ein bisschen besser.
Ich weiss, daß mir viele Menschen derzeit gute Energie rüberschicken, und das hat mir ganz sicher geholfen, aus diesem ganz schwarzen Loch der letzten Tage rauszufinden.
Habt vielen Dank dafür!!!
Solltet Ihr das Glück haben, einen wolkenlosen Nachthimmel über Euch zu haben, könnt ihr Euch in den nächsten Tagen ganz viel wünschen,
die Perseiden kommen gerade mal wieder vorbei!
Die dunkle Nacht der Seele
fand ich vor einiger Zeit auf einem Blog, und da hatte er mich schon sehr berührt. In der ersten Hälfte beschreibt er so ziemlich genau, wie ich mich zur Zeit fühle.
Ich kann mir vorstellen, daß es viele Menschen gibt, die das durchlebt haben, für mich ist es in der Form das erste Mal. Ich bin manchmal ein paar Schritte auf diesem Pfad gegangen, aber dann immer wieder rückwärts, nie durch.
Ich kann einfach nichts tun, als auf diese Diagnose warten und zu hoffen, endlich behandelt zu werden. Selbst bei der latenten Variante wird mir wahrscheinlich eine Chemo nicht erspart bleiben.
Wenn ein Mensch in Ungewissheit verschiedene Optionen von gut bis schlecht zur Auswahl hat, dann geht er meistens von der schlechtesten aus, vielleicht aus unbewusstem Schutz vor Enttäuschung.
Ich konnte dem Druck nicht standhalten und bin in eine tiefe Depression gerutscht, vielleicht die tiefste, die ich je hatte.
So richtig aufgefangen oder begleitet bin ich nicht, nicht so zumindest, wie ich es mir wünschen würde, aber meine Vermieter haben ein Auge auf mich, kochen mir was, und fragen auch, wie es mir geht.
Meine körperliche Befindlichkeit hat sich verschlechtert.
Bis jetzt konnte ich nicht weinen, was mir sicher mal guttäte, um den Druck abzubauen.
Das ist eine Nummer härter als das graue Zimmer.
Ich fühle mich wie ein Stein, der am Seeufer liegt, dem Wetter ausgesetzt, und der darauf wartet, aufgehoben und ins Wasser geworfen zu werden, oder aufgehoben, um einen Altar damit zu schmücken.
Ich habe lange überlegt, ob ich dies überhaupt schreiben soll, ob ich es überhaupt schreiben kann.
einiger Überlegung hab ich dann den Beitrag von gestern (samt den Kommentaren, Sorry) erst mal doch wieder Offline gestellt.
Muss mir das alles noch mal genauer überlegen.
Ei im Körbchen (gesehen beim Film "V wie Vendetta)
Man nehme eine Toastscheibe, und "stanze" mittels einem Glas oder einer Tasse ein kreisrundes Loch in die Mitte.
In einer guten Teflonpfanne erhitze man feines Butterschmalz, und röste das Brot auf einer Seite leicht an. Dann wird die Scheibe gewendet und ein Ei in die Mitte gegeben. Kann Rührei sein, oder das Ganze, was dann mit einem Löffel leicht in die Öffnung eingedrückt wird. Salzen und pfeffern. Bei sanfter Hitze solange backen, bis das Ei gestockt ist und nicht mehr fliesst, dann wird die Scheibe umgedreht, ebenso gewürzt und gebacken bis alles schön braun und knusprig ist.
Ist natürlich ultrafettig, und nicht wirklich gesund, hat aber den Hmmm- Butter- Hmmm - Effekt, den Natalie Portman so schön dargestellt hat.
Zugegeben, tagsüber war ich heute wie Spucke und Weissbier unterwegs, die Hitze hat meine Fieberschübe unangenehm bemerkbar gemacht, und auch die Schmerzen verstärkt und Weichknie war heute mein zweiter Vorname. Dennoch bin ich tapfer 2x gewieselt und war bei meiner Therapeutin, die sich inzwischen wieder gefasst hat, und äusserst hilfreich meinen lauten Überlegungen zur Seite stand, so daß ich mich für die nächsten Stell-Dich-Nicht...etc.-Angriffe etwas besser vorbereitet fühle.
Soeben hing ich am süd-östlichen Ausguck und zerschmolz fast beim Anblick des Silbermondes, der durch mein Fernglas betrachtet zu Schwärmereien epischen Ausmaßes verleiten könnte. Auch sah ich, rechts darunter, wie angekündigt, den Jupiter, durch´s Glas bereits als Scheibe zu erkennen. Es kann aber sein, daß man in den nächsten Tagen die Jupitermonde aufgrund der derzeit alles überstrahlenden Helligkeit der Mondin nicht besonders gut erkennen kann.
Ich empfehle, ab dem 10. um diese Zeit im Südosten sein Glück mit den Monden zu versuchen, da dürften sie besser sichtbar sein.
So, mit dem Gefühl, heute doch einiges geleistet zu haben (schliesslich war ich sogar im Senegal) werde ich mich jetzt hübsch auf mein Sofa drapieren und den Final Cut von BLADE RUNNER
(ARD 22.45h) gucken.
Bin froh, daß es mir seelisch heute gut und lebendig geht.
Ich weiss, heute geht es einigen Menschen sehr schlecht, und nicht nur heute und heute kann ich ein bisschen mehr Kraft erübrigen und schicke sie zu Euch, mit meinen Besten Wünschen, mit viel Liebe und Licht angefüllt, in der Hoffnung, daß sie ihre Ziele erreichen.
Heute stieg ich in meine gelbe Limo, und suchte in meinem CD-Täschchen rum und zog schliesslich die gute alte Scheibe des BAOBAB-Orchestras hervor.
Und so, wie uns manchmal Gerüche sofort an einen fernen Ort versetzen können, so geht das auch mit Musik, und ich sah mich plötzlich wieder in meine Reise nach Dakar versetzt.
Im Winter vor 3 Jahren nahm ich am alljährlichen Djembe-Workshop meines geliebten Lehrers Seydou Sissokho teil, der in Mali geboren, doch einen grossen Teil seines Lebens in Dakar verbracht hatte, bevor er vor 19 Jahren nach Mallorca zog, und seitdem dort lebt und wirkt, unter anderen mit seiner Djembeschule BANASANOU, zu der ich mich auch fast 7 Jahre als Schülerin zählen durfte.
Eine kleine, altersmässig sehr gemischte Gruppe aus Mallorquinern und Deutschen startete in dieses 3-wöchige Abenteuer, in der wir die urbane Kultur Dakars und, ganz persönlich, die gesamte Familie Seydous kennenlernen durften.
Untergebracht waren wir in einem Aussen-Villenviertel Dakars mit sehr eigenwilliger Architektur
Jeder von uns hatte ein eigenes Zimmer mit eigenem Bad
mit zugegebenermassen spärlicher Einrichtung, die der eigenen Individualität möglichst viel Raum gab:
Die Küche wurde von allen gemeinsam benutzt.
An manchen Tagen schleppte Seydou grosse Töpfe mit typisch-senegalesischen Speisen heran, die eine seiner zahlreichen Schwestern oder Tanten für uns gekocht hatten,
an manchen Tagen kochte jeder Abends sein Lieblingsgericht für alle, und das Beste war Seydou´s Paella
mit 5 verschiedenen Gamba-Sorten, die wir zuvor auf dem, direkt am Meer gelegenen Fischmarkt erstanden hatten.
Unsere Truppe war unterschiedlicher, wie sie nur sein konnte.
Ein paar junge Mallorquiner/innen, die nach 2 Tagen bereits voller afrikanischem Schmuck hingen, und den Freuden des dortigen (starkem) Marihuanas frönten, wann immer sie konnten (und sie konnten immer), und dazu 2 deutsche Damen mittleren Alters, die nicht immer mit dem, uns dort als "Luxus" angebotenen Bedingungen zufrieden waren, und sich gelegentlich durch eine etwas unangebrachte Zickigkeit auszeichneten. Und- ihr könnt es euch denken, dazwischen ich.
Seydou benannte die herrschende Unterteilung als A- und B-Team, und ich sprang zwischen den beiden Teams hin-und her, und hielt mich ansonsten an Seydou selbst, der, wenn er nicht gerade familiär-religiöse Pflichten zu absolvieren hatte, oft genug in der Küche stand, um zu kochen, oder aufzuräumen und mir afrikanische Opern vorsang.
Ich muss dazu sagen, so eine Reise zu organisieren, ist eine reife Leistung, und daß dabei einiges einfach schiefging, niemandes schuld, und ich für meinen Teil genoss die Möglichkeit, seine Familie, die alle zusammen in einem grossen, verwinkelten Haus im Stadtteil Geule Tapee lebte, kennenzulernen.
Er führte uns in das Nachtleben Dakars, in Diskotheken, in denen hauptsächlich Frauen so richtig die Sau rausliessen, und in das Kulturzentrum Yengoulene des faszinierenden Tänzers Sheik Tidane Ninane, in dessen Räumlichkeiten wir oft unsere Djembe-Stunden hatten
und in dessen Diskothek wir mehrere Konzerte des Baobab Orchestras erleben durften.
Seydou´s Bruder Issa am Saxophon war eine echte Diva, wir nannten ihn den Mick Jagger von Dakar, auch die anderen Bandmitglieder lernten wir kennen, und da uns Seydou überall als seine ganz speziellen Freunde einführte, waren alle wahnsinnig nett zu uns.
Fast hätten wir sogar Yussun d ´Our kennengelernt, Seydou hat mit ihm telefoniert, ein guter Freund von ihm, aber er war gerade auf Tournee irgendwo.
Manchmal fuhren wir an einen Strand, weitab von der Stadt
um dort unsere tägliche Stunde abzuhalten
und einen gigantischen Sonnenuntergang mitzuerleben
manchmal mussten wir uns auch die Wartezeit mit Trommelsubstituten vertreiben
(In der "Villa" hatten wir keine Djembes, sondern Eimer)
während Seydou irgendwo in Dakar unterwegs war, um etwas für uns zu organisieren.
Oft stand ich auf der Dachterrasse des Hauses
blickte in den Himmel, dessen äquatornahes Licht selbst im Januar die Intensität und Helligkeit eines europäischen Hochsommers hatte, und dessen Mond deutlich grösser und heller war, und dachte:
WOW, hier könnte ich es auch aushalten!
WOW heisst übrigens Ja, in Wolof, dem dort gesprochenen afrikanischen Dialekt.
Da die Amtssprache französisch ist, konnte ich meine etwas schlafengelegte Kenntnisse wieder auffrischen, wir trafen aber immer wieder auf junge Menschen, die auch Spanisch sprechen konnten, und sogar manchmal etwas Deutsch.
Auch, wenn die allgemeine Stimmung durch blöde, kleinliche Streitigkeiten innerhalb der Reisegruppe manchmal ziemlich gedrückt wurde, ich persönlich hab mich reinfallen lassen in die grosse Freundlichkeit und Gastfreundschaft dieser unglaublich schönen und lebensfreudigen Menschen und mein aus tiefstem Herzen kommendes Fazit dieser erlebnissvollen Reise war
" WOW, WOW!!!"
:-)
Ich sah ihn gestern Abend beim Spatziergang durch die Stadt, sich spiegelnd im Fluss. Und links neben ihm ganz dick und fett der Jupiter. Das dürfte heute Abend sehr schön aussehen, denn da steht der Jupiter ganz nahe rechts unter dem Mond. Sobald es dunkel wird, müsste das ganz toll zu sehen sein
Ist zu hoffen, daß es dann noch so wunderbar klar ist, wie gestern Abend!
Mit einem leidlich guten Fernglas und einigermaßen ruhiger Hand ist es sogar schon möglich, die Jupitermonde Kallisto, Io, Europa und Ganymed zu erkennen.
Jemanden wiederzutreffen, der vor 25 Jahren mein allerbester Freund war, den ich inzwischen seit 10 Jahren nicht mehr gesehen hatte, mit dem es schon am Telefon so war, als wären wir nie getrennt gewesen, und die 2 Stunden, die wir heute verbracht haben (für mich ganz herrlich, abgeholt und zum Essen ausgeführt, raus aus der Bude und hinein in die Sommernacht) vergingen wie im Flug mit angeregten Gesprächen und am Schluss konnten wir sagen: Ich erkenne Dich immer noch.
Das hat unendlich gutgetan!!!
Zur Zeit, wenn es mir, wie dieser Tage wieder, nicht so gut geht, begebe ich mich in meine Foto-Ordner und stöbere ein wenig herum.
Meistens finde ich dann zumindest ein Stück meiner guten Laune wieder, einfach, weil ich meine Fotos mag, und das etwas ist, was ich gerne und mit einem guten Gewissen an Euch weitergeben kann.
Dank der lieben Leser, die mich immer wieder ermutigen, auch von den nicht so schönen Seiten meines Lebens hier offen schreiben zu können, liest sich mein Blog sicher manchmal wie Aprilwetter, ich bin doch aber froh, daß ich Euch trotzdem auch immer wieder was Schönes geben kann.
denn auf Regen folgt Sonnenschein,
der Mond zeigt seine immerwährende, wandelnde Schönheit
und die Natur entzückt immer wieder auf´s Neueste
mit prächtigen Farben
und es scheint so, als ob sich selbst die Tiere schmücken, um den Sommer zu feiern
dessen Vergänglichkeit sich bereits in den ersten Herbstglotzern zeigt.
Diese hier
hat, trotz ihrer derzeit erweiterten Vergänglichkeitslektionen
Dank Eures Zuspruchs den Mut noch nicht verloren!
Alle in diesem Blog verwendeten Texte und Fotos unterliegen dem Copyright der Blogbetreiberin Momoseven und dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung weiterverwendet und vervielfältigt werden.
Suche
Status
Online seit 6414 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2024/12/05 18:19