklich zu sehen, aber, so hart das jetzt klingt, ich brauch sie nicht unbedingt für mich. Nicht zwingend. Nicht immer. Ich kann einen Grossteil meiner Zeit auch völlig glücklich und zufrieden allein in einem stillen Haus verbringen, mit Betonung auf still! Ich wäre gern mal 4 Wochen allein auf einer tropischen Insel, aber ich würde mich doch auch immer wieder darüber freuen, mit Menschen nahe zusammenzusein.
Halt so hin-und her,
Party, einsame Hütte, Party in Hütte, Wüste, Wüstenparty, Höhle, Höhlenparty,...heute Abend einsame Hütte, Bitte ! (etc.)

Es hilft alles nichts, mit Ohrstöpseln an der geheizten Matraze horchen ist jetzt das Gebot der Stunde, immerhin habe ich geistig etwas getanzt und gescherzt, das muss für heute reichen.
Na ja, knapp.
(Maul, Maul, immer muss man ins Bett gehen...)

Gute Nacht, Freunde!!!
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Neues von der Wiese

17-10-08-056
Leider kein OM mehr gefunden, dafür dieses Gekrakel...


17-10-08-001
und dieses Gestrichel...


17-10-08-085
Mein Lieblingsbaum ist schon nackig...



17-10-08-075
während Brasky´s Lieblingsbaum noch in voller Frucht steht,


17-10-08-077
die auch ich, und mein Schatten nicht verachten.


16-10-08-054
Bald sind sie alle gefallen,



14-10-08-027
doch sie verbreiten selbst im Sterben noch Schönheit,



14-10-08-039
oder angenehmen Grusel...



16-10-08-061



16-10-08-065
und manchmal grinsen sie einen auch an...



16-10-08-057
oder scheinen sich gemeinsam zu beratschlagen.
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Nochmal OM

17-10-08-117

Diesen Stein hab ich leider nicht so gefunden, sondern bemalt.
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OM

16-10-08-045
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Erkenntnisse(Malwiedernichtschlafenkönn...)

Vor 46 Jahren hat mir meine allerliebste Mutter mein Leben geschenkt.
Vor 11 Jahren hat mir ein Telefonseelsorgepater das Leben gerettet, indem er mich 4 Stunden am Telefon gehalten hat.
In Gabun (Afrika) haben mir Einheimische vor 22 Jahren mein Leben gerettet, indem sie eine schwarze Mamba (supergiftige Schlange) im letzten Moment davon abhielten, mir in die Füsse zu beissen.
Davon abgesehen, daß sie mir mein Leben schenkten, haben mir meine Eltern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Leben gerettet, indem sie mir nahelegten, von Mallorca hierher zurückzukommen.

Immer wieder wurde mir mein Leben geschenkt.
Immer wieder bekam ich die Chance, in Würde weiterzuschreiten, trotzdem ich kein einfacher Fall bin.
Selbst wenn mir morgen DAS KLAVIER auf den Kopf fiele, die Kalkböppelchen in meiner Brust böse Böppelchen wären, ich mich morgen in meinem Auto zu blutigen Klumpen fahren sollte,
kann ich doch nicht anders als dankbar sein, für jede Minute Leben, die mir geschenkt wird.
Das war meine Lehre aus all diesen Geschichten: Ich bin hier nur Gast, und morgen schon kann ich Asche und Staub sein.
Mein Leben lehrte mich mit den Jahren, wie schön und immer wieder spannend es sein kann, auch wie hart und schmerzhaft, auch wie bunt und immer wieder überraschend, wie insgesamt einfach unberechenbar, unplanbar es ist.
Auch jetzt habe ich letztlich keine Ahnung, wie es weitergehen wird. Nie wusste ich das. Nie konnte ich über Jahre im vorraus planen, wie so viele Menschen das tun, tun müssen, weil sie z.B. Kinder in die Welt gesetzt haben. Ich musste immer nur für mich selbst entscheiden, was mir schwierig genug erschien.
Ich begreife es langsam immer eindringlicher, daß das Leben ein Geschenk ist, jeder gesunde Tag eine Gnade, jede Verbesserung ein Wunder, jedes freundliche Lächeln eine Offenbarung ist, jeder Tag eine neue Chance!
Eine neue Chance, DEN Platz zu finden, an dem ich wirklich gebraucht werde mit meinen ureigensten Fähigkeiten.
Dahin will ich, dahin will mein ICH.
Jo!
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Gute-Nacht-Schmusebild

OktMitte08-007
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Momentaufnahme

Bin ziemlich aufgewühlt heute abend. Typisch für Hochsensible ist, daß sie auch bei Anhäufung von zuviel Positivem auszuflippen pflegen. Habe lange gebraucht, bis ich das kapiert hatte.
Es ist : überwältigt zu sein, im wahrsten Sinne des Wortes. Overwhelmed!
Rutschte heute abend trotz intensiven Arschgewackels auf der Wiese (soll gut für den Rücken sein...) noch immer recht schmerzgepeinigt auf meinem Sofa herum, auf der einen Seite das Lap-Top in Reichweite, um ja keine Email, keinen neuen Beitrag oder Kommentar zu verpassen (So sehr gefällt es mir bei Euch!!!), der Hund an meinen Beinen, vor mir die Glotze, ein Bericht über Päpste (sehr interessant!), und eine Kochshow (Appetitanregend), dann blieb ich in einer Serie stecken, die ich nie zuvor gesehen hatte, Eli Stone, gerade heute die letzten 2 Folgen, kitschig amerikanisch, gewiss, aber ein paar meiner Lieblingsschauspieler am Start, und im Laufe dieser 2 Stunden heulte ich zum ersten Mal seit langem wieder, der eine Typ, der sagte: "Hätte ich diese Krankheit nicht bekommen, hätte ich nie erfahren, wie schön das Leben ist, und wie wichtig es ist, es selbst bestimmen zu können, selbst den eigenen Tod." (Schluchz!)
Und wie tapfer die kranken Menschen waren, und wie liebevoll und besorgt die Gesunden. (Schluhuhuchzzzz!!!)
Das hat mich so richtig an meinen nicht vorhandenen Eiern gepackt irgendwie, und auch einfach all diese Gut-Menschen, so klischeehaft das alles rüberkommt, alle so hübsch und gepflegt, etc. und vor allem eben so gut, aber so etwas hat trotz allen Kitsches nie meinen Spott erregt, und zynisch bin ich sowieso nicht wirklich , so etwas zu sehen, erweckt in mir eigentlich immer eher den Wunsch, es möge real sein, und ich bin auch immer noch so naiv, daran zu glauben, daß so etwas möglich ist.
Ich muss dazu sagen, daß es im Haus derzeit etwas Ärger gibt, Alltagsgeschichten, nichts, was am echten Gefühl für die Menschen hier kratzt, und ich mich entschlossen habe, auszuziehen. Keine leichte, aber eine langfristig gesunde Entscheidung, wie ich glaube. Ich möchte am End lieber ein gerngesehener Gast, als eine störende Mitbewohnerin sein, und ich will eine eigene Küche. Jawohl!!!
Möchte mir eine Hochsensiblenadäquate Wohnung in einem der umliegenden Dörfer suchen, ruhiger, ländlicher, und auch ein bisschen privater, aber nahe meiner Familie und auch nahe einer meiner allerbesten, und ältesten Freundinnen, die auch hier in diesem Dorf wohnt.
Nun habe ich mich tatsächlich wieder ein bisschen beruhigt. Es geht mir tatsächlich insgesamt immer besser, ich habe von Minute zu Minute das Gefühl, daß das Leben zu mir zurückkehrt. Wenn es wirklich wahr sein sollte, dann habe ich noch nie so etwas Schönes erlebt.
Und in jedem Fall, auch ich habe das Gefühl, durch diese Krankheit unendlich bereichert worden zu sein, irre viel gelernt zu haben, und vor allem endlich selbst meine beste Freundin geworden zu sein.
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Lichtstreifen am Horizont

Irgendetwas ist anders. Und alles was anders ist, ist gut!

Mittlerweile bin ich wirklich vorsichtig geworden mit irgendwelchen Besserungsprognosen, zu oft bin ich auf die Tatsache reingefallen, daß auch Kranke einfach mal zwischendurch bessere Tage haben können, und dann war der Fall zurück noch tiefer und frustrierender. Auch jetzt will ich´s noch nicht wirklich beschreien, aber wenn man so genau seinen Körper zu beobachten gezwungen ist, und auch seiner Lage so überdrüssig wie ich, der merkt kleinste Änderungen im täglichen Programm.
Ich habe das seltsame Gefühl, daß die Heilung bei mir nicht im Körper, sondern zuerst in der Seele begonnen hat. Trotzdem ich mich noch immer nur unter starken Schmerzen bücken kann, und der Husten inzwischen langsam meine Bauchmuskulatur modelliert hat (was an sich positiv zu bewerten ist, wenn man dabei nicht immer fast ersticken würde), habe ich seit 2 Nächten seit langem mal wieder das Gefühl, tief schlafen zu können, und morgens wirklich gestärkt und ausgeruht aufzuwachen, und auch gerne aufzustehen. Ich habe angefangen, mit Appetit zu essen, und kriege wieder Lust, mir mal was Schönes zu kochen, was allerdings spätestens nach Betreten der Küche wieder verworfen wird.
Ich mag mich wieder im Spiegel angucken, und freu mich auf die Spatziergänge mit Hund. Ich beginne, Pläne zu machen, und es ist mir nicht mehr alles so egal, fühle mich nicht mehr so überfordert. Kann mich auch mal wieder angemessen ärgern, wenn mir was nicht passt, und verspüre Sehnsucht nach Gesellschaft, die Lebenslust kehrt wieder zurück, überhaupt viele brachliegende Gefühle melden sich wieder zur Stelle, und ich bin sehr erstaunt, wie reduziert , geradezu spartanisch mein Leben in der letzten Zeit war. Vielleicht ist es wirklich so, daß ich begonnen habe, aktiv bei meiner Genesung mitzuwirken, und vielleicht ist es mein Glaube und meine Zuversicht, die diesen Wandel erzeugt hat, aber meine Besserungsgefühle gehen auch einher mit den Prognosen meines Arztes, der mir versichert hat, daß es mir nach 3 Infusionen besser gehen wird. Vorgestern hatte ich meine 3.!
Muss echt mal dazusagen, daß ich noch nie von einem Arzt und seinen Mitarbeiterinnen so nett und fürsorglich behandelt worden bin, auch sowas trägt sicher nicht unwesentlich zu Verbesserungen bei. Was mir mal wieder meine These beweist, daß man mit Mitgefühl niemanden schwächt, sondern stärken kann, aber es muss ehrliches Mitgefühl sein, nicht irgendeine Taktik aus irgendwelchen Gründen, weil man glaubt, einen erziehen zu müssen, weil man zwar helfen will, aber irgendwie mit Gewalt, in den Arsch treten, und solche Sachen.
Es geht sogar so aufwärts mit mir, daß ich gar keine Lust mehr auf eine psychosomatische Kur hätte, keinen Bock habe, schon wieder ein Krankenhaus zu betreten, sondern lieber eine normale Aufbaukur hätte, wo man mich einfach mal schön bekocht, und ich jeden Tag schwimmen könnte, und Massagen bekomme, oder am Allerliebsten eine ayurvedische Entgiftungskur.
Ich bekomme wieder Lust, mal in Urlaub zu fahren, meine alten Freunde in Nürnberg zu besuchen, mal wieder nach Frankreich zu fahren.
Das sind alles richtig gute Zeichen für mich, und ich komme mir vor, als kehre ich aus der Wüste zurück in eine fruchtbare Landschaft.
Noch immer ist vor allem Geduld angesagt, nicht gleich wieder übertreiben, nicht gleich wieder alles gleichzeitig machen wollen, und mich dabei gnadenlos und bis zur Überreizung zu verzetteln, aber das ist ja sowieso immer das Lernziel für eine Hochsensible, und jetzt kommen die Examen, ob ich auch alles richtig gecheckt habe.
So, es lockt die Wiese, auch mein Hund findet das, und gerade kommt die Sonne raus, also raus, Schönheit trinken und Hundini entleeren!
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Der Fotos kein Ende

14-10-08-057
Familie Fliegenpilz


14-10-08-003
Blattus Buntus


14-10-08-001
Zapatos Los Monos



14-10-08-014
Glotzblatt (Blattus Augus)



14-10-08-023
Mausezahn (Canis niedlicus)
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Momentaufnahme

Ich glaube, das Leben bürdet einem nur so viel auf, wie man zu ertragen bereit ist. Ist nur meine persönliche Beobachtung, ich kann da für niemanden anderen sprechen.
Oft dachte ich, ich kann jetzt nicht mehr, es geht nicht weiter, doch im harten Anstossen an diesen Grenzpunkt öffneten sich immer wieder plötzlich an unerwarteter Stelle neue Türen, manchmal nur für einen kleinen Spalt, der es mir aber ermöglichte, einen kurzen Blick nach vorne zu tun, und plötzlich ging es doch noch einen Schritt weiter, und noch einer...
Gestern bin ich mal wieder an so einen Grenzpunkt geknallt, wollte schon wieder meinen Krankenhauskoffer packen, wollte mit allem auf Kriegsfuss gehen, war wieder mal kurz vor dem Aufgeben, wollte enttäuscht sein und wimmern, wollte mich schon wieder schuldig fühlen, und ungeliebt, wollte wieder zurückfallen ins graue Zimmer meiner Depression, doch den bunten, leuchtenden Schimmer einer erwachenden Sehnsucht, der durch den sich langsam schliessenden Türspalt hinter meinem Rücken fiel, konnte ich nicht ignorieren, und auch nicht den lockenden Ruf, einer ungewissen, aber spannenden Zukunft. Ich guckte mich im Spiegel an, und ICH guckte zurück, trotz der neuen Falten, die der Schmerz in mein Gesicht gegraben hat, gibt es immer noch viel mehr Lachfalten darin, und dazu ganz unpassend junge Augen blicken mich an, liebevoll, wohlwollend, und sie scheinen zu sagen:
Da bist Du ja endlich wieder!
Und wieder kann ich Schritte tun, kleine, vorsichtige, neugierige,
denn die Zukunft hat mir Post geschickt,
sie schrieb: Vertrau mir nur, alles wird gut!
Solche Post kriege ich gerne!
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Der Mond ist rund

OktMitte08-032

SEHNSUCHT

Herbstmond am Himmel thront
Denke an mich...
Wird Warten belohnt?
Denke an Dich...

Wer immer Du bist
wirst Du mich sehen?
Werd ich geküsst,
oder bleibe ich stehen?

Bleib ich allein
mit all meinen Schmerzen
oder finde ich heim
mit meinem Herzen?

Kann mich nicht biegen
damit man mich mag
Schwer, mich zu kriegen
Bei Nacht und bei Tag

Ob ich nun wollte
dies Leben allein
zu dem was ich sollte
sagte ich: Nein!

Das Leben zu erfinden
an jedem Tag neu
niemals zu erblinden
ich nie bereu.

Das Leben zu zwingen
im endlosen Spiel
mit Schatten zu ringen
das ist mir zuviel!

Wenn´s geht um die Liebe
das sag ich ganz klar
geht´s nicht nur um Triebe
sonst ist es nicht wahr.

Ich bin hier ganz offen
mein Herz ist ganz weit
geb nicht auf zu hoffen
was hilft, das ist Zeit.

Denn jeder Tag
öfffnet neue Türen
von dem was ich mag
lasse ich mich führen.

So wie ich bin
so muss ich zuweilen
die Schönheit teilen
für mich macht das Sinn

Im gemeinsamen Sein
sich viel Freude versteckt
wer viel ist allein
das längst hat entdeckt!

Hier bin ich, ein Wesen
dunkel und hell
Ich bin kein Besen
Die Zeit vergeht schnell...
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WG-Logbuch

Heute: Im Haus des Schreckens

Wo bin ich hier nur reingeraten, frage ich mich in letzter Zeit immer öfter. Wo? Unser kleines Reihenhaus in einer Reihenhaus-Siedlung, normale Nachbarschaft, vorwiegend im Rentenalter.
Im Inneren 4 Stockwerke aufregendstes Überlebenstraining, jeden Tag. Jedenfalls Überlebenstraining für eine Hochsensible. Nicht nur, daß einen von allen Seiten Sachen anspringen, die einem nicht gehören, und die Neigung haben, IMMER im Weg zu liegen,
nicht nur, daß man die Küche nur unter Lebensgefahr betreten kann, nicht nur daß innerhalb dieser kleinen Welt zuweilen der Lärmpegel vom Ballermann erreicht wird,(Nur die Musik ist wirklich echt viel besser, kein Vergleich...!),
NEIN, jetzt wird man hier auch noch von winzigen, ferngesteuerten Helikoptern angegriffen, die seit einiger Zeit hier überall rumfliegen! Überall stehen hämisch-grinsende kleine Buben rum, und freuen sich, mich zum Quieken zu bringen, in dem sie das Teil zwischen meine Beine steuern.
Hah, vielleicht sollte ich mal mein Hundchen auf die Teile loslassen...
Fein Brasky, muy bien!!!!!! Knurps!
HA,MÄNNER!
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Farbflash des Tages

Wieder mal staunend auf der Wiese rumgelaufen:


OktMitte08-076




OktMitte08-090




OktMitte08-067




OktMitte08-082
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Willkommen

Du bist nicht angemeldet.

Bei mir

Schade, ich habe hier...
Schade, ich habe hier früher oft gelesen und bin gerade...
Geitelde - 2024/12/05 18:19
Ah super, da bin ich...
Ah super, da bin ich beruhigt, vielen Dank :-)!
Rössle - 2018/05/31 19:35
Das kann ich beantworten,...
Das kann ich beantworten, denn ich habe beide Blogs...
NeonWilderness - 2018/05/31 19:32
Ich hoffe du hast mitbekommen,...
Ich hoffe du hast mitbekommen, daß twoday heute seine...
Rössle - 2018/05/31 19:28
Liebe Grüße... :-)
Liebe Grüße... :-)
Thiara - 2016/04/07 09:31
Vielen lieben Dank für...
Vielen lieben Dank für Ihre Worte!
momoseven - 2016/02/07 08:38
Liebe Momoseven, ich...
Liebe Momoseven, ich höre aus Ihren Worten die tiefsitzende...
Heinrich.Sch - 2016/02/01 16:50
Herzlichen Dank für Deine...
Herzlichen Dank für Deine Worte. Ja, so ist es, alles...
momoseven - 2016/01/19 23:09
Hey, schön, dass du mal...
Hey, schön, dass du mal wieder ein paar Zeilen zum...
Hoffende - 2016/01/14 02:27
Dankeschön, ebenso :-)
Dankeschön, ebenso :-)
momoseven - 2016/01/07 22:45

Die Mondin

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