Eigentlich will ich mir gar nicht gross weiter über Schwede´s "Buntes Einerlei" auslassen, wir sind es ja nicht anders gewöhnt von ihm, und wenigstens ist die Küche schön sauber...
Zum Nachtisch brachte meine WG-Vorgängerin ein unverschämt widerliches Tiramisu vorbei, und nach dem betretenen Schweigen der über die, wenigstens kaum matschigen Nudeln, gebeugten Bande brach sich die Beleidigungslust beim Verzehren der überaus sahnig-fluffigen Nachspeise ihre Bahn, die ekligsten Vergleiche wurden herangezogen, und am Schluss nur noch mit den Augen gerollt vor Geschmacksnervenverzückung.
Ich habe heute fast 3 Stunden durchgehalten, und habe endlich mal wieder meine eigene Djembe (Die Leila) aus ihrem Schlafsack geholt, so daß 2 fette Djembes am Start waren, und ein Geschwisterduett mich wieder in die Sehnsucht nach meiner Djembegruppe und nach meinem Lehrer katapultiert hat.
Auch wenn ich leider von ihnen getrennt bin, ist alles noch da, im Stillen weiterentwickelt. Aus Mallorca bekomme ich regelmässig Fotos der Djembesessions, die 1x im Monat in Palma stattfinden, und ein Teil von mir ist immer bei Ihnen.
Dennoch muss ich sagen, daß ich diese Juggernauten hier, und die Erfahrung, in ihrer bunten Musikwelt auf- und angenommen zu werden, um nichts in der Welt missen möchte.
Jetzt sitz ich, in mein Sofa gebügelt, wohlverdient schläfrig, und staune immer wieder über das Wunder eines praktisch schmerzfreien Körpers, und erlebe Augenblicke reinster Freude allein beim Laufen, und weiss jetzt, ich hatte tatsächlich vergessen, wie das ist.
momoseven - 2008/11/07 23:19
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Nachdem ich heute ein, vorerst letztes Mal mit Photonen bombardiert wurde, ein letztes Fläschchen von der feinen Plörre in mich reingepumpt wurde, und der "Meister der Chiropraktik" noch mal derart an meinen Halswirbeln rumgeruckt hat, daß ein unbeteiligter Beobachter hätte meinen können, mir wird gerade das Genick gebrochen, (Auauauuuuhahahahah!!!) gelange ich langsam, aber sicher auf den Weg der Genesung.
Jetzt, da die Schmerzen in der linken Seite zu einem nurmehr leisen Flüstern verstummt sind, stelle ich mit Erstaunen fest, daß ich mich so langsam wieder symmetrisch fühle, ein sehr lange nicht mehr wahrgenommenes, für die meisten Menschen völlig normales Körpergefühl. Über ein Jahr hatte ich mich über meiner linken Hüfte zusammengekrampft, und nun plötzlich weiss ich wieder, was Aufgerichtetsein bedeutet, wie es sich anfühlt.
Seit einigen Tagen kommen auch immer mehr Momente, in denen ich mich völlig schmerzfrei fühle, und mir wird langsam bewusst, welch Riesen-Raum der Schmerz in mir eingenommen hatte.
Diese starke, kuschelige Müdigkeit liegt immer noch auf mir, und bringt mich auf angenehme Weise dazu, meine Kräfte zu sammeln, wobei da sicher die homöopatischen Nervenberuhigungströpflein dazu beitragen, daß ich ob meiner neugewonnenen Energie nicht gleich wieder im Carree springe, und alles gleich wieder rauspulvere.
Auch psychisch fühle ich mich ruhig, stabil und befriedet, und kann im Moment mit ganzem Herzen mit meiner Familie zusammen die Sorge über meinen grossen Bruder durchstehen, der gerade im Krankenhaus liegt, zum Glück auf dem Wege der Besserung!!!
Noch kann ich nicht zur Tagesordnung übergehen, nächste Woche wird ausgetestet, ob die Borrelien aus den Zellen draussen sind, und dann muss ich mich erst wieder richtig aufbauen (Ich ermüde noch immer sehr schnell), aber das Licht am Ende des Tunnels ist ganz nah, und ich freue mich darauf, ins Freie zu gelangen.
Und jetzt werde ich mich gleich hinter das Schlagzeug klemmen, denn heute ist Freitag, wobei es allen ein wenig bang ist, weil der Schwede kocht.
Ich werde berichten, wenn ich fertig mit Kotzen bin...
momoseven - 2008/11/07 17:31
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Vorhin in "Contact":
Auf unserer Suche nach etwas, das die Leere erträglich macht, haben wir nur Eins gefunden:
EINANDER!
momoseven - 2008/11/06 23:50
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Diese Stöckchengeschichte finde ich an sich schon sehr lustig. Immer schon habe ich gerne Fragen beantwortet. Es bringt mich immer dazu, mich selbst zu hinterfragen, und ich LIEBE neugierige Menschen.
Wie das mit dem Verlinken des Stöckchens auf meinen Blog funktioniert, hab ich noch nicht rausgefunden, und das letzte Stöckchen mit den Fragen über Unterwäsche hat mich jetzt nicht soooo gereizt, deßhalb erfinde ich jetzt einfach selber mal eins. Vielleicht könnte man dies als spezifisches Zwillings- Hochsensiblenstöckchen einorden, was bedeutet, aus einer grossen Menge eine spezifizierte Anzahl von Antworten versuchen, herauszukristallisieren, wobei die Messwerte wandelbar sind, und je nach Stimmung ihre Priorität verlagern können. Es geht mal wieder um die Essenz. Hobstmi?
Die Basis ist 5.
5 meiner Lieblingsfilme:
- Buckaroo Banzai
- Kamasutra
- Das Parfüm
- The Green Mile
- WALL-E
5 meiner Lieblingsbücher:
- Die singende Erde (Maria Erlenberger)
- Die Wand (Marlen Haushofer)
- Krankheit als Weg (Thorwald Detlefson)
- Solaris (Stanislaw Lem)
- Der Wüstenplanet (Frank Herbert)
5 meiner Liebblingsschauspielerinnen:
- Jodie Foster
- Natalie Portman
- Sigourney Weaver
- Elisabeth Taylor
- Angelina Jolie
5 meiner Lieblingsschauspieler
- Patrick Steward
- Matthew Mc Connaughey
- John Lithgow
- Jeff Goldblum
- Mel Gibson
5 meiner Lieblingsbeschäftigungen
- Bloggen
- Musik machen
- Beobachten
- Handwerken
- In der Natur sein
5 meiner Lieblingsurlaubsziele
- Bali
- Indien
- Spanien
- Frankreich
- Schweiz
5 meiner Lieblingsessen
- Mutters Indonesische Reistafel
- Gegrilltes Lamm
- Spargel mit Mutters Käsesosse
- Riesengambas mit Mayonaise
- Spaghetti Bolognese (die von meinem Bruder Mario)
5 meiner Lieblingsgetränke
- Rotwein
- Starker schwarzer Tee mit Sahne und braunem Zucker
- Birnensaftschorle
- frische Kokosmilch
- Frischer Karotten-Apfel-Rote-Beetesaft
5 meiner Lieblingspersönlichkeiten:
- Steven E. Hawkings
- Mahatma Ghandi
- Jesus Christus
- Seine Heiligkeit der Dalaih Lama
- Madonna
5 meiner liebsten Musikstücke
- O Seven (Prince)
- Back in New York City (Genesis)
- Bolero (Ravel)
- Cadaquina (Didier Fort)
- Man in the mirror (Mickael Jackson)
5 meiner grössten Probleme
- Ewig rutschende Socken
- Meine Hochsensibilität
- Die Konsumgesellschaft
- Meine Nikotinsucht
- Meine Ungeduld
5 meiner sehnlichsten Wünsche
- Genesung meines Bruders Knut
- Eigene Gesundheit
- Urlaub ohne Stress
- Coole, kleine Wohnung hier im Dorf
- Eine Arbeit, die mich glücklich macht
So,na ja, das war mal ein Mone-Stöckchen, aber wer es gerne übernehmen würde, sei herzlich dazu angeregt.
Ich könnte das Spielchen ad infinitivum weiterführen, aber für heute ist einfach gut.
Wünsche wohl zu ruhen!
momoseven - 2008/11/06 21:34
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Da ich mich nicht mehr nur schleppend fortbewege, sondern heute geradezu beschwingt querwaldundwiesenein unterwegs war, habe ich es wieder zum Teich geschafft. Es gibt tatsächlich einen Haselstrauch und Eichen, und wer "Die Nebel von Avalon" gelesen hat, und liebt, den kann dieser Ort verzaubern:

Auf diesem Bild ist wieder ein kleiner Hund versteckt,

um den sich so einiges dreht.
Den Blick nicht mehr nur auf den Boden gerichtet, entdecke ich,

daß auch die Bäume Augen haben,

und ich sah zum ersten Mal in meinem Leben ein echtes Eckpferd,
(ohne Augen)
und das Urbild des dunklen Vogels
Euch allen einen schönen Abend!!!
momoseven - 2008/11/05 18:41
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The fifth of november, die Verschwörung und der Verrat. Es gibt keinen Grund, die Pulververschwörung jemals zu vergessen...
Einer meiner Lieblingsfilme mit eine meiner Lieblingsschauspielerinnen, Nathalie Portman in "V wie Vendetta".
Das sagt die Blattwelt zum Thema:
Gehe jetzt gleich mal gucken, ob ich vielleicht die Ziffern zwischen 1 und 9 zusammenkriege...
Bis später!
momoseven - 2008/11/05 15:05
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Heute schien die gute Laune ein verbreitetes Phänomen zu sein, und überall auf meinem Weg durch die frühlingshaft warme, sonnendurchflutete Innenstadt begeneten mir freundliche, lächelnde Gesichter, und plauschbereite Menschen.
Bei meinem Frauenarzt, dessen Ultraschallgerät wahrscheinlich durch die, von der USA-Wahl bedingte Internetüberlastung rumflimmerte (welche ich vorher auch schon an der ungewohnten Langsamkeit meiner Netzwerkverbindung habe feststellen können), plauderten wir zwischen Abstrichen und kontrollierenden, flimmernden Innenansichten über Obama´s Wahlsieg, und bekundeten die Hoffnung, daß er seine Präsidentschaft überleben wird, in meiner Lieblingssciencefiction-Buchhandlung tauschte ich mich mit dem sympatischen Besitzer begeistert von Trekkie zu Trekkie über die neuesten Raumschlachten und Beammethoden aus, und, an einer Ampel wartend sah ich eine wirklich köstliche Szene: Bushaltestelle, 2 eher griesgrämig wirkende, alte Frauen stehen in 2m Abstand nebeneinander. Eine junge langhaarige, schick schwarz gekleidete Frau, die die Schlankheit ihrer Hüften mit mehreren goldenen Nietengürteln betont hatte, arschwackelt stöckelnd von rechts nach links an den Beiden vorbei. Blick der alten Dame links: nach 2 Sekunden blinzeln, blickt sie der jungen Frau hinterher, ihre Augenbrauen ziehen sich immer weiter nach oben, während ihr Blick sehr männerhaft Richtung Arsch wandert. Neuerliches, sekundenlangs Blinzeln, dann Weggucken, wobei ihr Blick bis zu der Dame rechts wandert, die der jungen Dame immer noch hinterherstarrt. Die beiden blinzeln sich an, gucken verlegen weg, gucken sich wieder an und müssen dann beide im selben Augenblick lachen.
Herrlich! Ich konnte noch sehen, wie sie einander näherrückten, und ins Gespräch kamen. Die Szene war echt filmreif.
Die Parkplatzgötter waren wohlgesonnen, ein neuer, quietscherosa Wollhaufen wartet nun darauf, als Schal verknubbelt zu werden, ein neuer Akku für mein Lieblingshandy kostet weniger als ein neues Handy, und meine neuen Schuhe sind superbequem.
UND - der Schmerz ist bis jetzt nicht mehr in seiner üblichen Schärfe zurückgekehrt, und so hat heute mein Lächeln ebenfalls seinen ehrlichen Beitrag zum vergnügten Aussen leisten können.
Ist doch auch mal ECHT schön, mal wieder gut drauf zu sein!
Yepp!!!
momoseven - 2008/11/05 14:16
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Ich bin irgendwie rechtschaffen müde. Nicht müde von zuviel Schlaf, oder von Medikamenten, oder vom Nichtstun, oder von zu vielem Denken, sondern einfach müde, weil ich viel unterwegs war, Sachen gemacht habe, Leute gesehen, Draussen gewesen, und das fühlt sich gut an. Nach einem kurzen, netten Abendplausch mit der Helikoptercrew (Sie müssen ihn zurückschicken, weil irgendwelche wichtigen Teile futsch sind, die Armen), sitze ich jetzt gefühlt wohlverdient auf meinem Sofa, leicht erstaunt in mich reinfühlend, und statt des fiesen, bohrenden Gesellen an meiner Seite nur noch einen leichten Druck spüre. Ehrlichgesagt, es fühlt sich so an, daß ich Lust hätte, sofort mit dem lange rausgeschobenen Bauchtanzkurs anzufangen.
Das Erstaunlichste ist jedoch, daß ich jetzt deßwegen gar nicht hektisch werde, sondern mich stillvergnügt und befriedet fühle, und das heute nicht mal groß hinterfragen muss, ich kann es einfach mal stehen lassen.
Mir ist ein weiterer, für mich sehr positiver Blogeffekt aufgefallen:
Ich war immer jemand, der unglaublich viel quasseln konnte, besonders im trunkenen Zustand alle um mich rum zugetextet habe bis zum Abwinken, aber in den wirklich wichtigen Momenten, NIE den Mund aufgekriegt habe, nie schlagfertig sein konnte, oder wollte, die genialen Erwiederungen fielen mir oft erst 2 Tage später ein.
Seit ich blogge, hat sich mein Live-Wortschatz um ein vielfaches erweitert, ich merke es einfach im Gespräch, daß ich mich viel sicherer durch das gesprochene Wort bewegen kann. Sicher schlägt da auch die lange Übung im Umgang mit Ärzten nieder, denen man meistens alles doppelt und dreifach erzählen muss (und meistens haben sie das dann immer noch nicht kapiert...), aber es ist auch dieser ständige Wortfindungsanreiz, der mich einerseits recht wirksam vom fruchtlosen Grübeln abgebracht hat, und der sich inzwischen seinen Weg vom Gehirn zur Zunge gesucht hat.
Und für mich auf lange Sicht sehr gesund und kostensparend ist, daß ich am liebsten nüchtern bin, wenn ich schreibe, zumindest öffentlich, und da ich viel Zeit mit Schreiben verbringe, reguliert sich mein Alkoholkonsum mit der Zeit ganz zwanglos und stressfrei gegen Null, ein wirklich angenehmer Effekt.
Heute muss ich mich mal nicht in mein Bett prügeln, freue mich auf kuschelige Wärme und versenke mich noch ein bisschen in die Lektüre über keltische Bräuche ( Knaur, Martha Sills-Fuchs: Die Wiederkehr der Kelten), ein interessantes Büchlein, welches den Ursprung vieler heute noch verwendeten Bräuche und Aberglauben erklärt, wie z. B. Freitag den 13. und die Rauhnächte, die bald auf uns zu kommen.
Naturreligion, für mich ein hochinteressantes Thema.
Jedenfalls muss ich jetzt versuchen, auch noch irgendwie Platz in meinem Bett zu finden,

das ist nämlich schon besetzt, und es tut fast weh, sie wecken zu müssen, aber, so klein wie sie ist, sie pflegt sich immer so hinzulegen, daß man einfach nicht mehr auf´s Bett passt, oben, Mitte.
Manchmal wäre ich gerne mein Hund.
Gute Nacht Allerseits!
momoseven - 2008/11/04 22:18
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Uaaaaah!!! Der "Master of chiropractic" hatte mich heute morgen voll im Griff: Tief einatmen- Ausatmen und- Knack-Knack-knahahauuuhhhhaknacks. Uaarrggglllll! Was haben wir gelacht!
Doch ehrlich, jetzt fühl ich mich FAST wie ein junges Zicklein, es ist gut möglich, daß meine armen Gedärme einfach irgendwo ganz unpassend eingeklemmt waren, und deßhalb so protestierten, denn im Moment herrscht so viel Ruhe im Schmerzzentrum wie schon lange nicht mehr.
Na, gleich mal auf der Wiese mit meinem Hund um die Wette hüpfen, und die restliche Spannung abfliessen lassen.
momoseven - 2008/11/04 13:33
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Wundervoll! Heute früh kam ein Riesenpaket ins Haus, auf das die Jungs hier schon fiebrig-nervös gewartet haben:
Der neue Helikopter.
Das Motto bleibt :Tiefer, Höher, Schneller, Breiter u.s.w. Nachdem die ersten, die hier rumschwirrten, noch die Grösse einer etwas mutierten Libelle aufwiesen, und aus der Luft gefangen werden konnten, hat der Neue bereits fast die Grösse und Agilität einer aufgeregten Wachtel, und droht, die Spitzen der meiner Mutter so heiligen Königskerzen in ihrem Garten im Vorbeiflug zu kappen, oder sonst wie in Nachbars Garten etwas aufzuräumen.
Was das Schöne ist: Über dieses neue Spielzeug vergessen sie zuweilen, daß sie eigentlich ihrem Ruf als laute, ungehemmte Musiker gerecht werden sollen, ab und zu hört man zwar ein bißchen Geschrei und Gepolter, denn sie befinden sich gerade ÜBER mir, in Micha´s Reich, welches für derartige Spielchen den besten Platz bietet, und im Hausgebrauch nur "der Avionikraum" genannt wird, aber es ist unrhytmisch, unaufdringlich und mal richtig angenehm, da ich sonst um diese Tageszeit NIE Ruhe habe.
Na ja, bis dann alle Akkus leergeflogen sind...
momoseven - 2008/11/03 23:28
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Eine meiner erklärtesten Lieblingstageszeiten ist die Dämmerung, und ganz besonders das Zwiellicht.

Für mich bekommt die Luft und das Licht dann immer was geheimnissvolles,

ich stelle mir vor, wie die Waldgeister langsam gähnend in ihren Unterschlüpfen erwachen,

und die Wassernymphen sich anschicken, aus ihren stillen Tümpeln zu steigen, sich das Krautige aus ihren grünen Haaren kämmen, und sich die elfenbeinfarbenen Zähne mit zerfaserten Astenden (Natürlich vom heiligen Haselstrauch) reinigen.
Jaaaa, ich habe endlich den kleinen Teich entdeckt,

und fand ihn wunderbar.
Während der Wald schon vom Dunkel der Nacht verschlungen ist,

verblassen die Farben des Himmels in einem letzten Aufbäumen von Schönheit,

rollen den roten Teppich aus

für eine junge Mondin,

deren Majestät bereits in ihrer Jugend beeindruckt,
obwohl sie auch gerne verspielt durch´s Geäst lugt,
bis mich schliesslich meine Schritte zurück führen

zu warmem Licht und heissem Tee.
momoseven - 2008/11/03 18:16
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Komplett frisch und völlig entspannt aufgewacht, so ganz anders, wie ich eingeschlafen bin.
In die wirkliche Welt gefahren und meinem kleinen Auto ein paar Winterschühchen verpassen lassen, und mir mal eine schicke Jeans, da ich den Jogginganzuglook langsam obersatt gekriegt habe. Ist zwar praktischer, wenn man mit einer Nadel im Arm und einer Sprechstundenhilfe an der Flasche auf´s Klo muss, und man nur 1 Hand zur Verfügung hat (im Notfall die 2. Hand von der Sprechstundenhilfe), aber ich nehme es als ein gutes Zeichen, daß ich mal wieder Lust habe, hübsch auszusehen, und nicht mehr immer nur im bequemen Krankenhausoutfit auftreten möchte.
Ich bin vorsichtig geworden mit irgendwelchen Heilungsprognosen, bis jetzt lag ich nach ein paar Tagen Schmerzlatenz und scheinbarem Energiegewinn jedes Mal wieder platt im Bett, aber ich geniesse die kleinen Kostproben auf gesündere, kraftvollere Zeiten, freue mich, wenn ich mal keinen Jammergrund habe , gewöhne mich langsam an den neuen Zustand.
Gleich werde ich noch mal auf der Abendlichtdurchfluteten Wiese rumlinsen, und noch ein paar letzte Überlebende der diesjährigen Glotzblattpopulation festhalten, bevor es wirklich nur noch zerfallende Blätter sind, und ich mir meine Gesichter in Matsch und Schnee suchen muß.
Heute Frau von und zu Freu!!!
momoseven - 2008/11/03 15:53
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habe ich heute den ersten Schal des Winters fertiggebastelt

momoseven - 2008/11/02 20:00
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Ein Thema, dem ich in meinem Blog bis jetzt erfolgreich ausgewichen bin, bis es mich heute schliesslich voll erwischt hat, ist die Liebe. Nicht die universelle Herzensliebe, mit der ich immer auf sehr gutem Fuss gestanden bin, sondern die leidenschaftliche Liebe zwischen Mann und Frau, die immer wie Stolpersteine auf meinem Weg lag, an denen ich mir allzu oft schmerzhaft meine überempfindlichen Füsschen gestossen habe.
Jemanden zu finden, der mich so lieben kann, wie ich bin, der mich so lassen kann, wie ich gerade sein muss, und der mich trotzdem gerne eine längere Zeit begleiten möchte, scheint ein unmögliches Unterfangen zu sein. Ich bin ein Mensch, den man lieber aus der Ferne liebt, von dem man gerne ab-und zu ein Häppchen nimmt, sich ein bisschen in seiner Wärme sonnt, sich schön austobt, auflädt, um dann wieder zu den wirklichen Dingen des Lebens zurückzukehren.
Natürlich kann ich das alles irgendwo verstehen, habe das Wesen des MANNES über so viele Jahre studiert, als gälte es, einen Doktortitiel dafür zu kriegen, habe doch selbst so viele männliche Anteile in mir ausgelotet, und habe echtes, klammerndes Weibchengetue, die Wenn-Frauen-zu-sehr-lieben-Scheisse, und das Warten auf den Märchenprinzen schon lange aus dem Repertoire genommen. Doch dabei bin ich seltsamerweise eher wieder mehr zur Frau geworden, habe gemerkt, daß meine weiblichen Instinkte, meine Sehnsüchte und Bedürfnisse ein unveränderbarer Teil meiner Selbst sind, daß ich nach wie vor eine unverbesserliche Romantikerin geblieben bin, daß ich genau wie alle anderen auch, eine Schulter zum gelegentlichen Anlehnen (oder zum inbrünstigen Massieren) brauche, daß ich genauso gerne gebe, wie ich auch gerne nehme.
Merke gerade, daß mein Magen zu schmerzen beginnt, und das dies ein Thema ist, hinter dem eine grosse, brennende Wut verborgen ist. Nicht auf DIE MÄNNER, aber auf die Gesellschaft, die sie so hat werden lassen, wie sie heutzutage oft sind. Auf diese Gesellschaft, die auch aus den Frauen am liebsten puppenhafte Klischees macht, und die den Urinstinkt der gewinnbringenden, gegenseitigen Ergänzung unter Belassung der ureigensten Charaktereigenschaften in so gewaltige Konstrukte verbastelt hat, daß es kaum noch Platz für die Entwicklung natürlicher Gefühle, und deren Erkundung gibt.
Die Reaktion auf diese Entnaturalisierung äussert sich in der sogenannten "Beziehungsunfähigkeit", ein bequemer Begriff, der abschliessend und abstempelnd den unbequemen Freidenkern und Freidenkerinnen ihren, oft gar nicht so ungemütlichen Platz im Gesamtgefüge zuweist, gar nicht so ungemütlich deßhalb, weil diese Diagnose einen oder eine der eher ungemütlichen Verpflichtung der Weiterentwicklung entheben kann, und einem statt dessen gestattet, sich durch Ausbildung und Überbewertung eigener Schrullen und Macken noch weiter von der möglichen, dauerhaften Fusion mit dem anderen Geschlecht zu entfernen.
Ich spreche da aus eigener, freigeistiger, beziehungsunfähiger, superschrullenmackenbehafteter Erfahrung, und ich kann es nicht mal auf meine Eltern schieben, die seit 50 Jahren eine glückliche Ehe führen, und die vorleben, wie harmonisch (wenn auch sicher nicht immer einfach) die erfolgreiche Fusion von nährendem und von beschützendem Prinzip sein kann.
Für mich ist die Liebe immer hauptsächlich eine verstörende, schmerzhafte und kraftraubende Angelegenheit geblieben, doch in den Zeiten ohne Liebe, die ich anfangs oft als wahnsinnig erleichternd empfand, klaffte eine Lücke, die, sich ständig vergrössernd, irgendwann nicht mehr mühelos überspringen lässt.
Der WUNSCH, einem Mann sehr nahe zu stehen, Liebe zu geben, und damit sich selbst zu offenbaren, wird nie verschwinden, all die schlechten Erfahrungen können die tiefe Sehnsucht nach Verbindung, Verbindlichkeit und Schutz, das Verlangen, zu nähren, zu erhalten, und zu gestalten nicht überdecken.
Während es mir früher noch gelang, mir aus kurzen Erfahrungen immer wieder ein bisschen Trost zu holen, über meinen Körper, während die Seele sich geschützt hinter dem Alkoholdunst glaubte, gelingt mir das heute nicht mehr, da es keine Trennung mehr zwischen Körper und Seele gibt, was mich immer wieder zu längerer Askese verdammt.
Das frühere "Ich will Dich glücklich machen", (welches ich übrigens noch nie gesagt bekam) ist einem "Verlieb Dich ja nicht in mich" , (was ich zu oft gesagt bekam) gewichen. Die Urtatsache, daß eine rundum glückliche Frau dem Mann viel Glück schenken kann, hat ganze Industrien zu Giganten werden lassen, aber, wie ich glaube, die Frauen unserer Zeit nicht unbedingt wirklich glücklicher gemacht, nur ihre Sehnsüchte auf ein anderes Feld geschoben und beschwichtigt, lieber werden hübsche Püppchen als kluge Frauen gezüchtet.
Magenschmerzen fast weg, Wut etwas ausgekotzt, zurück im Strom der fordernden, verstreichenden Zeit, die hoffentlich irgendwann einmal alle Wunden heilen wird, und die mir jetzt vorschreibt, noch mal mit meinem Hund rauszugehen und mich allgemein wichtigeren Dingen, wie z.B aufräumen zuzuwenden.
Gerne würde ich gerade alles mit einem guten Schluck feinsten Rotweins wegspülen, doch möge dieser Kelch dauerhaft an mir vorbeigehen, in solchen Momenten erweckt er nur das heulende Elend in mir, und selbst in guten Momenten verführt er mich nur zum Selbstbetrug, und so weit bin ich noch nicht, daß ich mir die Hoffnung nehmen lasse, daß irgendwo, irgendwie und irgendwann auch für mich Liebe bereitliegt, über die ich nicht schmerzhaft stolpern muss, sondern als glitzernden Stein vom staubigen Weg aufhebe, und mit nach Hause nehmen kann.
momoseven - 2008/11/02 14:47
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Ich brauche gar keinen Alkohol mehr, um einen Kater zu bekommen. Das geht auch ohne. Das Leben an sich kann schon trunken genug machen, so wie dieser Over-Flow der letzten Tage, dessen Wirkung dem eines gut aufgeschäumten Tequilla-Bumm um nichts nachgestanden hat, oder dessen 2 oder 3.
Eine Weile habe ich mich in den verlockenden Höhen dieses starken Schubes wieder wie Zuhause gefühlt, vergessend, daß auf warmen Sonnenschein immer irgendwann kühler Regen folgt, verdrängend, daß Gipfelerlebnisse, Beseeltheit und Sich-Eins-Fühlen nur eine Leihgabe sind, die am Taleingang wieder abgegeben werden müssen. Genauso stark und allumfassend, wie ein Hochgefühl bei mir sein kann, ist es auch mit dem Gefühl der Einsamkeit und der Verunsicherung. Das Wissen um die unerschütterliche Gesetzmässigkeit dieser Berg- und Talfahrt ist bereits im Kopf verankert, das Herz jedoch wehrt sich jedesmal, die sonnigen Gefilde zu verlassen, und wieder in den Schatten zu tauchen.
Nie zweifle ich an Sinn und Wichtigkeit, wenn ich oben auf dem Berg stehe, immer überfallen mich Zweifel und Traurigkeit, wenn ich in die farbenverschlingende Dämmerung der Täler eintauche.
Oben spüre ich, was ich alles habe, und unten spüre ich , was mir alles fehlt.
Der kurze Urlaub ist zu Ende.
momoseven - 2008/11/02 12:43
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Scheine den gestrigen Super-Flow ganz gut überstanden zu haben. Ist kein Ower-Flow drauss geworden.Trotz anhaltender, aber erträglicher Schmerzen bin ich heute nicht in einem Jammertal aufgewacht, sondern auf einem hübschen, mittelhoch gelegenen Plateau mit etwas mehr Aussicht auf die umliegende Landschaft, auf dem ich auch meine nötige Ruhezeit etwas weniger öde und trist erleben kann. Mein Energiehaushalt ist, wie normalerweise nach so einer Nacht, nicht wieder bei Minus 8 gelandet (bei einer Skala von -10 bis +10, mit der Null als Normalzustand), sondern steht auf hoffnungserweckenden Minus 4, Tendenz steigend.
Inzwischen hab ich auch etwas gefunden, das mir 1. die Berge von Büchlein und Zettelchen, die sich um mich stapeln, wirksam abbauen kann, und 2. die eingehende Informationsflut in einen etwas übersichtlicheren Rahmen spannt: Einen kleinen Ringbuchordner, der in viele Rubriken aufgeteilt ist, zu denen ich mich nur hinblättern muss, um irgendeine Idee festzuhalten, oder etwas zur Verarbeitung abzulegen. So etwas wie eine mobile Festplatte, und ich bin gespannt, was sich da im Laufe der Zeit so alles ansammeln wird. Daß ich da nicht früher draufgekommen bin?Aus dem schlichten Grund einer nervenberuhigenden Arbeitsoberfläche bleibt auch mein Blogdesign bis auf weiteres schlicht knallgrau, bis auf meinen Header, den ich, wie Ihr vielleicht bemerkt habt, gerne öfters auswechsele. Die Strickoptik, die ich beim Beginn der Winterzeit reingestellt hatte, gefiel mir aber nicht, nachher sucht noch irgendjemand eine Anleitung zum Sockenstricken bei mir, und wundert sich dann, wo er da bloß gelandet ist.
Derzeit forsche ich, wie schon mein Leben lang, nach einer dauerhaft funktionierenden Methode, mein Zimmer in relativer Ordnung zu halten, aber dazu hab ich einfach viel zu viel, derzeit noch unverzichtbaren Krims-Krams, dessen Bestandteile sich wie in einem angefüllten Asteroidengürtel in verschiedenen, ellipsoiden Bahnen um mich herum drehen, und dessen Gesetzmässigkeit aus der Ecke der Chaostherie zu kommen scheint. Irgendwie war es echt einfacher, als alles noch in den Umzugskisten herumstand. Hätte ich im Moment mehr Stauraum, würde es auch nicht besser werden, denn dann kämen sofort auch mehr Sachen an den Start. Nein, an dieser anspruchsvollen Aufgabe werde ich noch sehr viel arbeiten müssen, und es werden dann erst gute Ergebnisse erzielt werden können, wenn es mir gelingt, mein inneres Chaos besser aufzuräumen. Vielleicht sollte ich meinen nächsten Urlaub mal in einer Wüste verbringen, wobei ich da wahrscheinlich am End begeistert jedes einzelne Sandkorn fotografieren würde. Dieser Sinn für die kleinsten Kleinigkeiten lässt sich einfach nicht abschalten, ich registriere jeden einzelnen Krümel in meinem Zimmer.
Jedenfalls fühle ich mich heute wie von guter, nahrhafter Kost gesättigt, und besänftigt. In meinem Inneren renoviere ich gerade das Zimmer, in dem meine Energie normalerweise Zuhause ist, die nach langer Abwesenheit geneigt zu sein scheint, zurückzukehren.
Es fiel mir schon immer schwer, Prioritäten zu setzen, was auch meine grossen Probleme mit Entscheidungen jeglicher Art spiegelt.
Je mehr Wahlmöglichkeit, desto schwieriger, und es gilt, in jeder Beziehung nach effektiven Essenzen zu forschen, für mich eine lebenslange und lebenswichtige Aufgabe, für deren bloße Formulierung ich fast ein halbes Jahrhundert gebraucht habe.
Seit ich von meiner Hochsensibilität weiss, sie bewusst habe anerkennen können, sie voll und ganz aus ihrem schuldbehafteten Schattendasein ins Licht holen konnte, entdecke ich sie jeden Tag mehr als Qualität, als Glück und auch als meine grosse Verantwortung. So viele Jahre geduckt in einer kleinen Kiste eingesperrt, und im Dunkel gehockt wie ein Kellerkind, sprudelt sie nun erleichtert wie eine wunderbare, glasklare Quelle durch ein Bachbett voller bunter Edelsteine, genannt Leben, gelegentlich noch von Unwettern getrübt und aufgewühlt, doch fliessen darf sie nun endlich, und dabei wäscht sie viel alten Dreck weg.
Feine Sache, das!
momoseven - 2008/11/01 13:51
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Der unten erwähnte Sprung, der auch bei Kindern nach einer Krankheit zu beobachten ist, und der einen auf eine weitere Wachstumsstufe katapultiert, brettert bei mir zur Zeit ungehemmt rein und ufert derzeit scheinbar in einen Rundumschlag aus. Ein wahnsinnig schönes Gefühl, wenn man, wie von Zauberhand geleitet, ein neues Land betritt. Beim Trommeln staunt man, daß man plötzlich so schnell und sauber spielen kann, das Piano spricht eine neue, wunderschöne Sprache, eine neue, feinere Brücke von Mone´s wirrem Hirn und der Tastatur erschliesst sich, und alles ist noch bunter und schöner als zuvor. Selbst von meinem Sofa aus, auf das ich mich nun körperlich erschöpft zum Extrem-Couching niedergelassen habe, erscheint mir die Welt nahe und aufregend und ich lasse mich treiben im Strom der Vielfalt. Während sich unten die Jungs und Mädels den Stress aus der Seele jammen, wiege ich mich hier oben sanft in Bildern und Buchstaben, Noten und Takten, Farben und Formen, Düften und dem Geschmack von Fencheltee.
Ich kann schon ziemlich viel gleichzeitig wahrnehmen, und wollte sicher mehr, wenn ich es könnte, und daraus ergeben sich derzeit manchmal sehr beseelte Momente, ohne daß ich gleich überreizt hintenüber kippen muss. Was bedeutet, daß ich beginne, Kraft zu gewinnen.
Für heute ist´s aber gut, hab doch tatsächlich bei der Djembe nach einer Weile meine leicht geschwundenen Muskeln gespürt, und so intensiv heute die Freude ist, der doofe Herr Schmerz ist es leider auch.
Muss mich in mein Bett prügeln, welches hoffentlich demnächst nicht mehr von wummernden Bässen geschüttelt wird, obwohl mein High-Sensation-Seeker Attacke schreit und ich jetzt eigentlich gerne auch noch tanzen würde.
Es musste mir aber erst richtig dreckig gehen, um jetzt mit Ergebenheit die Bremse ziehen zu können, der Spock in mir wurde überzeugt, langfristig zuerst mal halblang und nicht gleich wieder alle gewonnene Energie rauspulvern, aber ein paar Häppchen zwischendurch erhalten die Hochsensible bei Laune, bis bessere Zeiten kommen.
Habe das seltsame Gefühl, meine Finger brabbeln ohne mein bewusstes Zutun auf der Tastatur rum, seit meinem ersten Beitrag habe ich da doch einiges dazugelernt, und werde wohl demnächst beginnen, mit den Zehen schreiben.
Jetzt schnapp ich meine Klampfe
und setz mich auf mein Bett
und singe alte Lieder
ich glaub, das wird ganz nett.
Oder so!
Beseeltes Monchen meldet sich für heute ab.
momoseven - 2008/11/01 00:38
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So völlig ekelhaft und übertrieben nett war das heute. Da ich beim Essenbeleidigen heute nicht so recht mithalten konnte, (auch wenn ich mich olfaktorisch extrem belästigt gefühlt habe), muss ich mich doch mal echt über diese widerlich erschlagende Kreativität und den bis zur nervös-kichernden Enerviertheit ausgekitzelten Humor beschweren. Da muss man auch noch lachen hier!!!
Aber ein besonderes Lob an das heutige Küchenteam: Ihr seid die Wochensieger in unserer beliebten Küchenverwüstungscompetition.
Herzlichen Glückwunsch, M. und T. Ein unschlagbares Team, echt.
Ich ging jedenfalls nach meinem Hipp-Gläschen erst mal mit dem Hund raus.
Heute ist ja irgendwas mit HalloWien, oder so ähnlich, ;-), jedenfalls hab ich, angeregt vom netten Nachbarblog vom weltuntergangsstimmungsmäßig hoch frequentierten Supermarkt ein paar Gutzeli mitgebracht, und in einer grossen Schale unten an den Eingang gestellt. Da wir hier in einer sehr kindergerechten, verkehrsberuhigten Wohngegend residieren, klingelte es an diesem Abend ca.500x, denn auch die übliche, bucklige , freitägliche Sessiongemeinde drudelte nach und nach ein, und während oben die ersten, heftigen Erschütterungen das familiäre Schloss erbeben liessen, gaben sich unten an der Haustüre leicht verlegen-lächelnde Harry Potters und Potterinnen in allen Grössen die Klinke in die Hand. Es war irgendwie schön, ihnen die Schüssel mit den Bonbons zu reichen, und sie mit einem Lächeln und einem Gruß wieder in die Nacht zu schicken.
Zur Zeit muss man sich ja echt um´s Schlagzeug prügeln hier. Irgendwie wollen alle jetzt zeitgleich ihr Coming-Out am Schlagzeug haben und da passieren wunderschöne Sachen, wie die Initiation einer langjährigen guten Freundin des Hauses, die lange bei den Sessions etwas betreten herumsaß, und doch so gerne kommunizieren wollte, und Gemeinsamkeit empfinden. Nach all den Jahren kommt heraus, wie begabt sie für das Schlagzeug ist, überhaupt für Musik, und vor allem- wie glücklich sie das macht.
Ich erfuhr heute auch eine sehr schöne Sache: den Sprung.
Hatte, bis auf gelegentliches , schmerzverzerrtes Rumgedöppele auf dem Schlagzeug ein paar Wochen nicht gespielt, nur geistig, in mir da ratterte es und dudelte und arbeitete immer weiter (ein Mechamitmus, das) und heute machte es einfach: HÜPF!!! Und ich fetzte mit neuem Bewusstsein durch nette Siebener, groovte auf der Djembe in feinstem Gespinst mit dem hochmotivierten Schlagzeuger, kann seit heute mit der rechten Hand Piano spielen, wahrend ich mit der linken Hand die Rassel betätige. Hübsches Kuddelmuddel in den Hemisphären, ich mag dieses Gefühl, dazu dann noch singen kommt dann noch.
Hier ein verschwommener Eindruck des Spasses, den ich heute hatte:
und ich war damit nicht alleine!
momoseven - 2008/10/31 23:23
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Nachdem ich heute morgen erst gegen 6 Uhr früh einschlafen konnte, habe ich heute morgen meinen Arzttermin irgendwie voll verbummelt. Kommt selten vor bei mir, bei ca. 30 Arztbesuchen vielleicht 2x, und ich ärgere mich schon auch sehr, zumal mir mein Arzt heute an meiner schmerzenden Hüfte rumknacksen wollte, aber andererseits war ich, obwohl frisch geduscht, und bereit, loszufahren, dann einfach mal erleichtert, heute dem typischen Geruch einer Arztpraxis entgehen zu können. Ich habe noch kaum die Eindrücke vom Krankenhaus richtig verarbeitet, die geplatzten Venen in meinen Armen leuchten signalfarben, und noch immer tut der Hals weh von der Magenspiegelung, deren Beginn ich trotz der Narkose noch würgend in Erinnerung habe.
Ich glaube, es ist sehr wichtig, sich genug Zeit zu lassen, Erlebnisse zu verarbeiten, einfach sich setzen zu lassen, seinen vorläufigen Frieden damit zu suchen, sonst kann sich leicht eine unangenehme, hinderliche Aversion entwickeln, die in meinem Falle meiner Heilung eher unförderlich entgegenwirkt.
Wie ein Dieb, der einen überraschenden Coup geleistet hat, freue ich mich diebisch über diesen, nun arztfreien Tag, an dem ich sicherlich nicht viel anderes tue, als sonst auch: Bloggen, Teetrinken, mit dem Hund rausgehen, meine Medikamente einpfeifen, aber heute kommt es mir vor wie ein Geschenk, wie ein Urlaubstag.
Der Tag scheint mir zuzustimmen, habe gerade einen schönes, klärendes Telefonat mit einem mir sehr wichtigen Menschen geführt, welches mir eine grosse Last von den Schultern genommen hat. Und heute Nacht schon habe ich ein paar mich extrem störende Faktoren in ihr positives Gegenteil verwandeln können, nach dem Motto: If you can´t beat them, join them. Der oft Einzige Weg, dem allesumfassenden Lärmpegel dieses Hauses zu entgehen, ist, selber mitzumachen. Eigentlich bin ich runter, um mich zu beschweren, daß die Bässe selbst durch meine Ohrstöpsel dringen, und sogar das Hundini dauend knurrend die Ohren spitzte, und daraus wurde eine schöne Stunde nach Mitternacht, in der ganz beiläufig und spielerisch (ich am Schlagzeug, inmitten von schwirrenden Minihelikoptern), Positives und Produktives ausgetauscht wurde, und man sich von Neuem mit gutem Willen begegnen konnte. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut!
Und so wird heute, unter Herauslassung der kulinarischen Genüsse, die der Freitagabend hier meist zu bieten hat, doch zumindest der musikalischen und menschlichen Seite dieses Abends gefrönt werden können, nach dem immer beliebten Motto:
Wir kicken heut den Gong durch die Bude, bis der Nachbar bricht.
Und darauf freu ich mich, heute an meinem Urlaubstag.
momoseven - 2008/10/31 11:56
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Wie eine alte Frau
beraubt der Lebenskraft
so sitz ich hier im Schlafanzug
und trinke meinen Saft
Lang schon trink ich kaum Wein
Das lass ich lieber sein
der wunderbare Rebensaft
ist grad für mich nicht fein
Wie´n Baby schluck ich Brei
Gemüseallerlei
auf alle meine Lieblingsspeisen
ich leider nur noch spei
In Decken eingemummelt
den ganzen Tag verbummelt
Selbst wenn ICH gute Laune hab
mein Magen ist`s, der grummelt
Es lässt mir keine Ruh`
Es plagt mich immerzu
versuchen, nicht verrückt zu werden
das ist es, was ich tu
Auch das ist hartes Leben
der Himmel mir gegeben
und ohne Besserung zur Zeit
bleib ich am Elend kleben
Es macht unendlich mürbe
Als ob da etwas stürbe
Als ob da etwas sterben soll
weil Karma fordert seinen Zoll
Wenn bleibt mir noch zu leben
Neu kann ich dann mir weben
den Teppich meiner Eigenheit
zum Kunstwerk ihn erheben
Das ist ein schönes Ziel
im Leben gibt es viel
was wirklich sich zu leben lohnt
ich bin´s nur gar nicht mehr gewohnt
Der Schritt nach vorn ist niemals leicht
doch bliebe sonst das Leben seicht
doch Leben sollte etwas sein
was immerzu das Herz erreicht.
(Auch als Lied mit der Bi-Ba-Butzemann-Melodie oder so was ähnlichem vor sich hinschaukelnd singbar)
momoseven - 2008/10/31 04:39
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