Es ist jammerschade, denn hier bei mir sind dicke Wolken aufgezogen, und ich werde den Venus-Jupiter-Mond-Kuss nicht sehen können, dabei habe ich mich so darauf gefreut.
Ca. JETZT zur Mondsichel im Westen gucken, wenn Ihr klare Sicht habt. Wenn ihr die beiden Planeten nicht sehen könnt, sind sie gerade HINTER dem Mond, und es ist sicher ein spektakulärer Anblick, wenn sie wieder auftauchen. Ein Foto machen wäre schön, und es mir zeigen wäre noch toller.
Ich werde jetzt trotzdem noch einmal rausgehen, vielleicht gibt es irgendwo eine kleine Lücke, ich HOFFE es.
momoseven - 2008/12/01 17:05
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Schon als Kind litt ich unter Einschlafproblemen. Vielleicht fürchtete ich mich vor der Dunkelheit und vor den schlimmen Träumen, die ich als Kind oft hatte. Da ich wahrscheinlich schon damals hochsensibel war (Diese Eigenschaft kann vererbt werden, aber auch durch prägnante Lebenserfahrungen- und ereignisse hervorgerufen werden), fand ich auch keine Ruhe, weil ich soviel denken musste, und es nicht abschalten konnte.
In späterer Zeit kam eine Phase, da bekam ich, sobald mein Haupt das Kopfkissen berührte, wahnsinnige Herzklopfen, bis hin zu Panikanfällen, oft lag ich bis 4 Uhr früh wach, verzweifelt, weil ich morgens zum Arbeiten aufstehen sollte. Lange hielt ich das nicht durch, es war die Zeit, als ich in die Klinik musste und zeitweise gar nicht mehr schlief, oder nur noch mit starken Schlaftropfen.
Die nach der Klinik folgenden Jahre ging es immer besser, ich war müde, ich ging ins Bett, ich las ein paar Seiten, und dann fielen mir die Augen zu, und ich schlief wie ein Murmeltier, so, wie es eigentlich sein sollte.
Am Besten schlief ich, weitab von jeglichem Lärm, mutterseelenallein, auf meiner Finca, mit einem befriedeten Geist, einem rechtschaffen müde gearbeiteten Körper und der Vorfreude auf den nächsten Tag.
Hier nun kehrt diese unselige Störung wieder zu mir zurück, genährt gleich von mehreren Faktoren, die sich einander irgendwo bedingen, und mich des wohligen, nächtlichen Schlummers nachhaltig berauben.
Ich muss dazu sagen, daß ich, obwohl ich derzeit nicht arbeite, und oft keine Termine morgens wahrnehmen muss, versuche ich, unter der Woche immer gegen spätestens 9 Uhr aufzustehen. Ich versuche, mich untertags nicht hinzulegen, damit ich abends schön müde bin.
Meine letzten Nächte sahen folgendermassen aus:
23h, Mone ist schön müde. Legt sich ins kuschelwarme Bett, sinkt mit einem Seufzer auf die Kissen. Entspannt. Durch die Entspannung befreien sich die, zuvor mühsam unterdrückten Gedanken zu ihrer schwierigen Situation, und den aktuellen, unlösbar scheinenden Problemen. Das Herz beginnt, lauter zu klopfen. Von der Wohneinheit des Nachtmenschen unter ihr, der jetzt gerade richtig wach wird, beginnt, ein Bass zu hämmern. Fast unhörbar, aber seismisch sicherlich feststellbar, zumindest mit dem Brustkorb, der auf jegliche Vibration mit anregender Tätigkeit beginnt. Klopf, Klopf. Da die Bitte um Ruhe aus Erfahrung notorisch ignoriert wird, schliesslich wird gearbeitet, und dann muss eben auch mitten in der Nacht noch mit schweren Schuhen rumgetrappelt werden, und eine komplette Mahlzeit gekocht werden (von der ich schon weiss, daß ich deren unverfälschte Überreste am Morgen in der Küche vorfinden werde), greife ich zu meinen Lärmschutzstöpseln (ein für Hochsensible unverzichtbares Requisit). Das Problem ist, daß sich die, auch noch durch die inzwischen hinzugekommene Wut hochgepeitschten Herztöne durch die Ohrstöpsel noch verstärken. Klopf, Klopf, Klopf.
Nach intensivem Beten, Reiki und 4-mahligem Klobesuch dann endlich gegen 4 Uhr (plus-minus 1 Stunde) in den reinen Schlaf der Erschöpfung gefallen, steht um ca. 6.30h ein Presslufthammer neben ihrem Bett, so hört es sich zumindest, trotz inzwischen schmerzender, zugepappter Ohren an, auch wenn es in Wirklichkeit von der neuen Baustelle gegenüber kommt, da werden 4 Häuser gebaut, die die letzte schöne Aussicht in der vollgebauten Strasse versperren.
Nach so einer Nacht fühle ich mich nicht gerade wie ein junges Reh, und je länger diese gestörte Nachtruhe dauert, desto nervöser werde ich, und desto ungerner gehe ich überhaupt ins Bett, weil ich Angst vor den endlosen Stunden des Rumwälzens habe.
Einschlafprobleme oder Schlaflosigkeit ist ein sehr quälendes Phänomen, von dem sicher sehr, sehr viele Menschen betroffen sind. Mit der Zeit rutscht man in eine Art Unsensibilität für die eigene Müdigkeit hinein, aus der man nur sehr schwer alleine wieder rausfindet. Man fürchtet die Müdigkeit, man will sie nicht, weil sie einen doch wieder nur in diese nächtliche Hölle bringt.
Man wird untauglich für den Tag. Nach so einer Nacht schaffe ich es oft, trotz Schuldgefühlen, nicht, um 9 Uhr aufzustehen, und wenn ich es tue, bin ich den ganzen Tag am Arsch, und kann Abends doch wieder nicht einschlafen.
Bei mir hat sich das in den 8 Monaten, die ich jetzt hier lebe, nach und nach wieder manifestiert, und beginnt, mich schon langsam wieder an den Rand der Verzweiflung zu bringen. In den letzten Wochen konnte ich Nachts nie länger als 5 Stunden schlafen (Ich brauche eigentlich 7-8 Stunden), und MUSS manchmal vormittags etwas Schlaf nachholen, weil mein Körper einfach nicht mehr kann.
In meinem Fall wird dann auch noch belächelt, daß ich behaupte, ich würde auch emphatisch die Wachheit anderer Leute im Haus fühlen, und deßhalb selbst wieder wach werden.
Aber es ist so, ich schlafe am besten in einem Haus voller schlafender Menschen, oder ganz allein in einem Haus, weit weg von allen Menschen.
Permanente Schlafprobleme sind meiner Meinung nach ein gravierendes, ernstzunehmendes Problem, welches aus einem arbeitsfähigen, stabilen Menschen ein arbeitsunfähiges, nervliches Wrack machen können, das den Anforderungen unserer Gesellschaft nicht mehr nachkommen kann.
Viele Menschen können nur mit Hilfe von Drogen den Zugang zu ihrer so nötigen Ruhe finden, und rutschen mit der Zeit aus dem sozialen Gefüge raus, weil sie morgens nicht aus dem Bett kommen, wofür sie leider oft noch verurteilt werden.
Ich kann dies alles verstehen, man gerät in einen Teufelskreis, den ich nur zu gut kenne.
Mein Platz in der Klinik ist jetzt gebucht, ich weiss mir derzeit nicht anders zu helfen, als Hilfe zu suchen, die hoffentlich nicht zu lange Wartezeit werde ich weiterhin ordentliche Spatziergänge machen, Abendtees trinken, Beruhigungsbäder nehmen, und versuchen, nicht wahnsinnig zu werden.
Ich wünsche Euch GUTE Nächte!!!
momoseven - 2008/12/01 12:43
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Ich zünde den Kamin an, nachdem ich mir alle nötigen Untensilien bereitgelegt habe: Zeitungspapier, das ich jetzt zerknülle und in einen kleinen Haufen in die Mitte der Feuerstelle lege. Ich zerknackse die kleinen Äste und ordne sie auf dem Papierhaufen an, darauf ein paar dickere Äste. Ja, ich kann anzünden, bald werden alle kommen, und sie werden hungrig sein, und dann muss eine schöne Glut zum Grillen da sein. Ich zünde die Kerzen an, stelle Gläser, Teller und Besteck auf den Tisch, und Servietten in die Mitte. Die Stühle stehen schon im Kreis, heute werden mehr kommen. Noch ein bisschen Geschirr gespült, der Hund bellt, da kommt schon der Erste. Wie immer ist es Pedro. Wir begrüssen uns freudig mit Küssen. Er ist schwer beladen, ich helfe ihm, die Tüten voller Essen, Bierdosen und das Instrument ins Haus zu tragen, gleich in die Küche. Er reibt sich die Hände, Ah, wie gut tut das Feuer, es ist kalt draussen. Ich mache ihm ein Bier auf, während er die Trommel auspackt und lachend seinen Tag erzählt.
Brasky bellt. Oh, schön, es ist schon Seydou und Joan ist auch dabei, heute richtig pünktlich. Ich gehe ihnen wie immer entgegen, auch um sie zu küssen, und ihnen beim Reintragen der vielen Sachen zu helfen. Seydou hat frisches Lamm mitgebracht und Juan seine grosse Dun-Dun, das klingt immer am Besten, wenn er sie dabei hat. Pedro drinnen sitzt schon vor seiner Trommel, das Bier schon auf dem Tischchen in der Mitte, doch er steht wieder auf, um die Anderen zu begrüssen. Es gibt immer so viel zu erzählen, und zu fragen. Man sucht sich seinen Platz um das Tischchen, das Essen wird in die Küche geschafft, Biere aus dem Kühlschrank geholt. Da kommen schon die Nächsten, jeder hat etwas mitgebracht. Pedro ist ungeduldig, er will spielen, heute ist kein Unterricht, sondern Session, Jose kommt herein, packt sofort seine Trommel aus, die ersten Trommeltöne erklingen. Eine erste Runde beginnt. Seydou gibt den Sandangounou vor, ganz langsam. Trommeln und Stühle werden herumgerückt, Kissen untergeschoben, noch einen Schluck vom Glas, einen Zug an der Zigarette, und alle beginnen sich auf den Rhythmus einzuschwingen. Bald wiegen sich alle in einer gemeinsamen Energie und Aufmerksamkeit. Es kommen immer wieder neue an, die begrüsst werden, ohne das der Rhythmus unterbricht. Sachen werden in die Küche gebracht. Einige setzen sich sofort mit ihren Trommeln in die Runde, andere gehen in die Küche, man hört Weinkorken ploppen, und Salate werden ausgepackt. Jeder kennt sich aus in dieser Küche, das Feuer wird gerichtet, Füsse wippen im Takt, während man am Wein nippt, und sich begrüsst.
Der Rhythmus ist sehr schnell geworden, sauber, das klingt gut heute, der Groove ist schon da. Seydou führt uns in einer schönen, sauberen Schluss, und alle lachen fröhlich auf. Gleich noch eine Runde, los, wir wollen den Afro, der noch, aber ordentlich, und dann wird gegrillt. Schnell setzen sich noch weitere dazu, es wird schon ein bisschen eng, aber alle sind begierig zu spielen, und wir gleiten in den fröhlichen Takt, Seydou ist heute gut drauf, er hat Lust zu spielen, und bombardiert uns mit den irrwitzigsten Soli, während wir lachend versuchen, gemeinsam zu bleiben, Grimassen werden gezogen vor Anstrengung. In der Küche beginnen die ersten, sich zur Musik zu bewegen, hüpfen auf-und ab, während sie den Salat und das Brot schneiden. Unser Spiel endet schliesslich, huh, 20 Minuten Full-Power, gutes Aufwärmen. Alle streben in die Küche. Das Lamm wird ausgepackt, die Glut zurechtgerückt, geraucht, getrunken, Jose sitzt schon wieder an der Trommel, Leute laufen rein und raus, Hunde ihnen hinterher, Pedro legt seine neueste CD auf.
Das frische Lamm ist köstlich. Es wird auf grosse Teller gelegt, und jeder pickt sich etwas heraus, gabelt sich den Salat, beisst ins frische Baguette, nimmt einen Schluck vom Glas. Es wird lange gegessen, geplaudert und zur Musik gewippt, doch nach und nach kehren alle zu ihren Plätzen zurück, und dann geht es richtig los, viele Runden, der Klang ist kilometerweit zu hören, das ganze Haus ist unter einer Glocke von wiegendem Klang, erfüllt mit lachenden, tanzenden Menschen.
Mehrere Stunden geht das noch so, bis sich nach und nach die Gäste verabschieden. Die letzten sitzen in der Küche vorm Kamin, der eine hat eine Gitarre gegriffen, der andere ein Didgeridoo, und Joan zieht seine Flöte aus der Tasche, jemand beginnt zu summen, und eine Weile summen alle.
Der Morgen graut, alle sind müde, es gibt Gästelager, alle legen sich erschöpft, aber beglückt nieder und dann kehrt Stille ein.
So in etwa verliefen in den letzten Jahren sehr viele Freitag-oder
Samstagabende und -nächte bei mir zu Hause auf der Finca. Manchmal waren bis zu 20 Leute da, im Sommer, wenn man draussen sein konnte, waren es manchmal 40 oder 50, vor allem, wenn jemand Geburtstag hatte. Es kamen immer neue Leute hinzu, auch viele, die nicht trommelten, aber gerne tanzten. Viele haben nach einem solchen Abend mit dem Trommeln begonnen.
Ich spielte in meinen besten Zeiten an solchen Abenden manchmal bis zu 6 Stunden, in den Pausen tanzte ich meistens, und griff schon auch mal zur Gitarre und sang.
Ich war danach zwar erschöpft, aber auch regeneriert und angefüllt mit neuer, guter Energie.
Das fehlt mir hier sehr, deßhalb musste ich mal wieder da hinreisen. Dahin, wo es immer noch ist, in meinem Herzen.
momoseven - 2008/11/30 18:17
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Gestern und heute dachte ich, mein Weblog ist kaputt, weil niemand von meinen lieben Abonnenten auch nur einen Pieps gemacht hat, das ist noch nicht vorgekommen. Ich bin halt viel zuhause, gehe ab und zu am Lap vorbei und gucke nach, was sich so getan hat, aber- Nichts.
Erst vorhin, nachmittags sah ich einen neuen Kommentar, und wusste, daß wahrscheinlich alle einfach was Besseres oder Dringenderes zu tun hatten, oder, so wie ich, keine rechte Lust zum Schreiben.
Ob das wohl der Jupiter und die Venus sind, die ich heute schon recht nahe am westlichen Abendhimmel zusammenstehen sah? Übrigens beeindruckend wunderschön doppelt leuchtend am klaren Nachthimmel. Meine früheren Beobachtungen der Reaktionen und Stimmungsänderungen von Menschen bei prägnanten Himmelsereignissen, vor allem bei lustigen Konstellationen unserer Planetenkumpels haben mir oft einen starken Einfluss auf´s Gemüt bestätigt, nicht nur bei mir selbst.
Aus Gesprächen mit Freundinnen und aus eigenen Erfahrungen weiß ich, daß gerade bei vielen Leuten so richtig die Kacke am Dampfen ist.
Eben leider auch bei mir, worüber ich hier aber nicht berichten will.
Deswegen muss das WG-Logbuch diese Woche auch leider ausfallen.
Mir selbst geht es soweit gut, keine Schmerzen, ziemlich fit, nur seelisch ziemlich belastet, von dem, was gerade um mich herum geschieht.
Ich war fleissig, habe stundenlang in meinem Zimmer rumgesaugt, beim Spatzierengehen sah ich heute meinen Hund nur sporadisch, und wenn, dann von hinten, weil er mit seinen beiden Lieblingskumpels unterwegs war, während ich mit Lieblingsfreundin und einer gemeinsamen Bekannten nach einer Weile rumschimpfen wieder zum Gelächter gefunden haben, und das tut immer gut!
Ich werde es mir heute sowas von gemütlich machen, und an meinen neuen Pulswärmern rumhäkeln, bisschen auf meiner Gitarre rumklampfen, und dumm rumsingen, und mir später die Rückkehr der Aliens reinziehen. Ich gucke äusserst selten Horror, weil mich das meistens zu sehr aufregt, und ich keinen Spass an blutigen Szenen habe, aber die Alien-Filme sind vor allem gute Science-Fiction, und zwar nicht diese Saubermann-Vision wie bei Star Trek (obwohl ich das auch sehr mag), sondern eine gekonnte, psychologische Auseinandersetzung mit dem Unbekanntem, dem Bedrohlichen, den Urängsten, die sehr real und nachvollziehbar rüberkommt, und vielleicht deßhalb so unter die Haut geht.
Früher konnte ich sowas alleine und Nachts überhaupt nicht gucken, habe Alien1 mit Betreuung meines älteren Bruders am vormittag gekuckt, aber inzwischen kann ich das.
Und heute brauche ich vor allem Ablenkung von den, in mir kreisenden Themen.
Euch allen Vermissten und auch allen anderen Bloggern noch ein Schööööööönes Wochenende!!!
momoseven - 2008/11/29 18:29
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Zur Zeit macht sich meine Sensibilität vor allem auf der Gefühlsebene bemerkbar. Ich bin verletzlich wie ein rohes Ei, alles bringt mich aus der Fassung, Tränen fliessen jeden Tag, und es fällt mir schwer, irgendjemanden zu sehen, zu ertragen, obwohl ich gleichzeitig nach Gesellschaft und Gemeinschaft hungere.
Ich fühle mich wieder wie ein kleines Mädchen, da, als es anfing wehzutun, als meine Kindheit vorbei war.
In diesem Dunkel bin ich jetzt wieder, durchmesse es mit zögerlichen Schritten.
Vor diesen Gefühlen bin ich so oft davongelaufen, hab sie einsinken lassen in den Körper, bis sie sich als Schmerzen wieder bemerkbar machten. Als körperliche Schmerzen, während sich meine Seele im grauen Zimmer verbarg.
Aber jetzt kann ich mich nicht mehr verbergen, ich will es nicht mehr,
und nun fluten alle verdrängten Gefühle mein Bewusstsein.
Soviel Wut, sie soll meine Triebfeder sein.
Soviel Schmerz, er soll mich eines Besseren belehren.
Soviel Angst, sie soll mein Prüfstein sein.
Soviel Trauer, sie soll mich weitertragen zur Freude.
Soviel Zweifel, sie sollen meine Wahrnehmung schärfen.
Soviel Schuld, sie soll mir helfen, ein guter Mensch zu werden.
So müde!
momoseven - 2008/11/28 13:02
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Vielleicht hat er mir, frisch aus dem Skorpion kommend, solch einen Alptraum beschert? Nach meinen Beobachtungen sind Skorpiontage für mich immer mit besonderer Vorsicht zu geniessen.
Demnächst, am 1. Dezember git es mal wieder ein besonderes Himmelsschauspiel, wenn das Wetter hoffentlich mitspielt. Jupiter und Venus stehen eng zusammen, und die 4 Tage alte Mondsichel wandert eng an dieser Konstellation vorbei, oder sogar über sie drüber. Kurz nach Sonnenuntergang am westlichen Himmel über dem Horizont zu beobachten, könnte spektakulär werden. Vielleicht sollte ich doch mal das Stativ mit auf die Wiese schleppen...
momoseven - 2008/11/27 15:54
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Ich kann mich praktisch nie an meine Träume erinnern, aber dieser ist hängengeblieben:
Ich sitze mit einer alten Freundin, neben der ich in der Schule saß, und immer viel Spass hatte, in einer Art Seilbahn. Genauer ist es ein altes Schaufelband, ganz rostig, in denen man zu zweit aber bequem sitzen kann. Diese Bahn führt in grosser Höhe von einem Berggipfel in ein Tal mit einer Stadt. Wir klettern von Schaufel zu Schaufel, da sich das Ganze nur sehr langsam bewegt. Die Freundin klettert vor mir, und stürzt plötzlich ohne einen Laut in die unter uns liegenden Wälder. Auch Brasky ist bei uns, uns auch sie fällt plötzlich runter. Ich bleibe in einer Schaufel sitzen und bin so entsetzt, daß ich mich nicht rühren kann, mich nicht hinauslehnen, um nach unten zu sehen, sie da unten zu suchen. Ich versuche per Handy 110 zu wählen, aber am anderen Ende höre ich nur ein Radio, und diskutierende, scherzende Stimmen, mein Anruf wird ignoriert, so sehr ich auch in den Höhrer schreie.
Irgendwann kommt das Band unten an, und ich springe raus. Ich weiss irgendwie, daß Brasky lebt, und nun allein durch die Wälder irrt, und habe Angst, daß sie jemand mitnimmt., und ich sie niemals mehr wiedersehe. Daran, daß die Freundin tot sein muss, habe ich keinen Zweifel.
Unter Schock suche ich eine Polizeistation, kann vor Entsetzen kaum reden, finde nur Einkaufsläden, und die Menschen, die ich frage, gucken mich nur komisch an, und schicken mich weiter.
Ich irre auch in einem Bahnhof umher, suche jemand, der mir hilft, meine Freundin und Brasky in den Wäldern zu suchen.
Am Schluss taucht die abgestürzte Freundin lachend wieder auf, ein Paar weisse Turnsschuhe schwenkend, denen sie nachgesprungen sei. Auch Brasky ist wieder da. Ich bin immer noch total entsetzt, und sprachlos, kann nicht verstehen, wie mir die Freundin so einen Schrecken einjagen konnte, und schwanke zwischen Wut und grenzenloser Erleichterung.
Puh, ich bin froh, daß ich nicht so oft weiss, was in meinen Träumen abgeht, war echt schrecklich.
momoseven - 2008/11/27 12:30
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Die gute Nachricht: Die Reparatur meines Lap´s ist nicht so teuer, wie ich dachte, das Teuerste ist die Aufpumpung auf 2 GB.
Die schlechte Nachricht ist, daß ich es erst Dienstag nächster Woche wieder haben kann. Meine Kamera zappelt schon ungeduldig ob der angestauten Bilderlast, hab soooo schöne Fotos gemacht, auch vom inzwischen fast abgetauten Schnee, in dem auch wieder viele Augen glotzten, und merke, daß mir mein Blog ohne Foto´s viel weniger gefällt. Das es mich selbst entspannt, wenn ich zwischen irgendwelchen Hardcorethemen ein paar hübsche Bilder reinstellen kann.
Na ja, kommt wieder.
Körperlich kann ich mich nicht beklagen, nur mehr minimale Schmerzen, und durch die Nahrungsumstellung ein angenehmer, leichter Gewichtsverlust, scheine auf dem Weg zu sein. Habe heute mit Schwung wichtige Sachen erledigt, und werde gleich mit meiner neuen Sportfunfktionsunterwäsche mit Fleeceverstärktem Knie-und-Hinterteil auf die dunkle Wiese hüpfen.
Seelisch bin ich durch häusliche Ereignisse ziemlich angeschlagen, würde wirklich gerne ausziehen, habe aber dafür die Kraft noch nicht. Wenn man sich jeden Tag ärgern muss über an sich vermeidbare Sachen, deren Lösung jedoch an einer gewissen Konfliktunfähigkeit der verschiedenen Parteien scheitern (und da nehme ich mich nicht davon aus, obwohl ich sehr bemüht bin, zu lernen), wenn man jeden Tag viel runterschluckt, um wirklichen Ärger zu vermeiden, und dann auch noch hochsensibel ist, das ist das ein harter Brocken, und jeder Heilung sehr abträglich, weil es furchtbar viel Kraft kostet.
Ein, für mich persönlich gesundes Zeichen ist, daß ich total nah am Wasser gebaut bin, und öfter einfach mal losheulen muss, was es früher bei mir nicht gegeben hat. Für mich ist das ein Zeichen, daß ich mich meinen Gefühlen wieder angenähert habe, ich nicht mehr so den Umweg über den Körper mit seinen psychosomatischen Wehwehchen machen muss, sondern einfach weinen kann, wenn ich traurig bin, schimpfen, wenn ich wütend bin, und das mit dem Freuen hat ja schon vorher immer gut geklappt...
ALLE meine Gefühle fühlen, nicht nur die guten, und alle akzeptieren, mich nicht mehr dafür schämen, für mich ein grosser Fortschritt.
Mich darin auch artikulieren zu können, vor allem, wenn ich wütend bin, und mit etwas wirklich nicht einverstanden, das ist mein nächstes Lernziel. Da habe ich einfach eine zu lange Leitung und bin schlagfertigeren Menschen immer unterlegen.
Irgendwo habe ich mal bei irgendwelchen weisen Meistern gelesen, daß man immer seinen Leidenschaften folgen sollte, den wirklichen, die, die, wenn man an sie denkt, Dir Tränen in die Augen treiben. Bei mir hat das alles im Moment damit zu tun, daß wir es uns alle soviel leichter machen könnten, wenn wir nur ein Minimum über unseren Tellerrand rausblicken könnten.
Meine Sehnsucht ist, in einer Gemeinschaft zu leben, in der jeder Einzelne als das gesehen und behandelt werden kann, was er ist, und deren Grundkonsens Respekt und Liebe ist.
Diese Sehnsucht treibt MIR die Tränen in die Augen.
Ich finde, das ist ein guter Grund!
Euch einen gesegneten Abend allerseits!!!
momoseven - 2008/11/26 17:52
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Konnte lange nicht einschlafen und fühle mich heute platt und matschig wie die letzten Äpfel auf der Wiese. Das Thema hat mich einfach am Kragen gepackt, und mich vor die Tür des grauen Zimmers geschleppt. Ich will da aber nicht rein, und auch nicht in die Jammerkammer. Es arbeitet in mir in Form von Fieberschüben, und schüttelt mich ordentlich durch das ganze Repertoire von Verdrängungsversuchen und Kopfkonstrukten, aber ich habe heute einfach keine Lust dazu. Ich WILL es nicht denken.Ich lasse es einfach in mich einsinken, so lange, bis es unten wieder aus mir ausfliessen kann, ich lasse es machen, sehe ihm dabei zu und denke dabei an den Süsskartoffeleintopf, den ich gleich kochen werde, an meine Berwerbungen, die ich heute vorbereiten will, an das Kissen, das ich heute fertighäkeln will. Ich bekämpfe es nicht mehr, ich will mich nicht dauernd damit aufhalten, obwohl ich mittendrin bin.
Ist Zeitverschwendung, denn es ist alles 1000 gedacht worden, und es gibt keine Lösung, als einfach weiterzuschreiten, jeden Moment neues Land zu sehen, das Alte loszulassen, damit Platz für das Neue entsteht.
momoseven - 2008/11/25 16:17
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Wo einen wahlloses Zappen manchmal hinführt:
Die Reportage: "Frozen Angels" heute Nacht im ZDF, ein einfühlsamer, kritischer Bericht aus der Welt der künstlichen Befruchtung, der Leihmütter, der bereits am Horizont heraufdämmernden, gentechnisch perfektionierten, blonden und blauäugigen Nachkommenschaft, künstlich gestaltet nach Wunsch und Bedürfniss der, grundsätzlich wohlhabenden Wunscheltern.
Die Idee, die Hitler von den Amis geklaut hat, denn die hatten diese Idee schon lange.
Manipulation des Erbgutes, Eugenik, die bewusste Züchtung von intelligenteren, schöneren, krankheitsresistenteren Menschen.
In der Sendung: ein wunderbarer, zynischer dicker Mann, ein Radiosprecher, der sich dieses Themas vehement angenommen hat, seine Kinder sind selbst Produkte des Invitroverfahrens, der sagte, wenn ich meinen Kindern 20-30 Lebensjahre mehr schenken kann, Klar, SOFORT!!!
Die Szenen bei der Geburt einer Leihmutter, die 9 Monate im vollen Bewusstsein ein Kind in sich austrägt, um es dann wegzugeben. Ihr beherrschtes Gesicht, das bereits zeigt, daß sie sich über viele Jahre grämen und sehnen wird. All die vielen, seltsamen, unterdrückten Gefühle, die dabei eine Rolle spielen. Ein ausgesprochen symphatischer junger Mann, der einer der ersten Ergebnisse dieser Verfahren war, sein Spender hatte einen IQ von 180, er auch, aber er ist so intelligent, daß er sich davon distanziert, daß er sagt, für ihn ist das etwas perverses, Geldmache, Gottspielen, an der Natur rumpfuschen.
Das mir, mir, einer Frau von 46 Jahren, die, weil sie (leider) nie jemanden fand, der das mit ihr hätte durchziehen wollen, nie Kinder hatte, und GOTTSEIDANK niemals hat abtreiben müssen. Die zu alt, und gar nicht Geld verdienend ist, um eines der Millionen von elternlosen Kindern adoptieren zu dürfen, (ihre eigene Mama ist ein Adoptivkind), die sich erst vor kurzem eine Hormonspirale hat einsetzen lassen, um nicht ungewollt aus diesem Kelch trinken zu müssen, und die weinen muss, wenn sie eine Geburt im Fernsehen sieht.
Es gent nicht um die Kinder, die dann entstehen. Die sind, wie alle Kinder, einfach wunderbar. Es geht darum, was in den Köpfen dieser Menschen ist, was für Herzenswünsche sie züchten, daß Samenbänke für manche Menschen ein äusserst lukratives Geschäft geworden sind, eine Marktlücke sozusagen. Das perfekte Kind, das wollen sie haben, auch wenn ihnen die Natur und ihr Schicksal eigentlich sagten, es ist nicht an Euch!
Das geht bei mir ans Eingemachte. Denn, obwohl die Medizin mittlerweile soweit fortgeschritten wäre, daß selbst ich in meinem Alter noch ein Kind haben könnte, und dieses Wissen manchmal, und heute nacht mal wieder besonders an mir nagt, das Schicksal hat es mir nicht so bestimmt, und ich würde es auch nicht erzwingen wollen, ich glaube, daß alles so sein muss, wie es kommt im Leben, und man das Beste drausmachen muss, aus dem, was einem gegeben wird.
Alles, was man mit seinem EGO durchzudrücken versucht ist irgendwie nicht gesund.
Dennoch ist es schmerzvoll für eine Frau, zu wissen, daß sie nie leibliche Mutter sein wird, nie erleben, wie es ist, schwanger zu sein, nie ein kleines Wesen an seiner Brust saugen fühlen wird.
Das IST heftig, und obwohl ich mich schon jahrelang mit diesem Thema beschäftigt habe, knallt es heute Nacht richtig ordentlich rein.
WEIL ich vielleicht jetzt endlich weiss, daß ich eine gute Mutter hätte sein können, den ich habe soviel zu geben, und an wen???
Na, immerhin, ich bin eine beliebte Tante, alle Kinder, und alle Eltern, mit denen ich zu tun hatte, mochten mich sehr ob meiner Geduld und Liebe, die ich ihren Kindern entgegenbrachte.
Und vielleicht ist es ja das was mich irgendwie auszeichnet,
Ich liebe ALLE Kinder. Sind doch eh nicht mein Eigentum, also was soll´s.
Daß ich wahre Mutterschaft nie erleben werde, na ja, damit muss ich leben, es wird mich aber niemals daran hindern, jedes Kind, das mir begegnet, zu lieben, und beschützen zu wollen.
Aus 2. Hand habe ich erfahren, daß eine Adoption eine gute Sache sein kann, und diese Welt ist voll von elternlosen Kindern.
Warum sich nicht um das kümmern, was IST???
Wohin führt uns dieser Egoismus der Menschen, die unbedingt etwas haben wollen, das die Natur ihnen verwehrt???
Es grüsst eine ziemlich aufgewühlte und nachdenkliche Mone
momoseven - 2008/11/25 01:40
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Schluchz, Lamentier, Haare rauff, e.t.c.
Das Mutterbrett ist futsch. An Überhitzung eingegangen wahrscheinlich. Hoffentlich ist die Festplatte mit all den bunten Fotos nicht beschädigt. Buhuhuhuuuuhh!!! Und hoffentlich dauert das Ganze nicht ewig, fühle mich wie behindert, wenn ich keine Fotos reinstellen kann. Werde aber die Gelegenheit nutzen, und aus dem Schlapp-Top ein 2 GB Kraftpaket machen lassen. Und nie, nie mehr im Bett bloggen, das kann die Überhitzung nämlich auch verursacht haben, und ´ne Hausstauballergie dazu.
Ja, diese Computeranfänger...
momoseven - 2008/11/24 17:30
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oder vielleicht
Aufentnahmmome?
Momaufentnahme?
Entnahmmomaufe oder schliesslich
Nahmmomaufente? (Gacker!)
Sucht Euch Eins raus!
Wie Ihr sehen könnt, bin ich heute morgen ziemlich guter Laune.
Bin um Viertel vor 9 aufgestanden, obwohl ich gar nicht musste, habe wichtige Anrufe getätigt, unter anderem einen Arzttermin für mein Laptop, welches ich heute nachmittag bringen kann.
In twoday fand ich´s heute morgen auch schon sehr anregend, ich verzeichne hier und dort Gefühlswallungen und die Beschäftigung mit sehr interessanten Themen, die auch mich zum Denken anregen.
Ausser komischen, nächtlichen Wadenkrämpfen (wovon kriegt man einen Wadenkrampf, wenn man im Bett liegt???)ging es mir gestern, und geht es mir auch heute so was von wesentlich besser, vor allem was meine Energie angeht. Habe unwesentliche Schmerzen, ab und zu ein Pieken, aber kein Vergleich zum letzten Jahr (20 monate sind es gewesen), und das macht meine Laune natürlich noch besser. Ich bin aber noch in der Testphase, der Arzt meinte, vor Weihnachten gucken wir noch mal, und das lasse ich auch so stehen, denn auch wenn ich mich der Euphorie gerne mal wieder hingebe, weiss ich doch, daß sich dieser Zustand erst bewähren und festigen muss. Doch ich glaube, es verläuft wie der Frühlingsanfang. In der Kälte wird es jeden Tag ein ganz kleines bisschen wärmer, ganz wenig,1-2 Grad, doch irgendwann spürt man es, und dann ist es plötzlich nicht mehr kalt, und man ist in der warmen Jahreszeit gelandet.
So, jetzt aber eingemummelt rausgestapft, mal sehen, ob ich den Pfosten wieder treffe.
Das Zauberwort ist Bewegung.
Euch einen Guten Montag!!!
momoseven - 2008/11/24 11:03
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