wenn Menschen aus Angst und Scheu vor einem angsterzeugenden Thema abwehrend reagieren, mit Schweigen, oder mit Ablenkung, aber ich staune selbst, wie weh das tut, wenn eine mir sehr, sehr nahestehende Person, DIE nahestehendste überhaupt, angesichts meiner Situation noch immer mit "Stell-Dich-Nicht-so-an-Parolen" kommt. Aus Rücksicht auf andere anwesende Personen und weil mir einfach alles im Halse stecken blieb, habe ich nichts gesagt, obwohl ich hätte schreien können.
Ich gestehe, meine Haut wird dünner.
Ich habe jede Nacht Alpträume, und die letzten 2 Tage war ich einfach froh, daß ich wenigstens mit dem Hund rauskonnte. Abgesehen von der mentalen Belastung hatte ich fiebrige, schmerzvolle Tage, die mir sehr an die Substanz gehen.
Es tut unendlich gut, wenn sich Menschen "ganz normal" mit mir unterhalten, wissen wollen, wie es mir geht, und einfach die Idee haben, mir irgendwas Gutes zu tun, mir ihre Zuneigung zeigen und Verständniss.
Ich bin kein Mensch, der wirklich viel rumjammert, ich selbst neige eher dazu, alles runterzuspielen, und so schnell wie möglich ins Positive zu gehen, aber bei dieser Situation jetzt komme ich langsam an meine Grenzen.
Hatte gestern ein schönes, langes Telefongespräch mit einem wirklich guten, alten Freund, dem ich einfach von meinen Gefühlen erzählen konnte. Bin froh, daß es, neben der heutigen, wirklich ÄTZENDEN Erfahrung auch immer wieder das gibt.
Ich WILL nicht in diese Gefühle des Selbstmitleids, der Verbitterung und der permanenten Wut reinrutschen, ich kann es manchmal spüren, aber ICH WILL DAS NICHT!!!
Ich kann mir vorstellen, daß es Menschen passiert, die man mit ihren Gefühlen allein lässt. Und ich kann mir vorstellen, daß es ganz viele davon gibt. Man stempelt sie ab, als verbittert, verkracht, aber vielleicht hätte ein bisschen mehr Zuwendung ganz andere Menschen aus ihnen gemacht.
Ich versuche, daran zu arbeiten, daß mich solche Reaktionen nicht mehr so verletzen. Dem mit Liebe und Verständniss zu begegnen, oder das zumindest mit der Zeit zu lernen.
momoseven - 2009/08/04 20:22
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Den ganzen Morgen suddelte es beständig vor sich hin, und wurde auch, wie vom Wetterdienst versprochen, zur üblichen Trommelzeit nicht besser, aber es war warm, und unser Enthusiasmus ungebrochen und so fuhren wir mit Planen beladen an unseren Platz, und bauten einen richtig guten Unterstand.
Mütlich!
Prompt hörte es auf zu regnen, und für die nächsten 2 Stunden konnten wir uns richtig austoben.
Ein weiterer Neuzugang ergänzte unsere 4-5er Bande auf´s Erfreulichste, wir waren sauber, wir waren schnell, wir waren gut und wir hatten Spass.
Es wurde sehr schwül, und sogar die Sonne kam mal kurz hervor, und dann kam das:
Und es kam ZIEMLICH schnell auf uns zu. Eine Viertelstunde beobachteten wir begeistert, es bauten sich am Horizont ganz kleine Windhosen auf, die aber gleich wieder verschwanden,
und es war eine unbeschreibliche Stimmung, wie sich das Licht veränderte, die Temperatur und auch der Luftdruck.
Als uns dann bewusst wurde, daß wir den Regen schon sehen, fast riechen konnten, hatte ich keine Zeit mehr, zu fotografieren, denn wir mussten ganz, ganz schnell alles einpacken, , und kaum hatte ich meine Heckklappe zugeschmissen, öffnete der Himmel alle Schleusen, so daß nicht mal mehr die Schnellstufe des Scheibenwischers hinterherkam, und man so Sachen dachte wie: SINTFLUUUUUT!
Da der Untergrund leider etwas matschig war, und Brasky freien Zugang zum Wageninneren hatte, sieht meine Limo jetzt aus wie an der Tiertränke, eben genauso wie ihre Pfoten, und ich trug sie in ein Handtuch gewickelt ins Haus meiner Eltern, wo uns noch ein äusserst vergnügliches Kaffekränzchen mit Bienenstich kredenzt wurde.
Das Trommeln selbst war wunderbar. Ich glaube, man ist währenddessen zum grössten Teil in der rechten Hemisphere, vor allem dann, wenn man nicht mehr zählen muss, sondern der ganze Körper den Rhythmus verinnerlicht hat.
Bei mir ist es ja so, ich spiele 10 Minuten und dann ziehen sich meine Mundwinkel automatisch nach oben. Und das Grinsen bleibt mir dann die ganze Zeit im Gesicht.
Und Grinsen macht echt gute Laune! Zu dem unsagbar wohltuenden Effekt, den das Trommeln auf meinen Körper hat, ist das jedes Mal wie ein Jungbrunnen für Körper, Seele und Geist.
Grossartig, das!!!
:-)
momoseven - 2009/08/02 19:23
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läuft im Ersten gerade ein Wallander-Krimi, in dem er bei seiner Ärztin erfährt, daß es bei ihm Krebsverdacht gibt.
Es ist immer so, wenn man sich einsam fühlt, sieht man überall verliebte Paare, wenn man Angst hat, schwanger geworden zu sein, sieht man überall schwangere Frauen.
Im Laufe der Jahre durchlebt man viele Situationen, die Millionen von Menschen im Laufe der Zeit durchleben, und man findet immer im Aussen die Informationen, die im Innern gerade wichtig sein könnten.
Heute ging es mir krötig.
Schon am Morgen hatte ich diese (messbaren) Hitzewallungen und Schmerzen. Das habe ich jetzt, mit kurzen Pausen (da es in Schüben kommt), seit über 2 Jahren, aber mit dem neuen Background bekommt das wieder eine neue Dimension.
Beunruhigender.
Die hier heute herrschende Hitze hat das Ganze wohl um einiges verstärkt, und im Grunde weiss ich, daß ich einen mallorquinischen Sommer im Moment gar nicht mehr ertragen könnte.
Jetzt geht es mir wieder besser, aber ich weiss, daß ich andere Grenzen als vorher stecken muss. Das ich nicht mehr so belastbar bin, wie früher.
Um in Frieden mit mir zu sein, muss ich das akzeptieren, was mir zugegebenermassen nicht sehr leicht fällt.
All die Gedanken , die hochsteigen, es ist soviel, wenn alles im Ungewissen ist.
Und auch , wenn man von einer Gewissheit ausgeht.
Das fiel mir schon IMMER sehr schwer, einen Schwebezustand zu ertragen. Mit den Jahren bin ich besser damit geworden, und nun hat sich mein Schicksal eine besonders schwierige Übung für mich rausgesucht.
Im Vergeich zu Wallander, der 1 Woche warten muss, beträgt meine Wartezeit für DIESEN Kelch insgesamt 5 Wochen, und das Land, aus dem ich berichte, ist eigentlich nur in meinem Kopf. Egal, wie es letzlich ausgeht, diese Zeit wird sich mir einbrennen, als ein Verständniss von einer Situation, die (zum Glück) nicht jeder erleben muss.
Für mich gewinnt die Realität eine neue Dimension dadurch, mein Mitgefühl wächst mit der eigenen Erkenntniss, mit soetwas konfrontiert zu werden.
Soooooooo viele Menschen, die sich mit soetwas beschäftigen MÜSSEN.
So.
Ich hab mal ein bisschen drauflosgeschrieben.
Es hat gutgetan.
Ich wünsche Euch eine gute Nacht, mit schönen Träumen und einem wohligen Aufwachen!!!!!!!!
:-)
momoseven - 2009/08/01 23:36
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Laufen heute ´ne Menge auf BR.
Mochte ich schon immer sehr.
Ein Plädoyer für wache, neugierige und flexible Menschen im Alter.
Sie ist so wunderbar schlagfertig und dabei so höflich. Würdig und trotz ihres hochkonventionellen englischen Umfeldes wunderbar unkonventionell. Nervt, weil sie überall ihre Nase reinsteckt, vor allem den (sehr gutaussehenden Inspector), getrieben von ihrer Zivilcourage, und dem Streben nach Wahrheit.
Find ich schön, daß eine alte Dame die Heldin ist. :-)
momoseven - 2009/08/01 23:01
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Im Kreise netter Herren schleuderte ich ein paar Trommelstöcke durch die Gegend und verknotete mir ein wenig die Finger am keyboard, und unterhielt mich sehr gut mit meiner alten Freundin Marie, die mir eine andere Art der Sichtweise vermittelt hat.
Hatte die Ehre, heute für Schwede Kaffee zu kochen (der natürlich viel wohlschmeckender und wohltemperierter war, als seiner..., BÄÄÄÄÄTSCH!), da er, mangels D. heute die Aufgabe hatte, am Bass zu nerven.
Mein Bruder war mit Kochen dran, irgendwie schräge Nudeln mit noch schrägerem Sahne-Hackfleischsössken und der eine Löffel, den ich probiert habe, hat mir schon gereicht. Mir misslingt das auch immer so, und meine Mutter macht es noch viel schlechter ;-)
Das Wochenende ist von familiären Feierlichkeiten geprägt, unsere liebe Grosstante ist zu Besuch, und die süsseste aller Mütter trifft morgen auf eine Schnapszahl und wir müssen uns an 2 Tagen hintereinander in einem Restaurant gemütlich und geniessend den Bauch vollschlagen.
Ich hatte heute einen guten Tag. Pflasterle weg, Schmerzen fast weg, und einfach erleichtert, das hinter mir zu haben.
Man wächst mit den Aufgaben, und ich entdecke, daß hinter all dem viel Lebensfreude und - wille steckt, und mir eine grössere Wachheit geschenkt ist.
Soooo schön, da Draussen, auf der Wiese.
Gerade eben im Zwielicht mit einem zart verhangenen Mond an meiner Seite, und wunderbaren Sommerdüften, die einen aufseufzen lassen vor Wohlbehagen, während ein kleiner Schatten mich umwuselt.
Jetzt, hier, umfangen von meinem Platz, einfach gemütlich, ruhig, besänftigt, im gewissen Sinne zufrieden, mit dem, was mir dieser Tag geschenkt hat.
Wünsche Euch ein wunderbares Wochenende!!!
:-)
momoseven - 2009/07/31 23:03
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Das
hier
fand ich beim Nachtgezwitscher und fand es sehr sehenswert!
Buchtipp dazu: "Garantiert Zeichnen Lernen" von Betty Edwards.
momoseven - 2009/07/31 22:38
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Meine Therapeutin hat mir gestern mal ein bisschen den Kopf gewaschen.
Durch den derzeitigen, zugegebenermassen extrem hohen Input bin ich mal wieder geneigt, den Zugang zu meinen Gefühlen zu verlieren, alles, was ich tue, runterspielen zu wollen, unzufrieden mit mir selber zu sein, weil ich nicht alles auf die Reihe kriege, was ich meiner Meinung nach auf die Reihe kriegen sollte, und meine eigenen Grenzen nicht mehr erkennen kann, was meistens nach einer Weile einen massiven Verlust des Lebenswillens zur Folge hat, einfach, weil ich mich, neben der Belastung von Aussen noch selber überfordere.
In diese Falle bin ich schon oft gerutscht, und im Moment ist es das Schlimmste, was ich mir selber antun kann, denn dadurch bringe ich mich ins genaue Gegenteil, zu völliger Überforderung, die oft in tiefer Depression endet.
DAS kann ich im Moment wirklich gar nicht brauchen.
Selbst wenn ich im Moment einige Gründe hätte, in Verzweiflung zu versinken, ist es das Letzte, was ich tun möchte, denn es ist an sich schon ein furchtbarer Zustand, ob man nun "zu Recht" hineinfällt, oder, weil man sich nicht weiterentwickeln will, und Zuwendung und Hilfe von Aussen sucht. Letzteres habe ich selbst auch schon an mir erlebt, und sehe es an Anderen und ich bin froh, daß DAS bei mir vorbei ist.
Zumindest im Moment kann ich mich wieder öffnen für all das Wunderbare, was mir in der Welt begegnen kann, und dem, was ich der Welt schenken kann, es ist weniger, als ich mir selbst wünschen würde, aber gemessen an meiner Situation ist es viel, und ich spüre grosse Dankbarkeit für die vielen Möglichkeiten, die mir in meinem Leben geboten sind.
Dennoch muss ich mich immer wieder von Neuem daran erinnern, oder daran erinnert werden, denn gerade, wenn man starke Schmerzen hat, und nicht so funktioniert, wie man es gerne hätte, vor allem über längere Zeit, neigt man dazu, sich auf den Mangel zu konzentrieren, und verliert oft den Rest aus dem Blick.
Ich darf auch mal Angst haben, ich darf auch mal wütend sein, aber ich darf mich genausowenig von diesen Gefühlen beherrschen lassen, wie von meiner eigenen Strenge mir selbst gegenüber.
Irgendwo in der Mitte ist es am Besten!
Wie gut, daß es in meinem Leben Menschen gibt, die mich immer wieder daran erinnern!!!
momoseven - 2009/07/31 14:37
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Neulich wurde ich mal darum gebeten, darüber zu schreiben, wie es war, nach Mallorca auszuwandern.
Eigentlich war es ganz einfach. Ich packte meinen damaligen Bus voll, buchte einen Platz von der Fähre in Barcelona, und los ging es.
Natürlich ist es nicht ganz soooo einfach.
Ich hatte das Glück, für die erste Zeit in der Wohnung meiner Eltern wohnen zu können, und hatte ausserdem ein wenig Geld.
Grosse Pläne hatte ich keine, ich wollte es einfach mal versuchen, und dem ging eine konkrete Entscheidung voraus, es auch wirklich zu wollen. Eine Entscheidung im Herzen. Ich war zuvor ein paarmal da gewesen, es gefiel mir, da war das Meer, andere Vegetation, und die andere Mentalität. Vielleicht war es das Gute daran, daß ich keinerlei grosse Pläne oder Vorstellungen hatte. Ich liess mich einfach von den Möglichkeiten treiben, die sich mir boten, und wuchs nach und nach in das Leben dort ein. Ich war offen und neugierig, und bereit, ganz von vorne anzufangen.
Vor allem war ich bereit, so schnell wie möglich, Spanisch zu lernen, und mich allein mitten unter die Einheimischen zu mischen.
Wenn man dort arbeiten will, braucht man zuerst einen Wisch von der dortigen Ausländerbehörde, man bekommt eine Nummer zugeteilt, die N.I.E (Numero identificacion Estrangeros), und für die muss man sich ein paar Stunden lang in die endlosen Reihen vor dem Ausländeramt einreihen. Das Formular holt man sich am Besten vorher im Internet, füllt es aus, und dann braucht man nur noch seinen Pass oder Personalausweis. Wenn man Glück hat, ist es in 1 Tag erledigt, denn wenn man endlich drankommt, muss man zur Bank rennen und eine Einzahlung von ca. 10 Euro machen, und dann mit der Quittung noch mal zurück in die Schlange.
Mit dieser Nummer kann man sofort anfangen zu arbeiten, sofern man das Glück hat, einen Job zu finden.
DAS ist nicht unbedingt einfach, es sei denn, man ist von Beruf Kellner, oder möchte am Ballermann in Disco´s strippen.
Wenn man kein Spanisch spricht, muss man schon Leute kennen, um einen angenehmen Job zu erwischen, bei dem man auch noch genug Geld verdient, um dort leben zu können, denn das Leben auf Mallorca ist vergleichsweise teuer.
Ich habe in meinen ersten Monaten gekellnert, wobei ich echtes Glück hatte, weil ich zwar kaum Spanisch, aber Englisch und Französisch konnte, und sehr, sehr geduldige und wohlwollende Kollegen hatte (denn es war mein erster Job im Service). Es war knochenanstrengend, aber für mich eine unvergesslich gute Zeit, da ich die Freundschaft vieler Menschen gewann.
Als ich aus der Wohnung meiner Eltern rausmusste, suchte ich mir ein 8qm-Zimmer in einer spanischen WG (Chaos pur, aber dort traf ich Brasky!) und hatte das Glück, über die inzwischen entstandenen Beziehungen eine Stelle bei einem Goldschmied zu finden, bei dem ich dann auch 1 1/2 Jahre arbeiten konnte.
Wenn man mal 1 Jahr am Stück gearbeitet hat, hat man auch Anspruch auf Arbeitslosengeld (ca. 75% des Lohnes) und ausser, daß man halt mal wieder Schlange stehen muss, funktioniert das ganz gut, und die Beamten sind sehr freundlich.
Krankenversichert ist man über die "Seguridad Social", es gibt kein Hausarztsystem, wie bei uns hier, sondern in jeder Gemeinde eine Krankenstation, und wenn man nicht gerade chronisch krank ist, oder irgendwelche speziellen Beschwerden hat, die nicht auf den ersten Blick zu diagnostizieren sind, ist die Versorgung ausreichend, ansonsten ist es jämmerlich, die Wartezeiten für Spezialisten und spezielle Untersuchungen können 3 Monate betragen, und wenn man kann, sollte man sich lieber gleich privat versichern.
Eine angenehme, günstige Wohnmöglichkeit zu finden, ist gar nicht so schwer, wenn man bereit ist, in einer WG zuleben, evtl. nur mit Holz zu heizen, und nicht alles Tipp-Topp braucht. Ich hatte da immer Glück, denn es gibt auf Mallorca auch eine Menge schräger Vögel, und auch sehr schwierige Vermieter, es gibt sehr viele Finca´s, die von Deutschen bewohnt werden, oft von einsamen, alkoholisierten Herzen, die von Mitbewohnern/Innen meist mehr erwarten als nur die Miete, und man muss sich das schon genau angucken.
Was gerade im Süden Mallorcas auffällt, ist eine Häufung von "Alternativen", oft ehemalige Indienreisende, die sich auf der Insel ihre kleine esoterische Nische aufgebaut haben. In diesem Bereich findet man so gut wie alles, sogar einige seriöse Menschen, deren echtes Anliegen ist, anderen Menschen zu helfen, doch auch viele, die versuchen, ihren Profit herauszuschlagen.
Ein grosses Problem unter den Auswanderern ist, daß sie es oft nicht auf die Reihe kriegen, das Ferienfeeling, das die Insel in ihnen auslöst, mit einem normal stressigen Arbeitsalltag zu verbinden. Es lockt das Meer, der Strand, die vielen Partys, das Gefühl von Freiheit und Abenteuer, und so sind leider viele Leute unterwegs, die das schnelle Geld suchen und auch vor Betrügereien nicht Halt machen, was der Grund ist, daß die mallorquinischen Vermieter sehr, sehr vorsichtig geworden sind, und hohe Kautionen verlangen.
Fazit ist: Wenn man genug Geld hat, und gesund ist, ist es der allerschönste Ort der Welt. Naivität und Unselbstständigkeit sind eher hinderlich. Arroganz und Überheblichkeit sind völlig fehl am Platz.
Dort ist man AUSLÄNDER, und wenn man nicht bereit ist, sich ein bisschen auf die dortige Mentalität einzustellen, wird man das auch immer bleiben, oder man rottet sich in Enklaven zusammen.
Gerade, wenn man allein dorthin auswandert, ist ein offenes, freundliches Herz der Schlüssel zu einer wunderbaren Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, die man in Deutschland so nicht kennt.
Vorsicht ist natürlich immer gut, aber Misstrauen, und auch Ungeduld ist eher fehl am Platz, und verschliesst einem die Tür zu diesen liebenswerten Menschen.
Ich persönlich hatte viel Glück mit meinen Kontakten, konnte mich im Laufe der Zeit in ein soziales Umfeld integrieren, daß von grosser Zärtlichkeit des Alltags geprägt war, von gemeinsamen Projekten, vielen Festen und kontinuierlichen Begegnungen.
Wäre ich nicht krank geworden, und pleite gewesen, wäre ich noch immer dort, aber das hat halt nicht sollen sein...
momoseven - 2009/07/31 11:09
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Hab´s gerade mit Schrecken gelesen.
Für mich persönlich insofern erleichternd, daß ich in dieser Ecke Mallorcas niemanden kenne, ist eine wohlhabende Gemeinde mit viel Tourismus, und vielen Reichenvillen, die nach und nach die wunderschöne Berglandschaft verschandeln.
Für die getöteten Polizisten, deren Angehörigen und den Verletzten sicher kein Trost, für mich auf jeden Fall ein Schreck, den ich für meine Ex-Heimat und aller dort Verweilenden mitempfinde.
So etwas mitten in der Hochsaison ist für alle, Touristen wie Einheimische eine grosse Kathastrophe. Ich möchte jetzt nicht am Flughafen stehen, und irgendwo hinfliegen müssen...
Ich kenne die Insel und weiss, daß sich die Energien dort immer verstärken und konzentrieren. Passiert irgendwo was Schlimmes, spürt man es überall, und viele Leute drehen erst recht durch.
Ich hatte schon oft Angst, daß so etwas dort mal passiert, einfach, weil es eine sehr exponierte, besondere Insel ist.
Werde wohl heute am Telefon hängen....
Edit: Flughafen ist wohl schon wieder offen, aber überall herrscht grosse Aufregung. Meine Freundin dort badete um diese Zeit gerade mal einen Strand weiter im Meer....
momoseven - 2009/07/30 16:40
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heute ist das alles nicht so der Hit! Es tut etwas mehr weh, was ich heute Nacht bei unruhigem Schlaf immer wieder merkte, wenn ich versuchte, mich auf den Rücken zu drehen und ich träumte, daß mir jemand meine Djembe geklaut hatte. SCHRECKLICH!
Und seltsamerweise hat sich mein tauber Oberschenkel nun in einen schmerzenden Oberschenkel verwandelt, wobei er gleichzeitig immer noch taub ist.
Und so langsam kommt, wie immer bei mir etwas verspätet, die Reaktion auf diese letzten 2 Wochen, erst so richtig reingeknallt.
Ich will hier nicht ins Detailjammern gehen, aber es tut schon gut, ein bisschen darüber schreiben zu können.
So wie es gerade eine Fifty-Fifty-Geschichte ist, so bewegen sich auch meine Gedanken und Gefühle hin-und her, zwischen extremen Optionen, und das ist nicht leicht zu verkraften.
Vorgestern sprach ich mit einer Bekannten, die ähnliches durchlebt hat, und sie sagte: Ja, die Gedanken werden freier dabei.
Das kann ich bestätigen, man denkt über bestimmte Barrieren hinweg, die vorher da waren, als man noch dachte, daß einem selbst sowas niemals passieren kann, und wenn dann jemand zu Dir sagt: "Nein, Du hast nichts, da ist nichts, Du musst positiv denken!", dann spürt man, daß es die Angst desjenigen ist, der das sagt, man kann es in den Augen sehen, und man hat das Gefühl, denjenigen trösten und beruhigen zu müssen.
Das heisst nicht, daß ich jetzt nur noch Negativ denke, weil es das Negative eigentlich gar nicht gibt, sondern einfach mehr Möglichkeiten als vorher.
Trotzdem ich mich heute mindestens 100kg schwer fühle, bin ich mit meinem kleinen Putzi auf die Wiese, und auch ein Stück mit ihr gelaufen. Wann immer ich zu ihr hinsehe, guckt sie mich mit ihren grossen Rehaugen an, und nachts schläft sie an meine Beine geschmiegt.
Die Natur wirkt wie immer heilsam auf mich
und es gibt ein schöne Überraschung:
Mein Vater hat mir seine kleine IXUS geliehen, bis mein eigenes magisches Auge wieder gesund ist und damit kann ich Euch wieder bessere optische Qualität meiner Augenblicke liefern.
Und jetzt geht es mir tatsächlich wieder etwas besser!
:-)
momoseven - 2009/07/30 12:24
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Danach ist leichter als vorher!
Ich mag nun mal keine Spritzen, aber der Arzt hat mich sehr schnell in den Schlaf geschickt, und ich habe überhaupt nix mitbekommen. Nach 3 Stunden wachte ich etwas verknautscht wieder auf, mit einem dicken Pflaster auf meinem unteren Rücken, mein Väterchen sammelte mich Weichknie auf, und dann hab ich Zuhause gleich noch mal 3 Stunden geschlafen. Es tut ein bisschen weh, bisschen mehr, als vorher, und ich darf 2 Tage nicht duschen und 10 Tage (Seufz!) nicht baden.
Zahnarzt tut mehr weh!
Bescheid bekomme ich erst am 21. August, aber ich werd mir die Zeit ganz schön machen.
Danke nochmal für Eure guten Wünsche. Hab sie gespürt heute morgen! :-)
momoseven - 2009/07/29 18:27
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(Freu!)
momoseven - 2009/07/28 16:17
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Läuft gerade auf Kabel Eins.
Ich war 16, als ich den zum ersten Mal sah.
Das Kino musste danach renoviert werden, alles war voller Reisbreimatsch, auf der Bühne wurde getanzt, und fast hätte es gebrannt, weil eine geschmissene Wunderkerze in der Leinwand stecken blieb.
DAS war wirklich gutes Kino!
Ich kann noch immer alle Songs auswendig und hätte heimlich auch immer gerne mal dieses Korsettkostüm mit Federboa getragen.
Science-Fiction...! :-)
momoseven - 2009/07/27 23:26
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ins Niemandland.
Verdacht auf chronische lymphatische Leukämie. Die Frage muss nun geklärt werden, ob es die latente, oder die agressive Form ist.
Hinsichtlich der Punktion hat mich der Arzt insofern beruhigt, daß ich eine Schlafspritze bekomme, und daß es der Hüfte entnommen wird (was ich in meiner Vorstellung etwas weniger gruselig finde, als das Brustbein).
Die Ergebnisse sind erst 2 Wochen nach der Punktion zu erwarten.
Nachdem ich 1 Stunde gezittert, und auch etwas geweint habe, bin ich jetzt wieder einigermassen gefasst, aber sehr erschöpft, und leg mich jetzt einfach mal eine Stunde hin...
momoseven - 2009/07/27 13:30
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