Ich hoffe, Ihr seid alle heil geblieben heute Nacht!
An sich ist ja nun nichts viel anders, ausser, daß ein nun paar Zahlen anders geschrieben sind und die Strassen voller Feuerwerksmüll liegen....
Ich war gestern bei meinen Vermietern eingeladen, im Kreise von ca. 30 miteinander verwandt- oder verschwägerten Sizilianerinnen und Sizilianern im Alter zwischen 3 und 75 Jahren das Abendessen einzunehmen. Ein Büffet voller Käse, Schinken, eingelegter Gemüse, und ich haute rein, weil ich echt hungrig war, und erfuhr dann, daß das nur das Vorspeisenbuffet gewesen war. Danach gab es (ja, lacht ruhig...) dasselbe (auswärts bestellte) Essen wie an Weihnachten, nur daß alles noch etwas frischer und wärmer war, und etwas mehr Sosse dran war, (und der Plastikteller grösser...)
Reichlich entschädigt wurde ich aber durch einen selbstgemachten Rotwein, der schon fast ins Sherryhafte spielte, und freundliche Tischnachbarn, unter anderen ein kleiner, unglaublich hübscher Junge, der mich die meiste Zeit mit offenem Mund und Riesenkulleraugen anstarrte, und seine hochschwangere Mutter, der ich gleich in doppelter Hinsicht einen guten Rutsch wünschte. Ich lernte ein paar Brocken italienisch dazu und stiess mit meinen Vermietern an.
Derart gestärkt verabschiedete ich mich von der freundlichen Sippe, und ging wieder nach oben, meinen Hund beruhigen.
Früher war das irgendwie anders mit der Böllerei.
Da konnten alle noch die Uhr lesen, und es ging pünktilich um 12 Uhr los mit dem Geknalle, und jeder wusste: AHA, jetzt ist Neujahr.
In der heutigen Zeit wird schon 2 Tage vorher damit angefangen, und ab 23h dann schon volles Rohr so bis halb 1, was dann sogar mir als Mensch echt ´ne Nummer zuviel ist, und mein Hund hechelte und klapperte zum Herzerweichen, so daß ich die meiste Zeit bei ihr war, ihr die Ohren zuhielt und Opern vorsang, was ihr so einigermassen half, das Schlimmste zu überstehen, solange ich nur nicht das Fenster öffnete.
Den Mond erhaschte ich nur kurz, und nicht verfinstert, aber schön:
und durch´s geschlossene Fenster ein bisschen Feuerwerk:

Bumm

Bada-Bumm

Zisch-Pfeiff-KNALL!

Qualm-Stink-Rumms!

Mächtiger Bada-Bumm!

und schliesslich noch

Rumms-Bumm-Knall-Peng-Zisch-Pfeif!!!
Da ich mit den guten Vorsätzen ja schon vor 1 Woche angefangen habe, bin ich ganz zufrieden und zuversichtlich im neuen Jahr angekommen, froh, daß diese ganzen Feierlichkeiten nun endlich hinter mir liegen.
Euch allen wünsche ich nun erholsame Tage als wirklich guten Start für eine neue Runde!!!
:-)
momoseven - 2010/01/01 11:50
572
x aufgerufen und
abgelegt unter Fotogalerien
Werwölfe haben in diesem Monat doppelt zu tun, denn dies ist einer der seltenen "Doppelten Vollmonde" innerhalb eines Monats.
Das Phänomen wird "Blue Moon" genannt, und wird heute abend überdies von einer partiellen Mondfinsterniss begleitet.
Zeiten nachzulesen
<
HIER>
Na, das wird mal eine besondere Silvesternacht. Wahrscheinlich, wie immer bei besonderen Himmelsereignissen schön dick bewölkt, zumindest in meiner Gegend...!
;-)
momoseven - 2009/12/31 01:11
896
x aufgerufen und
abgelegt unter Mond
Ach, so genau will ich mir das gar nicht mehr anschauen!
Da war sehr viel, und zum Teil sehr schwierig, und jetzt vorbei, oder akzeptiert, oder gut, und schon 100x reflektiert und besprochen, und viel lieber möchte ich eigentlich nach vorne sehen: die nächsten paar Stunden, die nächsten paar Tage. Wallander heute Nacht, sizilianisches Silvester morgen, und vielleicht schon nächste Woche arbeiten.
Wobei, die letzten paar Stunden waren prima, weil fröhlich vertrommelt, die letzten 5 Tage prima, weil nix geraucht.
Viel weiter vor und zurück will ich gar nicht gehen im Moment, und der Moment jetzt, und jetzt, und jetzt, etc. ist eigentlich auch ganz hübsch, und ich bin gerade einfach froh, wenn ich von einem Moment zum anderen gehen kann (und nicht im Karree springe), und ich hab einfach so ein Gefühl, daß das nächste Jahr gut und spannend werden wird, und auf jeden Fall besser als das Letzte (und das Vorletzte).
Euch Allen wünsche ich auf jeden Fall, daß es ein gutes 2010 für Euch sein wird, so wie Ihr es Euch wünscht und wie Ihr es braucht!!!
:-)
momoseven - 2009/12/30 22:50
306
x aufgerufen und
abgelegt unter
bin ich immer noch nicht wirklich, und ehrlich gesagt hätte ich die letzten 4 Tage lieber verschlafen im künstlichen Koma verbracht, denn ich kann ja nicht immer im Wald rumlaufen oder essen, oder heulen, aber ich meine, mir einzubilden, daß es langsam ein wenig besser wird.
Naja, ist klar, 30 Jahre Rauchen wischt man nicht einfach so weg.
Ich habe in der Zeit 4x aufgehört, 2x länger als 3 Monate, wobei das Erste Mal Aufhören überraschend leicht war (mit diesem Nichtraucherbuch), und dieses Mal ist es schon ziemlich schwierig.
Eigentlich war es diesmal der Plan gewesen, diese Nikotinpflaster zu benutzen, einen Wochenvorrat hatte ich schon besorgt, und nachdem mein letztes Krümelchen verdreht war, pappte ich mir morgens so eines auf den Arm. Ich glaube, für den allerersten Tag ist es ein ganz guter Übergang, einfach um Abstand vom Raucherritual zu bekommen, vom Geschmack etc., aber als ich es mir dann genauer überlegte, realisierte ich, daß ich mir, würde ich diese Pflaster nach Vorschrift anwenden, also ca. 8 Wochen in absteigender Dosierung, das gar nicht würde leisten können, und ausserdem ist es nur ein ellenlanges Herauszögern der irgendwann sowieso fälligen Sache: Das Nikotin aus dem Körper rauszukriegen. Abends hatte ich dann auch trotz Pflaster Entzugserscheinigungen, und das kann ich auch ohne Pflaster haben, dachte ich mir dann, also praktiziere ich jetzt das, was man den "kalten Entzug" nennt. Eigentlich müsste das Schlimmste bald hinter mir liegen.
Das Verrückte ist: Ich wollte selbst eigentlich gar nicht aufhören. Aus Vernunftsgründen schon, aber der wirkliche Grund war die Weisung des Arztes, um rauszufinden, wie es sich auf die seltsamen Blutwerte auswirkt. Und mein Zahnarzt, der mir schon lange damit in den Ohren lag.
Von allein hätte ich es nicht getan. Ich habe immer gerne geraucht, auch die Mariechen, aber das ist nun alles Geschichte.
Und so langsam spüre ich auch ein paar Positive Sachen.
Kein Husten mehr, und ein viel tieferes Einatmen, was mich am Anfang fast etwas beängstigt hat. Das Zurückkehren des Geruchs-und Geschmackssinnes, auch ganz seltsam anfänglich.
Natürlich ist es besser nicht mehr zu rauchen, dennoch, ich werde es vermissen.
Naja, wenn ich es schon durchziehen muss, dann muss es ja auch ein paar Vorteile geben....!
;-)
momoseven - 2009/12/30 01:06
641
x aufgerufen und
abgelegt unter Gesundheit
Was man in der Stadt vielleicht manchmal gar nicht so bemerkt, draussen im Wald und auf der Wiese machte sich die Vielfalt des Wetters gerade in der letzten Woche schon sehr stark bemerkbar. Manchmal sah man sich im tiefsten Winter, dann wieder zwitscherten Vögel im Sonnenschein auf beknospteten Bäumen, dann wieder rutschte man über Eis, oder wurde von Regen bespritzt.
Die folgenden Bilder sind alle in einem Zeitraum von 7 Tagen aufgenommen, alles dabei.
Die volle Winterstimmung
ein paar Tage vor Weihnachten
und auch ein paar Tage danach
Und überall Eiskunst,

an der Quelle
und in den Pfützen am Wegesrand
Am Rohrkolbenteich
und übrigens habe ich noch einen Teich entdeckt
und dann sind plötzlich auch schon

Haselwürste an den Büschen
(die sind eigentlich erst im Februar dran)
Und gleich 3 Kobolde mit Hund im Sonnenschein
Und ein ganz wundervoller Ton in Ton-Mausezahn

Grad war´s noch Herbst
Und im nächsten Moment gibt´s

Schneehundchenakrobatik auf einem Bein
und ein paar Tage später, heute

der letzte Schneebobbel
und ein Nebelwald
mit wieder plätscherndem Bächlein
letzte Woche sah er so aus:
und hier noch ein Menschenwesen

was nach 5 km Wald gerade mal einigermassen ruhig ist....!
(Hechel, hechel !)
:-)
momoseven - 2009/12/29 19:07
424
x aufgerufen und
abgelegt unter Fotogalerien
Seit ich mein Blog umgetauft habe, bekomme ich kaum noch hochsensible Suchanfragen, sondern einfach so alles mögliche.
Heute hatte ich eine:
- Geister Weihnachtsbaum Zuhause umgekippt
Das würde mich echt interessieren, was DA für eine Geschichte dahintersteckt......!
:-)
momoseven - 2009/12/28 22:58
442
x aufgerufen und
abgelegt unter
Diese Zeit, die man auch als Rauhnächte =>
KLICK! bezeichnet, haben wir gerade.
Eine gefährliche Zeit, in der man böse Geister austreibt, heisst es, und da bin ich gerade auch feste dabei.
Die Nikotingeister, die Fiesen, die treiben mich um, und ich treibe sie aus. Nach 3 Tagen, kann man, ausser daß man jetzt so richtig in Viereckspringübung ist, und es im ganzen Haus garantiert kein geheimes Tabakversteck mehr gibt, noch nicht viel sagen, ausser:
Ich schaff das!!!
:-)
momoseven - 2009/12/28 10:52
298
x aufgerufen und
abgelegt unter
scheint sich bei mir vorhin ganz plötzlich gelöst zu haben.
Ich war ja heute den ganzen Tag allein, und hatte mich auch ganz bewusst nicht bemüht, mich irgendwo mit "einklinken" zu können.
Ich hasse so etwas, und bin eigentlich lieber alleine, bevor ich mich irgendwo aufdränge, nur um nicht allein sein zu müssen. Ist einfach nicht meine Art.
So saß ich heute, nachdem ich die Wohnung und mich selbst poliert hatte, alleine mit meinem Hund bei Kerzenlicht, und fühlte mich ausgesprochen mulmig, wissend, daß fast überall auf der Welt die Menschen zusammensitzen, und den Heiligen Abend begehen. Gleichzeitig schalt ich mich dafür, für diesen doofen Automatismus, der da in mir wirkt, obwohl ich doch selbst eigentlich gar kein Weihnachtsgefühl haben wollte.
Das Haus unter mir tobte vor sizilianischer Verwandtschaft, die eigens angereist war, und meine Vermieterin sagte, ich solle nicht kochen, sie bringt mir später was hoch, so zwischen 6 und 7.
Ich überreichte ihr einen schönen Weihnachtsteller mit 4 Engelskerzen und 8 verschiedenen Schokoladenstangen und sie schenkte mir ein Duschgel, mit einem dieser Engelchen drauf, die so gelangweilt, auf einem Arm aufgestützt, nach links oben blicken, als würden sie schon seit Jahrhunderten dem lieben Gott unter die weisse Kutte gucken, und immer noch nichts Interessantes entdeckt haben.
So sass ich also mulmig auf dem Sofa, eventuelle Spatziergänge wurden durch sintflutartige Regenfälle vereitelt, die auch noch den letzten Rest weihnachtlichen Schneematsches fortspülten.
Ab 6 bekam ich dann langsam Hunger, eigentlich hätte ich mir selbst was Leckeres kochen wollen, was mich ja auch eine Weile prima beschäftigt hätte, aber ich sollte ja was bekommen, also teilte ich Clementinen mit Brasky und lauschte auf den Tumult im Treppenhaus. Ich war dann gegen 7.30h soweit unterzuckert, daß ich mir ein Griessbreilein kochen wollte, als der Sohn des Hauses mit einem Plastikteller voller labbriger Spätzle mit einem Teelöffel Sosse und fetten Fleisch vorbeikam, welches ich hungrig in mich reinschlang, und einen grossen Teil an meinen Hund abgab. Das war also mein Weihnachtsessen. Langsam wurde aus dem mulmigen Gefühl so etwas wie Frust.
Ich starrte in die Glotze, wobei mir schon bei irgendeiner blöden Weihnachtswerbung die Tränen in die Augen traten, und ich wollte mich schon wieder echt dafür hassen, und mich eine sentimentale Kuh schimpfen, als mir die Abschiedsworte meiner Therapeutin einfielen, die lauteten: Wenn Du traurig bist, lass es einfach zu. Punkt.
Und weil mir nach dem ganzen frustrierenden Krampf und Kampf an diesem Abend nicht Besseres mehr einfiel, liess ich es einfach zu. Daß ich traurig bin. Daß ich von meiner Familie getrennt bin. Daß ich keinen Freund habe, und seit 1 Jahr ungeküsst bin. Daß ich so grosses Heimweh nach der Insel habe. Daß ich Fieber und Schmerzen habe, und, und , und....!
Und für ein paar Minuten war es richtig schrecklich und fast unerträglich, und ich glaube, einsamer und schrecklicher könnte sich kein Mensch auf dieser Welt fühlen, und ich tat mir richtig schrecklich leid, und der Hund guckte schon wieder ganz alamiert weil ich jämmerlich schniefte, und - auf einmal fühlte ich mich ganz weich, und irgendwie sanft, und so, als wäre gerade eine Mauer einfach umgekippt.
Ich, die ich seit Jahren immer wieder erfolgreich vor meinen Gefühlen davonlaufe, vor allem vor meiner Traurigkeit, merkte auf einmal, daß richtig traurig sein auch bedeutet, daß man lieb zu sich selber ist, weil man sich in dem Moment einfach so akzeptieren kann, wie man ist, nämlich eben traurig.
Und als ich das begriffen hatte, löste sich einfach etwas in mir, und ich stand auf, spülte das Geschirr weg und topfte meinen Jiaogulan um, weil ich fand, daß er nicht genug Luft bekommt.
Dann checkte ich meine Mails, und sah, daß ich eine erhoffte, aber nicht erwartete, freundliche Anwort auf eine Mail von mir bekommen hatte, die mir sehr viel bedeutet. Und dann kam noch eine unerwartete SMS von einer sehr lieben Freundin, von der ich lange nichts gehört hatte, an die ich aber in den letzten Tagen oft gedacht hatte, und nun sitze ich hier und schreibe einen langen Beitrag, der mir Spass gemacht hat, ihn zu schreiben, obwohl doch mein Kopf vorhin noch total leer und dumpf, und komplett ummauert war, und ich mich wie ein kalter, toter Stein gefühlt habe. Und freue mich jetzt auf mein gemütliches Bett mit einem guten Buch.
Schon seltsam, wie das Leben manchmal so spielt.
Im Nachhinein muss ich echt lachen über das grässliche Essen, und über mich selbst, und über den Krampf, den ich mir selber gemacht habe.
Das war auf jeden Fall ein denkwürdiger Weinachtsabend, wie ich ihn noch nie erlebt habe und für mich ein kleines Wunder!
Schlaft gut, Ihr alle, und ich hoffe wirklich ernsthaft, daß Ihr besser gegessen habt, als ich!
;-)
momoseven - 2009/12/25 00:20
430
x aufgerufen und
abgelegt unter
Ich wünsche allen Einwohnern und Besuchern von Kleinbloggersdorf
schöne Feiertage voller Licht und Liebe!
(((
ALLE)))
:-)
momoseven - 2009/12/24 10:52
720
x aufgerufen und
abgelegt unter
Immer heisst es: "Besinnliche Weihnachten", und heute frage ich mich mal genauer, was das eigentlich bedeutet.
Weihnachten mit Familie fällt für mich dieses Jahr ja komplett aus, alle sind unterwegs, woanders, und das ist alles ganz gut so, und an sich bin ich ein bisschen erleichtert, weil ich dieses Jahr selbst in Klausur gehen will, um mir endlich die leidige Raucherei abzugewöhnen, aber heute war ich doch in der Stadt, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Für meine Vermieter und für das Nachbarskind, und für mich in der Bücherei einen dicken Stapel neuer Lektüre.
Morgen muss ich noch mal supermarkten, um mir Futter für die 4 Tage zu holen, in denen man nirgendwo Futter bekommt.
In den letzten Jahren hatte ich, bis auf eine Ausnahme die Weihnachtstage im kleinen Kreis mit guten Freunden verbracht, bisschen was im Kamin gegrillt, getrommelt, zusammengesessen und schön. Alles Leute, die, genauso wie ich, wenig bis fast gar kein Geld hatten, aber da wir unsere Musik hatten, und Nachmittags ans Meer konnten (und auf dem Heimweg ein bisschen Holz für die nächsten Tage klauben), fiel das gar nicht weiter unangenehm auf.
Dieses Jahr ist es für mich anders.
Wenn man in einem reicheren Land unter reicheren Menschen lebt, und das jeden Tag auch so richtig mitkriegt, bekommt materielle Armut ein ganz anderes Gewicht.
Wenn man für ca. 20 Euro für 4 Tage Futter zusammenkriegen muss, während um einen rum auf der einen Seite die Pasteten gestopft und die Korken geknallt werden, und einen die Supermärkte mit Luxus-Billigessen verlocken, auf der anderen Seite die seit langem von Sozialarbeitern verlassenene Obdachlosensiedlung ohne Heizung dahinvegetiert, kriegen die besinnlichen Gedanken schon einen gewissen Charakter.
Ich ertappe mich selbst, geprägt von meiner eigenen Vergangenheit, nach den Pasteten zu späen, und bemühe mich das, was ich eigentlich eher stolz als Erprobung meiner Flexibilität ansehe, nicht in ein Mangelgefühl rutschen zu lassen.
Das ist es, was ich an Weihnachten einfach nicht mag, und das ist, TROTZ der wunderbaren Feste, die ich habe mit meiner Familie feiern dürfen, das Gefühl, daß andere Menschen danebenstehen und das Gefühl, was sie eh schon haben, nämlich nicht dazuzugehören, in stärkstem Ausmass erleben müssen.
Die Einsamen, die sog. Minderbemittelten, die Eltern, die immer wieder ihre Kinder enttäuschen müssen, daß sie nicht all die tollen Sachen haben können, die uns die Werbung so schmackhaft präsentiert, die vielen alten Menschen, die sich an Heilig Abend ein Erbsensüppchen kochen,
man muss nicht erst nach Afrika gucken, wenn man gerne helfen möchte.
Also, was ist weihnachtliche Besinnung?
Verzeiht mir, ich will damit niemandem sein Weihnachtsgefühl verderben, auch ich habe mir hier Kerzchen angezündet und Zimtöl in die Duftlampe getan, aber ich sehe diese ganze grosse Verschwendung allerorten, und es tut mir weh, zu wissen, daß es soviele Menschen gibt, denen es gerade an Weihnachten besonders Scheisse geht.
Ich habe heute in der Stadt mein Kleingeld wieder verteilt, und den Menschen dabei in die Augen gesehen und ihnen viel Glück gewünscht. Ich habe mein Nachbarskind, das aus einer sog. sozial schwachen Familie kommt, und mit der ich inzwischen immer länger plausche, wenn sie den Hund nach Hause bringt, und mit der ich dieser Tage wandern werde, den Christbaum im Wald suchen, und ihr die Quelle zeigen.
Sie bekommt von mir zu Weihnachten einen Umweltkalender und ein Engelchen, und ihre Mutter freut sich, glaub ich, sehr, daß ich ihr den Hund anvertraue, und lässt mich jedesmal herzlich grüssen. Ganz kleine Sächelchen, aber es ist was Schönes.
Ein bisschen weniger davon, und ein bisschen mehr hiervon.
Wo es einem gerade auffällt.
Besinnen, im Sinne von sinnvoll, ja, das wäre was....!
In diesem Sinne wünsche ich Euch eine besinnliche Weihnachtszeit.
:-)
momoseven - 2009/12/22 19:35
1536
x aufgerufen und
abgelegt unter